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Trumps Handelsminister sagt : „China macht ernst gegenüber Nordkorea“

  • Aktualisiert am

Wilbur Ross während einer Pressekonferenz in Hongkong an diesem Mittwoch. Bild: AP

Washington drängt China seit einiger Zeit, viel mehr Druck auf Nordkorea auszuüben. Peking macht das nun - zumindest kommen die Chinesen ein großes Lob von einem der größten Kritiker.

          Neue Töne aus Washington? Donald Trumps Handelsminister Wilbur Ross hat China klar und deutlich dafür gelobt, gegen den Nachbarn Nordkorea vorzugehen. Der Volksrepublik sei es „wirklich ernst damit, die Zusagen in Bezug auf Nordkorea umzusetzen“, sagte er dem Finanzsender CNBC.

          Besonders hob er dabei eine Entscheidung der chinesischen Zentralbank hervor, den chinesischen Geldhäusern Geschäfte mit Pjöngjang zu untersagen. Das sei ein „gigantischer Schritt“, so der 79 Jahre alte frühere Hedgefonds-Manager. „Das ist ein sehr gutes Zeichen, das ist sehr, sehr wichtiger Druck.“

          Die chinesischen Banken setzten damit demnach nun jene Sanktionen gegen Nordkorea um, auf die sich die Vereinten Nationen unlängst geeinigt hatten. Die Staatengemeinschaft wiederum reagierte auf die andauernden Atom- und Raketentests des Regimes um den Diktator Kim.

          „Chinese Geschäftsbanken spielten eine wichtige Rolle darin, Handel mit Nordkorea zu ermöglichen, deshalb ist das Vorgehen der PBOC (der chinesischen Zentralbank) eine wirklich große Sache“, sagte Ross nun. Am Dienstag erließ das amerikanische Finanzministerium weitere Sanktionen gegen Banken und Privatpersonen, die Geschäfte mit Nordkorea machen.

          Wilbur Ross gehört neben dem amerikanischen Präsidenten selbst (bislang) zu den schärfsten Kritikern der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Er teilt öffentlichen Aussagen zufolge die Ansicht Trumps, dass Amerika in diesem Handelsverhältnis benachteiligt sei. Deswegen verhandeln Vertreter beider Staaten seit einiger Zeit darüber, wie sich das ändern könnte - Ross gehört dabei der amerikanischen Delegation an.

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