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Weltbevölkerung Acht Milliarden Menschen bis 2025

19.08.2008 ·  Derzeit leben rund 6,7 Milliarden Menschen auf der Erde. Und die Weltbevölkerung wächst weiter rasant. Schon in vier Jahren wird voraussichtlich die Sieben-Milliarden-Marke überschritten. In Europa aber werden zur Mitte des Jahrhunderts voraussichtlich 51 Millionen Menschen weniger leben als heute.

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Die Weltbevölkerung wächst weiter rasant. Schon 2012 wird sie voraussichtlich die Sieben-Milliarden-Marke überschreiten und im Jahr 2025 acht Milliarden Menschen umfassen. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Datenreport 2008 der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) hervor.

Derzeit leben etwa 6,7 Milliarden Menschen auf der Erde. Jedes Jahr kommen schätzungsweise 80 Millionen Erdenbürger hinzu. Das rasante Bevölkerungswachstum findet den Angaben zufolge fast ausschließlich in den Entwicklungsländern statt. Heute lebten hier bereits 82 Prozent der Weltbevölkerung, insgesamt 5,5 Milliarden Menschen. Bis zum Jahr 2050 kämen noch einmal knapp 2,6 Milliarden hinzu.

Zahl der Afrikaner verdoppelt sich bis zur Jahrhundertmitte

Das prozentual stärkste Bevölkerungswachstum verzeichne Afrika. Bis zur Jahrhundertmitte würden hier fast zwei Milliarden Menschen leben - doppelt so viele wie heute.

Die meisten Länder Afrikas können ihre Bevölkerung schon heute nicht mehr ausreichend versorgen. „In Äthiopien beispielsweise leidet fast jeder Zweite an Unterernährung und nur 42 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu sauberem Trinkwasser“, erklärte DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. „Bis 2050 wird die äthiopische Bevölkerung von heute 79 Millionen auf 148 Millionen Menschen zunehmen. Das bedeutet, dass fast 70 Millionen Menschen zusätzlich versorgt werden müssen.“

Bevölkerung Europas schrumpft

Eine Verlangsamung des Bevölkerungswachstums würde vielen Ländern bei der Ernährungssicherung und im Kampf gegen Armut helfen, sagte Bähr. Doch viel zu oft fehlten den Menschen der Zugang zu Verhütungsmitteln und das Wissen über Verhütung. „Es ist ein Skandal, dass in Afrika gerade einmal zwei von zehn verheiratete Frauen verhüten können“, sagte Bähr. „Wir müssen deutlich mehr in Familienplanung investieren. Nur durch bessere Familienplanungsdienstleistungen erhalten die Menschen eine reelle Chance, langfristig Hunger und Armut zu entkommen.“

Im Gegensatz zu den Entwicklungsländern wird die Bevölkerung der Industrieländer der Prognose zufolge weiter zurückgehen. In Europa werden zur Mitte des Jahrhunderts voraussichtlich 51 Millionen Menschen weniger leben als heute. Das liege vor allem daran, dass Frauen hier im Durchschnitt nur 1,5 Kinder zur Welt brächten, hieß es zur Begründung. Daher werde die europäische Bevölkerung von heute 736 Millionen auf 685 Millionen Menschen im Jahr 2050 schrumpfen - von elf auf knapp sieben Prozent der Weltbevölkerung.

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