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Wie die WTO funktioniert Ein Land, eine Stimme

13.12.2005 ·  Die WTO will den internationalen Handel liberalisieren. Dazu vereinbaren die 149 Mitgliedstaaten verbindliche Regeln. Beschlüsse werden im Konsens gefällt und bedürfen der nachträglichen Ratifizierung durch die Mitglieder.

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Zentrales Ziel der Welthandelsorganisation WTO (World Trade Organisation) ist die Liberalisierung des internationalen Handels. Dazu vereinbaren die 149 Mitgliedstaaten global verbindliche Regeln.

Drei Viertel von ihnen sind Entwicklungsländer, alle zusammen wickeln rund 97 Prozent des Welthandels ab. Oberstes Organ der 1995 gegründeten Organisation ist die Ministerkonferenz, die mindestens alle zwei Jahre tagt. Am Stammsitz in Genf arbeiten permanent rund 630 Menschen, der Jahresetat beträgt rund 110 Millionen Euro. Generalsekretär ist der frühere EU-Handelskommissar Pascal Lamy.

Die WTO ist aus dem 1947 gegründeten Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens GATT hervorgegangen, dessen Regelungen zu großen Teilen weiter gelten. Während sich die GATT-Regeln vor allem auf den Güterhandel bezogen, umfassen die WTO-Verträge darüber hinaus auch Regeln für den Dienstleistungshandel und für den Schutz des geistigen Eigentums.

Die WTO funktioniert nach dem Prinzip „ein Land, eine Stimme“. Beschlüsse werden im Konsens gefällt und bedürfen der nachträglichen Ratifizierung durch die Mitgliedstaaten. Seit November 2001 laufen innerhalb der WTO die Verhandlungen der so genannten „Doha-Runde“, die vor allem die Interessen der armen Länder befriedigen soll. Die Gespräche sollten ursprünglich in Hongkong mit einem umfassenden Abkommen über einen weiteren Abbau von Zoll- und Handelsschranken für Agrarprodukte, Industriegüter und Dienstleistungen enden. Viele Beobachter und Regierungsvertreter rechnen jedoch damit, dass dies erst im Jahr 2006 gelingt.

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