08.09.2010 · Mark Hurd, neuer Oracle-Präsident, kündigt dem Konkurrenten IBM den Kampf an - ein Ablenkungsmanöver. Denn auch Hurds früherer Arbeitgeber HP steuert in dieselbe Richtung und will ein Rundumanbieter werden.
Von Roland LindnerMark Hurd hat seine neue Aufgabe als Präsident beim Softwarekonzern Oracle gleich mit einer Kampfansage begonnen: Ziel seiner Verbalattacke war aber nicht etwa sein früherer Arbeitgeber Hewlett-Packard (HP), der ihn vor einem Monat abrupt als Vorstandsvorsitzenden ablöste.
Vielmehr tönte Hurd, Oracle werde fortan IBM das Leben schwer machen. Das klingt nach einem Ablenkungsmanöver, schließlich steht Oracle sowohl mit HP als auch mit IBM in einem immer härteren Wettbewerb. Nach der Übernahme des Computerherstellers Sun Microsystems versucht auch Oracle, mehr und mehr zu einem Rundumanbieter in den Rechenzentren von Unternehmen zu werden, mit Hardware, Software und Dienstleistungen. Diesen Weg gehen auch HP und IBM.
Zwar gab es offenbar keine Wettbewerbsklausel, die Hurd den Wechsel zu Oracle grundsätzlich verboten hätte, aber sein Abfindungspaket soll an bestimmte Vertraulichkeitsverpflichtungen geknüpft gewesen sein. Es war somit absehbar, dass HP dem Wechsel von Hurd nicht einfach tatenlos zusieht, sondern prompt mit einer Klage reagiert - zumal sich die beiden Seiten alles andere als in freundschaftlichem Einvernehmen getrennt haben.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |