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Welt der Statistiker Die Berechnung des Glücks

 ·  Was ist Glück? Worin besteht es? Seit Jahrtausenden denken die Menschen über diese Frage nach. Seit einigen Jahren auch die Ökonomen. Früher hatte man Ideen, heute Formeln. Und alle streben sie nach einem: Zu erforschen, wie man am glücklichsten wird.

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© dpa “Der Beitrag der Ökonomen ist spitzfindige Ökonometrie“, sagt Jan Delhey. Für ihn ist es ein Glück, dass sein Forschungsgebiet Hochkonjunktur hat

Ein Tag am Meer, eine Nacht unterm Sternenhimmel können ein Glückserlebnis sein. Ökonomen beschäftigen sich beruflich eigentlich nicht mit solch emotionalen Empfindungen. Ihr Gegenstand sind die Steuerpolitik oder Prognosen über das Wirtschaftswachstum. Seit einigen Jahren allerdings nutzen sie ihre Computerprogramme auch zur Erforschung des Glücks. Die Bilder, die ihre Computer vom Glück zeichnen, sind Kurven und Tabellen, und wenn eine Zahl in den Tabellen das Glück signifikant erklären kann, markiert der Computer sie mit drei Sternchen. Das sieht dann jedoch noch lange nicht aus wie ein Sternenhimmel.

Die Philosophen vermuteten die Quellen des Glücks im tugendhaften Leben, in der Askese, der Nähe Gottes, im Neinsagen, im eigenen Denken oder sogar im Leiden. Manchmal schien es, Todeskandidaten oder Gekreuzigte seien in gewissem Sinne sogar die einzigen Glücklichen. Manche meinten, Glück komme unerwartet und lasse sich nicht festhalten, andere glaubten, Menschen würden glücklich, wenn sie bekämen, was sie wollten. Manche fanden, dass beides richtig sei. Sie alle wollten über das Glück mehr erfahren, indem sie darüber nachdachten. Ökonomen nutzen Panel-Regressionen oder Vector-Autoregressionen - ihre statistischen Methoden eben.

Andere Länder, andere Studien, anderes Glück

Sie nehmen den Taschenrechner und die Lupe und schauen auf neue Details. Ein paar tausend Studien unterschiedlichen Inhalts sind zuletzt so entstanden: Wenn ein reiches Land noch reicher wird, werden die Bürger nicht glücklicher (Easterlin 1974).

In der Schweiz ist das anders, dort steigt das Glück immer weiter mit dem Einkommen (Frey, Stutzer 2000). In Russland werden die Glücklichen reich (Graham und andere 2004).

Die Kirgisen wurden durch Einführung der Marktwirtschaft glücklich, außer die geschiedenen (Namazie, Sanfey, 1999). Sex mach glücklich, wenn man es nicht übertreibt (Veenhoven 2003).

Große Geldgewinne steigern im Folgejahr die Lebenszufriedenheit um das 0,1- und 0,3-fache der Standardabweichung der Untersuchungsgruppe (Gardner, Oswald 2001).

Frauen werden seit 1970 immer unglücklicher (Wolfers 2009). Inflation macht politisch Rechte unglücklich, Arbeitslosigkeit Linke (Tella, MacCulloch 2005).

Muslime sind glücklicher (Abdel-Khalek 2006). Luftverschmutzung macht unglücklich (Welsch 2006). Und hohe Temperaturen im Winter erhöhen das Glück (Rehdanz, Maddison 2003).

„World Database of Happiness“

Hinter den Befunden stehen komplizierte mathematische Methoden. Die Wissenschaft weiß immer mehr über das Glück. Aber wissen die Wissenschaftler wirklich noch, worüber sie da forschen?

Ruut Veenhoven, Emeritus an der Universität Rotterdam und ein Pionier der empirischen Glücksforschung, gibt das „Journal of Happiness Studies“ heraus. In dessen neuester Ausgabe ist ein mit Formeln gespickter Aufsatz eines Ökonomen über die Frage erschienen, warum es das Wohlbefinden der Besucher pornographischer Websites erhöht, wenn diese nach einem zeitlangen Ansehen von Softpornos auf harte Sexfilme umsteigen.

Ruut Veenhoven schuf neben dem Journal auch eine Internet-Datenbank, auf der alle Erkenntnisse der modernen Forschung über das Glück gebündelt sind: die „World Database of Happiness“. Zusammenfassungen von 1433 Studien geben dort Aufschluss über 14.261 Einflussfaktoren: Nationalitäten, Hobbys, Sportarten, Lebensstile, Migrationsgeschichten, Scheidung, Kindheit, pränatale Einflüsse, die Körpergröße. Ein Anruf bei Ruut Veenhoven, im Hintergrund krakeelen seine Enkelkinder. „Oh, Sie sind bei Ihren Enkeln? Das muss Sie glücklich machen!“ Er lacht: „Sie kennen die Forschungsergebnisse nicht! Kinder machen weniger glücklich.“

Die glücklichsten Menschen sind diejenigen in Nordeuropa

Jan Delhey ist ein junger deutscher Glücksökonom. Er lehrt an der Jacobs University in Bremen. Derzeit, so verrät er, arbeitet er an einem neuen statistischen Maß, das die Ungleichheit der Glücksverteilung in einem Land zu beschreiben imstande sein soll. Delhey trägt einen schwarzen Rollkragenpullover, schwarze Hose und schwarze Schuhe und sagt, es gebe in seiner Disziplin noch viel Forschungsbedarf. Zum Beispiel über die Frage, warum manche Lateinamerikaner so glücklich sind: „Wir können erst zwei Drittel bis drei Viertel der internationalen Varianz erklären.“ Die glücklichsten Menschen sind diejenigen in Nordeuropa, gefolgt von den Schweizern; dann die in Costa Rica, Mexiko oder Kolumbien (Chinesen hingegen werden immer unglücklicher).

Dass Lateinamerikaner glücklich sind, dürfte die meisten Leute nicht wundern. Man stellt sie sich ja als fröhliche Leute vor, die öfters mal aufs Meer gucken und in den Sternenhimmel und Salsa tanzen trotz der Drogenkriege. Ökonomen aber sehen Forschungsbedarf. Ihre Studien über das Glück lesen sich dann so, als würden Blinde über Farben schreiben. Wenn das Problem dieser Statistiker aber die Phantasielosigkeit wäre, würde mehr Forschung nur noch immer mehr Forschungsbedarf erzeugen. Die Glücksforschung begibt sich auf die Suche nach immer komplizierteren Modellen, um eines Tages vielleicht herauszufinden, dass die Menschen in Costa Rica glücklicher sind, weil sie sich nicht alles so kompliziert machen.

Die Forschung nach Glücks hat Hochkonjunktur

“Der Beitrag der Ökonomen ist spitzfindige Ökonometrie“, sagt Jan Delhey. Für ihn ist es ein Glück, dass sein Forschungsgebiet Hochkonjunktur hat. Als er vor mehr als 15 Jahren noch nicht Professor war, sondern wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Wissenschaftszentrum und dort Studien für die EU-Kommission erarbeitete, war das anders. Damals galt die Glücksökonomie zwar als irgendwie originell, aber in akademischen Kreisen als ein Außenseiterthema - keines, mit dem man Karriere mache. Heute akzeptieren amerikanische Spitzenjournale die Arbeiten.

Die Entdeckung des Glücks ließ eine Gründerzeit in der Ökonomie anbrechen, welche sonst gelegentlich als wissenschaftliche Elfenbeinturmdisziplin belächelt wird. In vielen volkswirtschaftlichen Theorien geht es um den Nutzen, den Menschen etwa aus dem Konsum ziehen. Seit sie das Glück entdeckten, haben Volkswirte ein Maß für diesen Nutzen.

Allein fünf von Jan Delheys Doktoranden in Bremen arbeiten derzeit an empirischen Studien über das Glück. Die meisten interessieren sich vor allem dafür, komplexe Methoden der Statistik anzuwenden. Denn den jungen Wissenschaftlern sagt man früh: Um euren Doktor zu machen und wissenschaftliche Karriere, müsst ihr eine neue statistische Methode auf eine alte Frage anwenden oder eine alte Frage mit einer alten Methode und neuen Daten untersuchen. Jetzt, nachdem sie das Glück geentert haben, stehen ihnen viele neue Daten zu Verfügung. Dann sitzen die Doktoranden Monate und Jahre an ihrem Computer und suchen nach Zusammenhängen, die noch niemand vor ihnen gefunden hat. So kommen sie irgendwann auf Kirgistan, Luftverschmutzung oder Pornographie.

Glück als politisches Thema im Rahmen von Wohlstandsindikatoren

Dass Fragen der Antrieb für diese Wissenschaft seien, kommt nicht mehr vor. Aber welche Relevanz hat sie dann, wenn es gar keine Fragen mehr zu beantworten gibt? Und wieso sollen gerade Leute Fragen beantworten können, die gar keine Fragen beantworten wollen?

Das Wirtschaftsforschungsinstitut DIW liegt in einer Seitenstraße der Friedrichstraße in Berlin. Es ist eines der wichtigsten Institute für die Glücksforscher. Doktoranden tragen Milchkaffees über die Flure, in seinem Präsidentenbüro sitzt Gert Wagner. Mehrmals im Monat fährt ihn sein Chauffeur neuerdings in den Deutschen Bundestag zu Sitzungen einer Enquete-Kommission. Wagner wirkt in der „Arbeitsgruppe 2 - Alternative Wohlstandsindikatoren“ mit. Die sucht nach wirtschaftspolitischen Zielgrößen, die sinnvoller sind als das Bruttoinlandsprodukt. Manche Mitglieder der Arbeitsgruppe wollen, dass auch das Glück eine solche Zielgröße wird, ein „Fortschrittsindikator“, wie sie sagen. Sie finden, das Bruttoinlandsprodukt sei ein Konzept aus der Welt von gestern.

So drängt das Ganze nach politischer Verwirklichung. Auch Sarkozy und andere Staatschefs lassen und ließen nach alternativen Indikatoren suchen, in dieser Woche tagten die Vereinten Nationen über Glücksindikatoren, Kronprinz Charles war auch mit dabei, auch die Nachhaltigkeitsstrategie der EU definiert seit einigen Jahren als Ziel schon eine Erhöhung des „Wohlergehens“.

Das Inlandsglück als Fortschrittsindikator

Der Nürnberger Volkswirt Karlheinz Ruckriegel, den die Makroökonomik zu langweilen scheint, fasst die neue Blüte seines Faches durch die Entdeckung des Glücks in einem Aufsatz in diese Worte: „Ökonomisch gesehen geht es also um die Frage, wie man das knappe Gut Zeit (Input) so nutzt, dass man in seinem Leben ein hohes Maß an Glück erfährt (Output).“ Auch Journalisten beachten die Glücksökonomen, porträtieren sie wohlwollend - und diese sehen das als Beleg für ihre Bedeutung anstatt für die Skurrilität ihrer Arbeit.

Gert Wagner ist dagegen, das Inlandsglück zum Fortschrittsindikator zu machen. Er warnt davor, da der Staat die Zahlen über das Glück schönen könnte. Liberale Ökonomen sind skeptisch, da es ihnen nach Totalitarismus riecht, wenn sich der Staat in private Angelegenheiten wie die Lebenszufriedenheit einmischt. Wagner spricht sowieso lieber von „Lebenszufriedenheit“ als von Glück und er hält Maße wie die Arbeitslosenquote für aussagekräftig genug.

Jedoch verkaufe sich Glück, einfach besser, sagt er. In Studien und Forschungsanträgen ist daher meist von Glück die Rede. Dass Zufriedenheit aber womöglich etwas ganz anderes sein könnte als Glück, wird gar nicht erst erwogen. Dabei klingt das eine Wort nach Wohlstandsspeck und Frührente, das andere aber auch nach Anstrengung.

Der Happy Planet Index

Die Glücksforscher verfügen über ein sehr präzises Handwerkszeug. Die statistischen Methoden der Panel- und Zeitreihenanalyse haben sich in den vergangenen Jahren enorm verfeinert. Zugleich scheint der Begriff, den die meisten vom Gegenstand ihrer Forschung haben, sehr vage: Glück, Lebenszufriedenheit. Wie viele Nuancen aber können diese haben: Triumph, Erfüllung, Eroberung, Sehnsucht, Genuss, Bestätigung, Liebe. Einige ökonomische Glücksforscher meinen, es reiche aus, Gehirnströme zu messen. Es ist so, als malte ein Künstler mit zittrigen Wurstfingern mit den allerfeinsten Pinseln.

Auch der Happy Planet Index (HPI) ist ein neues Fortschrittsmaß. Mit ihm lässt sich das menschliche Glück auf der ganzen Welt vergleichen. In einem Zeitalter der Unsicherheit brauche die Gesellschaft diesen Index, schreibt sein Erfinder Herman Daly, der früher Entwicklungsökonom bei der Weltbank war, an der Universität Maryland lehrt und dessen Gesicht Ähnlichkeit hat mit dem eines Vogel Strauß. Der HPI messe, was wirklich zähle: Zufriedenheit, ein langes Leben, geringer Ressourcenverbrauch. Nach dem HPI leben die glücklichsten Menschen in Costa Rica. Auf der Internetseite des HPI steht, daraus folge, dass es möglich sei, zufrieden zu leben und zugleich bescheiden. Sie empfehlen der Politik, da der Konsum die reichen Länder Zufriedenheit koste, als Ziel, einen nationalen HPI in Höhe von 89 (von 100) Punkten bis zum Jahr 2050 anzustreben.

Die Frage nach der Zufriedenheit mit dem Leben

Vielerorts verhärtet sich etwas, was geheimnisvoll im einzelnen Menschen stattfindet, derzeit zur Datenreihe und wird zu einem schönen Knetgummi für ökonomische Modelle. Die Produktion dieses Knetgummis ist das Geschäft von Marktforschungsunternehmen. Das Forschungsinstitut TNS Infratest gehört zu einer Unternehmensgruppe, die auf der ganzen Welt rund 19.000 Mitarbeiter beschäftigt. TNS Infratest hat Mitarbeiter in ganz Deutschland.

Immer im Frühjahr ziehen die Interviewer los und klopfen an den Wohnungstüren. Dann klappen sie den Fragebogen „Leben in Deutschland“ auf - seit 30 Jahren. Die Leute beantworten ihnen Fragen zu allen Bereichen des Lebens. Die letzte Frage ist: „Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig, alles in allem, mit Ihrem Leben?“ Dann geben die Befragten einen Wert von 0 bis 10 an. Zum Dank bekommen sie ein Lotterielos.

Trotzdem wollen immer weniger Leute teilnehmen. Am DIW erklärt man sich das so, dass sie sicher abgeschreckt seien von den zunehmenden unseriösen Anrufern, die nur irgendwas verkaufen wollen. Andere Befragte sind auch weniger konzentriert als früher. Manchmal sieht es so aus, als nähmen sie nur noch teil, um das Lotterielos zu bekommen. Früher war die Motivation der Menschen größer, mitzumachen, nur weil der Interviewer sagte, die Daten seien wichtig für die Wissenschaft. Vielleicht aber hielten die Leute früher die Wissenschaft einfach noch für wichtiger.

„Das Geschäft mit der empirischen Sozialforschung ist schwieriger geworden.“

Die Daten, die TNS Infratest ermittelt, gelten als eine der wichtigsten Zeitreihen für empirische Glücksforschung auf der Welt. Auftraggeberin ist das DIW-Institut. Es sammelt die Daten und nennt sie das Sozioökonomische Panel (Soep). Im DIW hat auch Jürgen Schupp sein Büro, ein mittelalter Mann mit brauner Föhnfrisur. Er leitet die Abteilung, die für das Soep verantwortlich ist. Er seufzt, als er von der schwindenden Betreiligung an der Umfrage erzählt: „Das Geschäft mit der empirischen Sozialforschung ist schwieriger geworden.“

„Das Gegenteil von Glück ist ja dauerhaftes Unglück, Depression, also ein Krankheitsbild, was auch kassenärztlich abrechenbar ist“, sagt er, „das ist auch interessant an dieser Glücksforschung.“

Jürgen Schupp scheint nicht viel von dieser Glücksforschung zu halten. Er selbst ist Soziologe. Diese Disziplin und die Psychologie hätten sich schon Jahrzehnte früher mit dem Glück beschäftigt (“mit den subjektiven Elementen der Wohlfahrtsproduktion“, wie Schupp sagt). Die Ökonomen nähmen aber nicht viel zur Kenntnis, was andere Wissenschaftsdisziplinen schon längst herausgefunden hätten, sagt er. So zersplittert die Wissenschaft in tausend Disziplinen, und von einigen Forschungfragen ist zu hören, dass sie nur noch für drei Experten auf der Welt nachvollziehbar seien, und von Fachartikeln, dass sich für sie nicht mal drei Leser interessierten.

„Es ist natürlich irgendwie ein Luxusthema“

Ein Drittel der Arbeiten, die derzeit auf Basis des Soep entstünden, befassten sich mit dem Thema Glück, schätzt Schupp. Er kann viel über die „subjektiven Elemente der Wohlfahrtsproduktion“ erzählen: Es verlaufe im Leben wie eine U-Kurve. Denn mit dem Lebensalter steigt die Fremdbestimmung, man ist irgendwann nur noch Sklave des Arbeitgebers und der Kinder. Erst ab fünfzig können die Leute dann wieder das tun, worauf sie Lust haben. Jürgen Schupp kennt nicht nur die Zahlen, sondern auch die Theorien. Er lacht: „Manche glauben ja auch, die Menschen in der Steinzeit seien die glücklichsten gewesen.“ Empirische Ökonomen glauben, weil sie nur Fakten betrachteten, sei ihre Forschung zeitlos objektiv, und sie vergessen, dass Theorielosigkeit auch eine Prämisse ist, die Einfluss auf die Ergebnisse hat.

Der Bremer Glücksökonom Jan Delhey sagt, er kenne zum Beispiel keinen einzigen Glücksforscher aus nordafrikanischen Staaten. In China aber, da gebe es mittlerweile einzelne. „Es ist natürlich irgendwie ein Luxusthema; sobald man existentielle Nöte hat, forscht man nicht mehr über das Glück“, sagt er. Und damit sagt er vielleicht mehr über diese Glücksforschung aus, als er will. Die Ökonomen wollen spielen. Sie hinterlassen dabei auch ein Durcheinander, wie es entsteht, wenn kleine Kinder spielen. Ihnen ist es nicht ernst mit dem Glück. So gesehen ist das wirklich ein Luxusthema.

Meerblicke oder Sternenhimmel machen die Menschen vielleicht deshalb glücklich, weil sie sie klein werden lassen. Ohne diese Wirkung bleibt von Glücksbildern nur Kitsch. Zum Suchwort „Demut“ findet die „World Database of Happiness“ leider keine einzige Korrelation. Vielleicht sollten die Glücksforscher ihre Computer noch nicht ausstellen.

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Jahrgang 1981, Redakteur in der Wirtschaft.

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