11.04.2012 · Knapp zwei Wochen vor der Präsidentenwahl in Frankreich wird dort heftig über die Wirtschaftspolitik gestritten. Grund ist zum einen die steigende Arbeitslosigkeit, aber noch mehr der Verlust der Top-Bonitätsnote. Frankreichs Wettbewerbsfähigkeit ist bedroht.
Von Matthias KullasRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Kaum Innovationen aus Frankreich
Frankreich zahlt heute für seine Kolonial- und Einwanderungspolitik ebenso wie GB. Bei einer Bevölkerung, von der immer größere Teile sich eher von religiösen Motiven leiten lassen als von Fortschrittsdenken, bleibt die Industrie auf der Strecke. Innovationen entspringen eigenen Ideen, keinen Gebetsbüchern. Meine Prognose: Deutschland wird in 20 Jahren dort stehen wo Frankreich heute steht.
@Horst Müller - nicht nur gegen die BRIC-Währungen
Ohne die Schweizer wäre der Kurs EUR/USD vermutlich längst weit unter 1,30. Um den Kurs EUR/CHF bei 1,20 zu halten kauft die SNB Dollar gegen CHF, mit diesen Dollars werden dann EURO gekauft (was den EURO dann auch gegen den Dollar stützt). Vorübergehend - solange wie die Schweizer eben intervenieren.
Das droht uns mit dem Euro auch. Denn dessen Wert fällt
gegenüber den Währungen der BRIC Länder. Diese Währung, genannt Euro, katapultiert seine Veranstalter auf das Niveau von Bittstellern gegenüber den rohstoffreichen Schwellenländern. Die EU-E-Geld-Richtlinie (2009/110/EG) rundet das Bild dann ab: Bargeld wird demnach verboten. Währung weg, Geld weg. Passt.
Elektrogeräte, deutsch od. frz.?
Der Artikel zeigt umfassend die Schwächen des frz.
Wirtschaftssystems.
Dass F in harter Konkurrenz mit Schwellenländern seine Baguettes
verdienen muß, ist fast tragisch. Ein Land, das als ehemalige
Kolonialmacht sich franko frei der Ressourcen ausländischer Staaten
bediente, hat kein Konzept entwickelt, erfolgreich in der global economy
gewinnbringend agieren zu können.
Wenn man mit Franzosen über dt. Elektrogeräte spricht, geraten
diese fast ins Schwärmen u. zählen unaufgefordert alle
renommierten dt. Firmen auf, nicht wissend, dass diese schon längst
alle in China produziert werden.
Von ihren entsprechenden einheimischen Produkten halten sie nichts.
Dementsprechend sind in F viele dt. Autos aller Kategorien unterwegs.
Man merkt deutlich, dass die Franzosen von ihrer Wirtschaft nicht
überzeugt sind. Der Einfluss des frz. Staates ist groß, die
Staatshörigkeit ebenso. Land ist nicht in Sicht.
Man kann dort aber immer noch so leben wie Gott in Frankreich!
Die Wiedererlangung von Frankreichs Wettbewerbsfähigkeit und der Euro schließen einander aus.
Das gilt übrigens mit Ausnahme von den Niederlanden, Finnland,
Deutschland und wahrscheinlich Österreich uneingeschränkt
für alle anderen Euro-Länder.
Warum die Niederlande und Finnland sich durch das Festhalten am
Euro-Verbund selbst strangulieren bleibt mir ein Rätsel. Denn auch
diese Länder werden (ebenso wie Deutsachland) wegen fehlender
Abwehrmechanismen durch die unkontrolliert und rasant wachsenden Target2
Salden - die samt und sonders aus den PIFIGS-Staaten stammen, also
einschließlich Frankreich) - finanzpolitisch ebenfalls bald
handlungsunfähig sein.
Es scheint immer noch nicht zu reichen, dass sich nun Frankreichs
Großmachtsuchtträume, die man sich mittels des Euro und dank
der deutschen Unterwürfigkeit zu sichern hoffte, in Schall und
Rauch auf. Nein: Erst wenn ganze Volkswirtschaften in diesem
"Schwarzen Loch" Euro verschwunden sind, wird Ruhe herrschen -
Grabesruhe.
Es läuft immer wieder auf das Gleiche hinaus, egal welches Land man betrachtet .....
.immer klarer wird, dass die "Einheitswährung" das Problem ist. Solch disparate Volkswirtschaften wie wir sie in Europa haben, können unter einer einheitlichen Währung und einer einheitlichen Geldpolitik nicht funktionieren! Die Länder müssen auf-/abwerten und eine eigene Geldpolitik definieren können. Innere Abwertungen, welche ja von grenzdebilen Politikern favorisiert werden, sind der Tod jeder Volkswirtschaft und stürzen die Bevölkerung in bitterste Armut. Weniger Einkommen, weniger Konsum, weniger Umsatz dies sind die Parameter einer "Inneren Abwertung" - DOCH die Schulden der Unternehmen und Privaten bleiben in unveränderter Höhe bestehen. Wie soll das funktionieren? Es führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass der EURO sowohl politisch und vor allem aber ökonomisch gescheitert ist. Man könnte die Rückkehr zu nationalen Währungen durchaus organisieren, doch damit gingen viele Pöstchen für diese Euro-Illusionisten verloren - dann lassen sie doch lieber UNS die Zeche zahlen.
Ein weiteres Land, in dem der Euro die Wettbewerbsfaehigkeit gesenkt und
die derzeitigen wirtschaftlichen Probleme mit verursacht hat. Und doch
wird mit aller Macht daran festgehalten, weil die Gier auf deutsches
Vermoegen den Blick auf die langfristigen Folgen verstellt.
Gestern erfolgte ein Ausverkauf spanischer und italienischer
Staatsanleihen- der Erhalt des Euro ist wieder ein gutes Stueck teurer
geworden. Muss wirklich erst alles zusammenbrechen, bevor auch Bruessel
merkt dass sich die zugrundeliegenden Probleme nicht durch
Rettungsschirme, Target Systeme oder "Bazookas auf
Spekulanten" loesen lassen?
man war in Frankreich schon immer unter Druck, oder ...?
Frankreich hatte vor der Euroeinführung auch das Problem wie alle
Südeuropäer, daß man von Zeit zu Zeit mal eine Null auf
den Geldscheinen weg "operieren " mußte. Und
anschließend ging es munter weiter. Solange jedoch in Frankreich
die Lebenseinstellung herrscht : Der Franzose arbeitet um zu Leben und
der Deutsche lebt um zu arbeiten; wird sich auch an den
französischen Schwierigkeiten nichts ändern. Vor nicht allzu
langer Zeit wollte man in Frankreich das Renteneinstiegsalter von 60
Jahren "etwas" anheben und siehe da, schon wurden die Politker
ängslich weil sie um ihre Wiederwahl fürchteten.
Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, wenn es in in diesem Artikel
heißt :" Problematisch sind die hohen Lohnnebenkosten "
Und nun sitzt man mit dem Euro in der Falle, weil man keine Null mehr
weg "operieren" kann.
Welche Falle?
im gemachten Nest sitzen sie.
Denn die Deutschen leben nicht nur zum Arbeiten für sich, sie leben
um zu arbeiten für die ganze südliche EU incl. Frankreich.
P.S. Übrigens haben die Franzosen nicht nur das frühe
Renteneintrittsalter, sie haben meines Wissens auch immer noch die
35-Stunden-Woche.
Und meiner Meinung nach funktioniert der Zentralismus dort eigentlich
ganz gut, denn ich hätte nicht gedacht, dass das bei solch hohen
Sozialstandards und Lohnsteigerungen so lange gut gehen kann.
Normalerweise müsste der deutsche Lebensstandard mit Arbeit bis 67,
HartzIV und der Zahl der realen Wochenstunden Kilometer voraus sein. Ist
er aber nicht, weil wir für üble Zockereien und irre
Rettungsprojekte benutzt werden, die uns auch noch den letzten Rest an
Wohlstand rauben werden.
Deutschland ist ein Gefangener des €, ohne Aussicht, eigene
Währungspolitik zu betreiben.
Der Wohlstand, bzw. der Wohlstandsverlust der Deutschen wird u.a. in
Paris + PIIGS bestimmt (siehe 1000 Mia gedrucktes EZB-Geld, Target II Papierforderungen...).
War es vorher nicht in D bekannt ?
Warum hat man zugelassen, dass der reale Zustand von Frankreich aus
polit. Korrektheit nicht kommuniziert wurde ?
Warum wird F in der Nachkriegsgeschichte in D so glorifiziert (Kohl
& Mitterrand händchenhaltend in Verdun, "Motor"
Europas...) ? Waren die Deutschen etwa doch mit diesem Zustand
zufrieden?
Ach diese gefährliche Romantik, schon wieder.
Merkel sei Dank ist das eher ein deutsches Problem
Durch den Euro und die Krisenpolitik der vergangenen Jahre wurde die
perfekte Hängematte geschaffen. Jede Volkswirtschaft, die nicht
wesentlich auf Rohstoffe, Vorprodukte, etc. von außerhalb der
Eurozone angewiesen ist, kann Dank des Merkelschen Transferrubels die
Zeit im Euro genießen. Dank TARGET2 kann jedes Land unbegrenzt
deutsche Güter einkaufen. "Bezahlt" werden diese und
andere Güter (im Zweifel) über einen quasi-kostenlosen Kredit,
der nie fällig gestellt werden kann. So konnte ein völlig
bankrottes Griechenland 2011 per Saldo immer noch für 20 Mrd Euro
im Ausland einkaufen.
Und kann ein Land seine Schulden nicht mehr tragen, wird zwar mahnend
der Finger gehoben aber gleichzeitig gibt man dem Schuldner und dem
Gläubiger viele Möglichkeiten die Folgen ihres Fehlverhalten
bei der Allemeinheit abzuladen. Und wenn es mal etwas ärger klemmt,
wird einfach die Notenpressen angeworfen.
Warum soll eine Regierung durch Reformen seine Wiederwahl
gefährden, wenn es auch anders geht?
Leider nicht!!
Hier zeigt sich mal wieder, dass die Ratingagenturen schlafen. Denn eine Abwertung Deutschlands - die m.E. durchaus berechtigt ist, denn deutsche Staatsanleihen unterliegen einem sehr hohen Inflationsrisiko, ergo Kursverlustrisiko - würde endlich einer größeren Öffentlichkeit die Augen öffnen.
Das Szenario nimmt langsam kriminelle Züge an! Und in D interessiert das keine Sau!
Wenn z.B. F-Unternehmen ihre Rohstoffe und Halbfertige aus Drittstaten
ausserhalb von EU/€URO nicht mehr vorfinanzieren können, die
Banken pleite sind, schießt nun die EZB mit einem mittelfristigen
Tender Geld in die Märkte und akzeptiert dabei wachsweiche
Sicherheiten, z.B. geplatzte Hypothekendarlehen oder den Pulli vonner
Omma!
Das Risiko liegt nun über den Kapitalschlüssel der EZB eben
dort. Warum sollte man als F an dieser Stelle hektisch werden? Man
erhält für seine Unternehmen 100 und gemäß
vorgenanntem Schlüssel liegt das Risiko in dieser Architektur bei
20, wenn die Zuteilungen nicht über Mehrwertschöpfungsprozesse
rückgeführt werden können.
Bilaterale Absprachen zu Lasten Dritter erfüllen den
Straftatbestand des Betruges. Zusammen mit den über Target 2-Salden
verrechneten Importen aus D, NL, A und FIN läßt es sich prima
leben in der EU als Unternehmen aus den PIIGS + F.
Deutschland wird systematisch geplündert! Einredefrei und in den
Ansätzen nahezu explodierend.
Verlust der Bonität in absehbarer Zeit
Angesichts der zunehmenden Verstrickung Deutschlands in die Gesamteuroschulden ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, ehe auch Deutschland seine bisherige Bonität verliert.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |
Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?