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Weidmann zum Bundeshaushalt „Nicht gerade ambitioniert“

 ·  Bundesbank-Präsident Weidmann bleibt unbequem: Nach seiner Kritik an der Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank rügt er nun die Haushaltspolitik der Bundesregierung - und fordert einen strikteren Sparkurs.

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Dieter Spethmann
Dieter Spethmann (dspeth) - 23.03.2012 08:29 Uhr

Die Finanzplanung dieser Regierung ist unglaubwürdig

„Einschließlich der nun aufgestockten Emissionsplanung will der Bund in diesem Jahr 252 Milliarden Euro aufnehmen. Das wären 23 Milliarden Euro weniger als im Vorjahr.“ Soso. Nur 23 Mrd weniger? Das entspräche nicht den Gardinenpredigten, die Frau Merkel und Herr Schäuble landauf landab in Deutschland und Europa halten: „Sparen, sparen, sparen!“ Denn unsere Steuereinnahmen sind weiter hoch, weil die Wirtschaft boomt, jedenfalls für heutige Verhältnisse. Also müsste die Kreditaufnahme des Bundes viel mehr zurückgenommen werden als um die genannten 23. Aber die Steuerquellen müssen nicht immer so sprudeln. Deshalb spricht die FAZ-Redaktion im Konkjunktiv „wären.“ Das erscheint mir klug. Wir schreiben erst März. Das Jahr ist noch lang.

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Ralf Kowollik

Großbritannien macht es vor

In Großbritannien, wo noch echte Konservative regieren und nicht ein Sozialistenverein namens Merkel-CDU, kündigt Schatzkanzler George Osborne massive Steuersenkungen an. Damit belohne die Regierung hartes Arbeiten, Ehrgeiz und Unternehmergeist, sagte Osborne vor dem Unterhaus. Gegenfinanziert sollen die Steuerentlastungen durch eine Privatisierungswelle sowie durch Ausgabenkürzungen.
In Deutschland schwatzt Schäuble derweil lieber über eine Begrenzung des Wirtschafstwachstums in den westlichen Industrieländern und macht den Grünen schöne Augen. Da kann leider auch die FDP nicht mehr viel ausrichten.

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Walter Weidenvogel

Der liederlichen Schuldenwirtschaft muß dringend ein Ende gemacht werden!

Wie schon bei der Unterlassung des unseligen Flottenbaus, so sollte man auch bei den Staatsfinanzen auf den Rat Friedrichs des Großen hören: „Soll das Land glücklich sein, will der Fürst geachtet werden, so muß er unbedingt Ordnung in seinen Finanzen haben. Noch nie hat eine arme Regierung sich Ansehen verschafft. (…) Holland, (…) zählt heute kaum noch zu den Großmächten, weil die Regierung tief in Schulden steckt und, was noch schlimmer ist, keinen Kredit hat. Fährt Frankreich mit seiner jetzigen Mißwirtschaft fort, so kann es trotz seiner Machtfülle in Verfall geraten und seinen Nebenbuhlern verächtlich werden.“
Deshalb ist es zwingend geboten die Staatsfinanzen zu ordnen, dem Staat seine alten Einnahmequellen wie das Post- und Münzwesen zurückzugeben, die man an Privatleute leichtfertig verkauft hat und vor allem die milden Gaben an das Ausland sowie Heerfolge diesem gegenüber zu verweigern; der Staat darf nicht mehr ausgeben als er einnimmt und muß vielmehr einen Schatz anhäufen...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.03.2012 18:34 Uhr
Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 22.03.2012 18:34 Uhr

Wie recht,

es hat sich nichts aber auch gar nichts in den Jahrhunderten geändert, außer, dass Angela nicht Friedrich heißt.

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wolf haupricht

Die Bundesbank ist nach guter Tradition unabhängig.....

und damit auch ihr Präsident. Sie ist die Hüterin der Währung und soll das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht gewährleisten. Damit tritt die Bubank wieder in die Fußstapfen der Präsidenten, die zur Reputation und Achtung dieser Institution beigetragen haben. Diese Fähigkeiten sind heutzutage um so mehr erforderlich, da die EZB und die Euroländer sich ungeniert anmaßen, vom durchaus mühevollen Pfad einer soliden Haushalts-und Geldpolitk abzuweichen.
Weiter so Herr Weidmann, Sie verdienen vollen Respekt.

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Horst Müller

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler in Bayern antwortete Weidmann.

Ein gewisser Prof. Sinn ist von wichtigen politischen Organen aus Bayern eingeladen worden. Man will ihm zuhören, hat Fragen..... Die Bayern trauen dem Braten aus Berlin und Brüssel also nicht mehr. Die Diskussion hat endlich begonnen!

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Ralf Kowollik

Der mangelnde Sparwillen hat einen Namen ...

... und der heißt Wolfgang Schäuble. Im Sabotieren der Steuersenkungspläne der FDP war er groß - es ging ja darum, der FDP das Rückgrat zu brechen, was ihm auch gelungen ist. Ansonsten ist Schäuble ein ungemein einfallsloser und reformscheuer Finanzminister. Für mich ist er schon jetzt einer der schlechtesten Bundesfinanzminister aller Zeiten.

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Da. Müller
Da. Müller (Danzas) - 22.03.2012 12:21 Uhr

Eventualverbindlichkeiten

Man vergesse nicht, dass die Eurozone-Staaten wegen der Milliardenbürgschaften jede Menge Eventualverbindlichkeiten haben. Für private Unternehmen gibt es klare Regeln, wie solche "contingent liabilities" bilanziert werden müssen, die Staaten schaffen sich ihre eigenen . (Die Folgen tragen dann die Bürger)
Dies wird umso aktueller, als selbst der IMF in seinem letzten Griechenland-Bericht vage andeutet, dass eine Beteiligung der öffentlichen Gläubiger nicht mehr ausgeschlossen sei.
Ich sehe schon die Meldung des Finanzministeriums: "Wegen der fälligen Bürgschaften muss die Haushaltsausgleichung später erfolgen".

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Horst Rachinger

Die Haushaltslücke und die Haushaltslüge

Wir haben in wirtschaftlich stabilen Jahren Schulden aufgebaut. Jetzt nach gigantischen Belastungen aus EFSM und EFSF und vor ESM soll plötzlich gespart und ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden. Die Boomjahre liegen hinter uns, die Wirtschaftsleistung wird sich abschwächen und damit die Einnahmen des Staates. Wenn eine Unternehmensführung so handeln würde, dann säße die Leitung vermutlich schon wegen Insolvenzverschleppung, falscher Rechnungslegung und Untreue vor Gericht. Gleichzeitig sind diese Aussagen ein Beleg für die Missachtung des Volkes durch die Politik. Und Schäuble - na ja, die Vergangenheit hat die Verlässlichkeit ja schon nachweislich widerlegt. Gleichzeitig kann er einem leid tun, da er doch nur als Sündenbock zu dienen hat.

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Horst Ziegler

Deutscher Monti !

Weidmann will den Euro durch einen europaweiten Sparkurs retten. Weidmann fordert die Kanzlerin auf, ebenfalls zu sparen und nicht weiter zu verschulden.

Die CDU beschimpft die Kraft sie sei einen Schuldenmacherin. Die FDP tut in NRW ins selbe Horn. Aber keiner der Beteiligten gesteht ein und wenn, dann nur hinter der Hand, dass es darum geht, strukturell mit 20% in die Öffentlichen Haushalte einzuschneiden, um das strukturelle Ungleichgewicht zwischen Ausgaben und Einnahmen wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Es geht also darum, Personalkosten, Sachkosten, Fremdleistungen und staatliche Transfers zu kürzen. Ist man gedanklich an diesem Punkt angekommen, dann machen die Partei ihre klientelbezogenen Vorschläge und die haben schon seit 30 Jahre nichts mehr gebracht im Hinblick auf das berühmte finanzielle Gleichgewicht.

Wir brauchen also eine Deutschen Monti.

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Norbert Dr. Leineweber

Donnerwetter, damit hat Weidmann wohl genug Respekt verdient, um eine Partei zu gründen.

In diesem Rahmen könnte er die desaströse Poltik der EZB in Verquickung mit der unsäglichen Schutzschirmdebatte unseres SUDOKU-Spielers Schäuble anprangern.
Sicher würde Weidmann zusammen mit geeigneten Experten, Prof. Sinn, Hankel, Starbatty, Kerber usw. zusammen mit Gauweiler aus dem Stand auf 20% kommen. Ganz Deutschland weiß, dass das gesamte Parteienspektrum der Republik jämmerlicht versagt hat.
Man muss dazu noch wissen, dass aktuell die Lissabon-Verträge geändert werden sollen und die no-bailout-Klausel gekippt werden soll. Man will hier in einem Aufwasch zusammen mit dem ESM abstimmen. Das ist keine Demokratie mehr, sondern eine Billionen-Knechtschaft des abgewirtschafteten Parteiensystems in Deutschland, fußend auf einem gescheiterten System der Brüsseler Bürokraten. Herr Weidmann bleiben sie aufrichtig und retten Sie unser Land!

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Matthias Tremmel
Matthias Tremmel (tchonk) - 22.03.2012 11:19 Uhr

Und warum Steuersenkung, liebe FDP?

Wenn jetzt FDPler daher kommen und sich beschweren, ist das an Verlogenheit kaum zu überbieten. Jetzt wo wir deren sinnlose Steuersenkung bekommen, heißt es, der Schäuble spart zu wenig.
Außer natürlich, man kürzt den Sozialetat. So funktioniert die Strategie der FDP: Steuern senken und mit Verweis auf die Notlage, Ausgaben kürzen.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 22.03.2012 10:22 Uhr

Leider wagt ja niemand zu sagen, wie die Einsparungen erfolgen sollten ..

Mal ein paar Vorschläge: Reduktion der Bürokratieebenen in allen Bereichen, drastische Verminderung der Abgeordnetenzahlen auf Länder- und Bundesebene, Abschaffung von Bürokratiemonstergesetzen, Vereinfachung vieler Gesetze, 24 Urlaubstage für alle im ÖD ..

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.03.2012 18:34 Uhr
Horst Ziegler

ZU Harmlos

Es geht darum, den Personalbestand aller Gebietskörperschaften um 1 Mio Mitarbeiter zu senken, dass bringt rechnerisch 50 Mrd. €. Der Sozialstaat müßte von 31% des BSP auf 27% reduziert werden (Einschnitt in Leistungsgesetze). Abbau der Subventionen an die Wirtschaft ebenfalls um 20% (Steinbrück-Koch-Vorschläge). Insgesamt können sie dann -für alle Gebietskörperschaften versteht sich - 100 Mrd. pro Jahr einzusparen. Das tut weh und das müßten die Volksparteien durchsetzen. Weil dieses Ansinnen vermutlich nicht durchsetzbar ist, kommt die FDP mit ihrer Globalforderung: Steuern runter, Staatsanteil runter. Sie sagt also auch nicht, wo eingeschnitten werden soll. Alle sind feige und haben Angst vor ihren Wählern und lassen den "Laden laufen" . Irgendwann kommt dann der große Reset (Neue Währung und Währungsschnitt). Anders ist es in der Geschichte noch nie gelaufen.

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Hanns Kaltenegger

Peter-Prinzip

Wo sind sie hin, all die Steuermehreinnahmen und die Einsparungen wegen der stark gesunkenen Zinsen? Was dieser schwarz-gelbe Kindergarten, der sich anmaßend Bundesregierung nennt, auf Kosten der Steuerzahler - vor allem der künftigen - so treibt, ist vollkommen unverantwortlich. „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“ sagt das Peter-Prinzip. Hoffentlich wird Schäuble also bald Chef der Eurogruppe. Dann hat er die für seine Unfähigkeit passende Hierarchiestufe erreicht.

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Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 22.03.2012 09:27 Uhr

Es ist höchste Zeit,

endlich nur das auszugeben, was man auch verdient und eingenommen hat. Schluss mit dem Leben auf Pump und auf Kosten der nachfolgenden Generationen. Oder rechnet man schon mit einer "Währungsreform". Wenn wir so weiter machen und nur die wählen, die jedem Alles versprechen, dann wird sie unausweichlich.

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