http://www.faz.net/-gqe-7551t

Wettbewerbsverfahren : Google bewegt sich

Niemand verlangt, dass Google sein Geschäftsgeheimnis offenlegt. Wenn aber der Algorithmus den Konzern im Netz zu mächtig macht, darf Änderungsbedarf angemeldet werden.

          Noch ist die Einigung nicht offiziell. Aber dass die amerikanische Regierung nun ihr Wettbewerbsverfahren gegen den Suchmaschinenkonzern Google fallenlassen könnte, sendet ein Signal aus: Das Unternehmen bewegt sich doch. Das ist auch notwendig, denn außerhalb des Konzerns versteht wohl niemand, wie Google mit seinem Page-Rank-Algorithmus Suchergebnisse sortiert.

          Natürlich verlangt auch niemand, dass Google sein auf diesem Algorithmus basierendes Geschäftsgeheimnis offenlegt. Genauso unsinnig wäre es, ein Unternehmen wie Coca- Cola zu verpflichten, seine Brauserezeptur aller Welt mitzuteilen.

          Wenn aber der Algorithmus dazu führt, dass Google die Ergebnisse seiner eigenen Angebote über die von Wettbewerbern und Werbekunden stellt, dann ist es richtig, dass daran auch Änderungsbedarf angemeldet werden darf. Ebenso ergibt es Sinn, dass Google seinen Werbekunden die Freiheit gibt, sich von der marktbeherrschenden Suchmaschine lossagen zu können, indem sie die Daten ihrer Kampagnen einfach mitnehmen.

          So wird Wettbewerb auf dem Online-Werbemarkt gestützt. Und Google kann dann zeigen, dass es tatsächlich die beste Plattform für Werbung ist.

          Quelle: F.A.Z.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Flüchtlinge in Europa : Wo Tusk recht hat

          Es besteht Einigkeit, dass die EU-Außengrenzen besser geschützt werden sollen. Was spricht dagegen, dass Länder, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, sich dabei stärker engagieren? Ein Kommentar.

          Brexit-Veto : Ein erster Sieg im Rückzugsgefecht

          Nach Mays Niederlage im Parlament keimt nun bei vielen die Hoffnung auf, dass die Regierung gezwungen sein könnte, in Brüssel einen „weicheren“ Brexit zu verhandeln. Ein Rennen gegen die Zeit.

          Kryptowährung : Bulgarien ist Bitcoin-Großbesitzer

          Bulgarien besitzt Bitcoin im Wert von fast drei Milliarden Euro. Damit könnte das Land fast 20 Prozent seiner Staatsschulden bezahlen. Es gibt nur einen Haken.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.