Home
http://www.faz.net/-gqe-ouhc
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Mittwoch, 15. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Wettbewerb Mail-Müll künftig verboten

02.04.2004 ·  Telefonwerbung ist künftig nur eingeschränkt erlaubt, Spam-Mails werden verboten. Änderungen bringt die jetzt verabschiedete Gesetzesnovelle auch im Schlußverkauf. Händler entscheiden nun selbst, ob und wann sie reduzieren.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (0)

Telefonwerbung ist künftig nur eingeschränkt erlaubt, Spam-Mails werden verboten. Änderung bringt die jetzt verabschiedete Gesetzesnovelle auch im Schlußverkauf. Händler entscheiden nun selbst, ob und wann reduzieren.

Das Aus für den generellen Sommer- und Winterschlußverkauf ist damit besiegelt. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstagabend mit seiner rot-grünen Mehrheit eine entsprechende Gesetzesnovelle. Künftig können Händler damit selbst entscheiden, ob und wann sie ihr gesamtes Sortiment im Preis reduzieren. Individuelle Sommer- und Winterschlußverkäufe sind damit auch weiterhin möglich.

Durch die Neuregelungen sollen die Verbraucher zudem verstärkt vor unerwünschter und irreführender Werbung geschützt werden. Das so genannte Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UMG) sieht unter anderem eine erhebliche Einschränkung der Telefonwerbung vor und verbietet unverlangt zugesandte Werbe-E-Mails (Spam).

Einzelhandel bedauert Änderung

Während alle Fraktionen die Abschaffung der Schlußverkaufs- Regelungen begrüßten, kritisierte der Einzelhandelsverband HDE, dadurch gingen jedes Jahr zwei wichtige nationale Einkaufsereignisse verloren. HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr erklärte in einer Stellungnahme, gerade kleinere Geschäfte hätten kaum die Möglichkeit, die Kunden mit aufwendigen Werbekampagnen auf ihre jeweiligen Aktionstage aufmerksam zu machen.

Der Verband der Zeitschriftenverleger (VDZ) lehnt die Einschränkung der Telefonwerbung ab. VDZ-Präsident Hubert Burda kritisierte, damit werde der Presse untersagt, telefonisch Abonnenten zu gewinnen. Durch die Neuregelung würden Call Center ins Ausland abwandern, um von dort aus in Deutschland weiter zu werben.

Während Vertreter von SPD und Grünen erklärten, der Verbraucher solle so davor geschützt werden, zu jeder Tageszeit mit Anrufen belästigt zu werden, nannte die Opposition die Regelung mittelstandsfeindlich.

Der rechtspolitische Sprecher der FDP-Fraktion kritisierte: „Was in Europa fast überall erlaubt ist, bleibt in Deutschland verboten.“ Der mittelstandspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Harmut Schauerte, sagte, es entstünden Wettbewerbsnachteile für die deutschen Unternehmen.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Aufbau von Obamas Gnaden

Von Patrick Welter

Der amerikanische Präsident Barack Obama will die Ausgaben in diesem Jahr noch einmal um fast 200 Milliarden Dollar auf 3,8 Billionen Dollar steigern. Mit der Krise ist das nicht zu begründen, eher mit der Wahl im November. Mehr 1

15.02.2012 14:34 Uhr
  Vortag
Dax 6.788,85 +0,90%
 OK
Umfrage

Sollen Kinderlose einen "Solidarzuschlag" zahlen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

15.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.788,85 +0,90%
FAZ-INDEX 1.514,15 +0,89%
TecDAX 780,04 +0,80%
MDAX 10.378,00 +1,21%
SDAX 5.029,17 +0,11%
REX 421,24 −0,10%
Eurostoxx 50 2.505,13 +0,68%
F.A.Z. EURO INDEX 80,94 +0,85%
Dow Jones 12.878,30 +0,03%
Nasdaq 100 2.575,24 +0,22%
S&P500 1.350,50 −0,09%
Nikkei225 9.260,34 +2,30%
EUR/USD 1,3083 −0,33%
Rohöl Brent Crude 118,60 $ +0,90%
Gold 1.722,00 $ 0,00%
Bund Future 138,93 € +0,29%