27.04.2006 · Die Institute erwarten , daß die Weltwirtschaft in diesem Jahr robust und ausgeglichener wachsen wird, weil die Erholung in Japan und im Euro-Raum Schwung gewinnt.
Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr robust und ausgeglichener wachsen, weil die Erholung in Japan und im Euro-Raum Schwung gewinnt. 2007 wird das Wachstum sich kaum verlangsamen. Das erwarten die Institute und begründen damit nicht zuletzt die gute Exportentwicklung in ihrer Deutschland-Prognose. Nach den Berechnungen wird die Weltwirtschaft in diesem Jahr beschleunigt um 3,4 Prozent wachsen und im kommenden Jahr um 3,1 Prozent. Für den Welthandel wird eine Wachstumsbeschleunigung auf 8,5 Prozent in diesem Jahr erwartet, die sich 2007 auf 7,5 Prozent abschwächen soll.
Die Sorgen über wachstumsdämpfende Effekte des hohen Ölpreises teilen die Institute nur bedingt. Der jüngste Ölpreisanstieg sei Folge der Risiken in Nigeria und Iran. Die Versorgung mit Öl sei derzeit adäquat; auch seien die Lagerbestände relativ hoch. Nur wenn der Ölpreis über längere Zeit deutlich über 65 Dollar je Barrel (159 Liter) läge, werde dies das Wachstum spürbar belasten - zumal, wenn dann die Löhne stärker zunähmen.
Tragbares Niveau der Immobilienpreise
Als weltwirtschaftliches Risiko sehen die Ökonomen zudem eine spürbare Korrektur der hohen Immobilienpreise in wichtigen Industrieländern wie den Vereinigten Staaten, Großbritannien oder Spanien. Doch erscheine das gegenwärtige Niveau der Immobilienpreise als längerfristig tragbar. Nur bei einem nicht erwarteten starken Anstieg der Hypothekenzinsen würde es zu einem erheblichen Druck auf die Immobilienpreise kommen. Insgesamt schätzen die Institute die Gefahr gering ein, daß fallende Immobilienpreise etwa in den Vereinigten Staaten den privaten Konsum stark dämpften.
Für die Vereinigten Staaten wird eine moderate Abschwächung des Wachstums von 3,5 Prozent im vergangenen über 3,4 in diesem auf 3 Prozent im kommenden Jahr prognostiziert. Die Notenbank werde den Leitzins bis zum Sommer noch auf ein annähernd neutrales Niveau von 5,25 Prozent anheben. Das Leistungsbilanzdefizit werde sich 2006 und 2007 auf 7 Prozent des BIP ausweiten.
Im Euro-Raum soll sich das Wachstum auf 2,1 und 1,9 Prozent beschleunigen; dabei sehen die Institute Chancen für eine noch stärkere konjunkturelle Dynamik. Die japanische Wirtschaft werde mit 3,3 und 2,5 Prozent wachsen.
Den Schwellenländern insgesamt prognostizieren die Ökonomen ein Wachstum von 6,3 und 5,9 Prozent. Für China werden rund 9 Prozent veranschlagt.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2477 | −0,09% |
| Rohöl Brent Crude | 106,40 $ | −0,42% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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