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Wettbewerb : EU-Kommission geht gegen Mastercard-Gebühren vor

  • Aktualisiert am

Mastercard im Visier der Wettbewerbshüter Bild: AP

Die EU-Kommission hat die Kreditkartengruppe Mastercard wegen des Verdachts wettbewerbsschädigender Geschäftspraktiken bei der Gebührenberechnung abgemahnt.

          Die EU-Kommission hat die Kreditkartengruppe Mastercard wegen des Verdachts wettbewerbsschädigender Geschäftspraktiken bei der Gebührenberechnung abgemahnt. Damit macht die EU-Kommission Ernst in ihrem angekündigten Kampf gegen vermeintlich zu hohe Kreditkartengebühren.

          Die Bedenken der Behörde bezögen sich auf die Mindestgebühren, die Einzelhändler zahlen müßten, wenn sie Kreditkarten mit dem Mastercard- oder Maestro-Logo akzeptierten, teilte die Kommission am Freitag in Brüssel mit. Durch die Festlegung dieser Mindestgebühr werde der Wettbewerb in der Branche behindert.

          EU-Kommission streicht eventuell die Gebühren

          Die Gesellschaft soll nun zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Sollte Mastercard die Kommission nicht von der Rechtmäßigkeit der Gebühren überzeugen, könnte die Kommission diese verbieten.

          Der europäische Einzelhandelsverband EuroCommerce begrüßte den Schritt der Kommission und sprach von einer guten Nachricht für Kunden und Geschäftsinhaber. „Die Aufsichtsbehörden müssen Visa und Mastercard ein für alle mal davon abhalten, sich gemeinsam mit den dahinter stehenden Banken auf Kosten der Verbraucher zu bereichern“, sagte Generalsekretär Xavier Durieu. Beide Kartenausgeber verhielten sich wie Kartelle.

          EuroCommerce hatte sich bereits 1997 bei der Kommission beschwert. Die Vorwürfe entsprechen auch den Problemen, die die Kommission in einer Untersuchung des Finanzsektors in der EU festgestellt hatte. Zu den Preisen, die Banken bei Visa-Karten den Geschäften belasten, gibt es eine bis Ende kommenden Jahres laufende Vereinbarung zwischen den Wettbewerbshütern und dem weltweiten Marktführer.

          Seit September 2003 mit dem Thema befaßt

          Die Brüsseler Behörde hatte bereits im September 2003 gegenüber Mastercard Bedenken wegen der Gebührenpraxis geltend gemacht. Diese Gebühren fallen laut Kommission insbesondere dann an, wenn mit den Kreditkarten anfallende Beträge grenzüberschreitend innerhalb der EU sowie auch innerhalb einiger Mitgliedstaaten beglichen werden. Fast 45 Prozent aller Karten im europäischen Wirtschaftsraum tragen der EU-Kommission zufolge das Mastercard- oder Maestro-Logo.

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