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Weihnachtsgeschenke : Bloß keine Socken!

Bild: F.A.Z.

Was steht 2012 auf den Wunschzetteln für Weihnachten? Klaffen Wunsch und Wirklichkeit oft auseinander? Und wie viel geben die Menschen in der Eurokrise zu Weihnachten aus? Eine neue Studie sucht Antworten auf diese Fragen.

          Wer kennt sie nicht: Diese insgeheime Hoffnung, dass Oma in diesem Jahr doch einfach einen Umschlag unter den Weihnachtsbaum legen möge, mit einer Karte drin und einer Banknote. Fertig. Oder dass sie wenigstens ein Buch kauft oder noch besser: einen Büchergutschein. Dann kommt Heiligabend und Oma wedelt mit einem kleinen weichen, wabbeligen Paket. Socken, ein bisschen kratzig, eine Nummer zu groß. Danke Oma!

          Nadine Bös

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Sind solche Szenen wirklich typisch für die meisten Familien? Das hat sich auch das Beratungsunternehmen Deloitte gefragt – und eine große Umfrage zum Thema Weihnachten in europäischen Haushalten gestartet. Welches Weihnachtsgeschenk steht 2012 ganz oben auf den Wunschzetteln? Welches wird tatsächlich am liebsten gekauft? Und vor allem: Wie viel geben die Menschen in Zeiten der Eurokrise überhaupt für Weihnachten aus?

          Weihnachtsmenü auf dem Prüfstand

          Dafür befragten die Studienautoren in einer repräsentativen Stichprobe 18.587 Verbraucher in 18 europäischen Ländern und in Südafrika. Das Ergebnis: In den Ländern, die von der Eurokrise besonders hart getroffen wurden, spiegelt sich das sehr deutlich in den Weihnachtsbudgets wieder. Die Griechen etwa wollen 17,2 Prozent weniger Geld für Geschenke ausgeben, die Portugiesen 12,4 Prozent. Auch in Italien, Spanien und Irland planen die Menschen, an Weihnachtsgeschenken zu sparen. Nicht nur das: In den Eurokrisenländern steht sogar das Weihnachtsmenü vielfach auf dem Prüfstand. Familien in Griechenland, Portugal, Spanien und Irland wollen im Durchschnitt ihr Weihnachtsessen billiger gestalten als noch im vergangenen Jahr.

          Die Deutschen dagegen zeigen sich spendabler als im Vorjahr: 285 Euro plant hierzulande im Durchschnitt jeder Haushalt für Geschenke ein; das sind 5,9 Prozent mehr als noch 2011. Für das Essen an den Feiertagen will ein typischer deutscher Haushalt 139 Euro ausgeben, also sogar 9,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotzdem liegen wir hierzulande damit vergleichsweise niedrig; in den meisten Ländern Europas legen die Haushalte zu Weihnachten mehr Geld für Essen und Trinken auf den Tisch als für Geschenke.

          Die Top-Ten-Liste der Weihnachtswünsche wird dieses Jahr vom wohl langweiligsten Wunsch angeführt, den man sich ausdenken kann: Bargeld. Auf Platz zwei finden sich Bücher, an dritter Stelle rangieren Reisen. Auf den Wunschzetteln der Europäer stehen des weiteren häufig CDs, Parfüm, Gutscheine, Schmuck und Smartphones.

          Nicht zu übersehen ist außerdem, dass Wunsch und Wirklichkeit in Sachen Geschenke häufig auseinanderklaffen: Gerne verschenkt wird zum Beispiel Schokolade, die sich aber der Studie zufolge kaum jemand wünscht. Das Bargeld dagegen, der am häufigsten geäußerte Wunsch, rangiert nur auf Platz sechs der tatsächlich verschenkten Dinge.

          Und was ist nun mit den Wollsocken? Der Punkt „Kleidung und Schuhe“ nimmt immerhin Platz neun in den Top-Ten der am häufigsten gekauften Geschenke ein. In den Top-Ten der am meisten geäußerten Wünsche allerdings ist keinerlei Bekleidung enthalten. Liebe Omas dieser Welt: Darunter fallen auch Krawatten, Hemden, Handschuhe und Mützen!

          Quelle: FAZ.net

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