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Davos Medwedew stellt russischen Kredit für Zypern in Aussicht

 ·  Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat jüngst daran gezweifelt, dass ein Hilfspaket für Zypern wirklich erforderlich ist. In Davos hat der russische Ministerpräsident Medwedew derweil gesagt, Russland könnte Zypern helfen, aber nur wenn auch die EU hilft.

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Russland könnte dem überschuldeten Zypern mit Krediten zur Seite stehen, wenn auch die EU einen Beitrag leistet. Das kündigte der russische Ministerpräsident Dimitri Medwedew auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos in einem Interview mit Bloomberg-TV an. Neues Geld werde aber nur fließen, wenn Russland zuversichtlich sein könne, dass Zypern die von der EU vorgegebenen Wirtschaftsziele erreiche, sagte der Regierungschef. Als zweite Bedingung nannte er, dass die Europäer ebenso Kredite bewilligen.

Russland hatte Zypern bereits 2011 mit 2,5 Milliarden Euro aus der Patsche geholfen. Die Regierung des Inselstaats hofft, Moskau noch einmal zu einer Geldspritze von 5 Milliarden Euro bewegen zu können. Das Euro-Mitglied braucht vor allem wegen des maroden Bankensektors über 17 Milliarden Euro, was nahezu der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht.

Viele wohlhabende Russen verwalten einen Teil ihres Vermögens bei zyprischen Banken. In der EU gibt es massive Vorbehalte gegen die Rettung der zyprischen Geldhäuser. Befürchtet wird, bei einem Rettungseinsatz das Schwarzgeld russischer Oligarchen zu schützen.

Am Montag hatte auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Systemrelevanz Zyperns für den Euroraum in Zweifel gezogen. Er sei nicht sicher, ob ein Hilfspaket für Zypern notwendig sei. Nach dem Treffen der Eurogruppe am Montagabend hatten aber der scheidende Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, EU-Währungskommissar Olli Rehn und EZB-Direktoriumsmitglied Asmussen die Erwartung geäußert, dass der Antrag Zyperns auf Hilfe im März genehmigt werde.

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