Trotz leichter Konjunkturflaute ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im März auf 3,028 Millionen gesunken. Das seien 82.000 weniger als im Februar und 182.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mit. Das ist die geringste Arbeitslosigkeit in einem März seit 20 Jahren. Die Arbeitslosenquote fiel im Monatsvergleich um 0,2 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent.
„Die aktuelle konjunkturelle Schwächephase hat auf dem Arbeitsmarkt kaum Spuren hinterlassen“, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. „Die Arbeitslosigkeit ist im Zuge der einsetzenden Frühjahrsbelebung gesunken.“ Zudem sei die Nachfrage nach Arbeitskräften nach wie vor hoch. Volkswirte äußerten sich zuversichtlich, dass sich der positive Trend am Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten fortsetzen wird.
Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen sank die Arbeitslosenzahl nach BA-Berechnungen stärker als erwartet um 18.000. Bankenvolkswirte hatten im Schnitt einen saisonbereinigten Rückgang um 10.000 erwartet.
„Vor dem Hintergrund der Konjunkturdelle, welche die heimische Wirtschaft in den vergangenen Monaten heimgesucht hat und die gerade auszulaufen scheint, sind diese Zahlen sehr überzeugend“, urteilte Nord/LB-Volkswirt Mario Gruppe. „Für den weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einer soliden konjunkturellen Entwicklung, die weitere positive Impulse für den Arbeitsmarkt generieren sollte.“
Commerzbank-Ökonom Eckart Tuchtfeld rechnet angesichts der hohen Nachfrage nach Arbeitskräften in den nächsten Monaten mit einer tendenziell weiter sinkenden Arbeitslosigkeit. „Infolge des schwachen Wachstums der deutschen Wirtschaft im Winter dürfte die Dynamik am Arbeitsmarkt allerdings in den kommenden Monaten etwas nachlassen, auch einzelne Rückschläge sind nicht auszuschließen“, schränkte der Experte ein. Für den April gehen die meisten Bankenvolkswirte davon aus, dass die psychologisch wichtige Drei-Millionen-Marke unterschritten wird.
Neue Arbeitsstellen
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