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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Wegelin-Teilhaber Konrad Hummler Niederlage eines Privatbankiers

 ·  Der ältesten Schweizer Bank Wegelin ist zum Verhängnis geworden, dass sie Amerikanern bei der Steuerhinterziehung half. Wegelin-Teilhaber Konrad Hummler galt stets als einer der originellsten Köpfe der Schweizer Bankenszene - jetzt steht er vor einem Scherbenhaufen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (19)

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Reinhard Kropp

@Herman Kohlgraf, Wem soll Schäuble nachsetzen?...

...der hat doch ein Abkommen ausgehandelt, das Steuer-und Schwarzgeldkriminellen weitere Straffreiheit und Anonymität verschafft hätte, gegen Zahlung eines läppischen Abschlags, daß der sich für die Interessen des deutschen Volkes einsetzt, glauben Sie doch nicht ernsthaft.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2013 13:04 Uhr
Herman Kohlgraf Medeco

Herr Kroop: genau da muss man aber ansetzen

Wer nicht im Interesse des dt. Volkes handelt, sollte auch nicht von diesem
gewählt werden. Durch Hilfe von Banken/Treuhändern u. Finanzberatern
wurde unsere Volkswirtschaft um 100te Mrd. Euro an Steuern und Zinsen
über Jahrzehnte betrogen.
Dies sind keine Verkehrsdelikte, es sind "Kapitalverbrechen" am Volk. Es geht nicht
an, dass dem grössten Teil der Normalos (Arb./Angest./Beamten) monatlich
Lohnsteuer vom Gehalt/Lohn abgezogen wird und andere Selbstständige/
Freiberufler und Unternehmer nicht bereit sind ihren Teil zu zahlen. Ausgenommen
natürlich diejenigen, die dies solidarisch tun.
Die gesamte Hochkriminalität (Prostitution, Menschen-/Drogen-
Waffenhandel, Schutzgelderpressung, illegale Wetten) gestaltet ihren Geldverkehr
meist über Schwarzgeldkonten. Geldwäsche geschieht immer mehr über den
mit Wohn-/Gewerbeimmobilien, Edelmetalle usw. Zypern und die Schweiz
spielen da die grösste Rolle in Europa. Aber wer soll das Volk darüber aufklären?
Steinbrück? Kaum!

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Herman Kohlgraf Medeco

Blind durch Nationalstolz

"Beihilfe zur Steuerhinterziehung/-Betrug sei Tagesgeschäft bei Schweizer Banken" - dies gibt
der Chef der Bank Wegelin, New York zu Protokoll. Bedarf es der Worte mehr?
Jetzt muss Schäuble schnell handeln und nachsetzen. Eine anonyme Abgeltunssteuer die
durch Schweizer Banken gemacht wird, ist wohl für immer vom Tisch.
Wegelin ist der Anfang! Weitere CH-Privatbanken werden folgen. Sie werden den Geldabfluss
der Schwarzgelder nicht verdauen. Die grossen UBS und CS können das verkraften, die
meisten Privatbanken kaum. Die Kantonalbanken trägt der Schweizer Steuerzahler.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 05.01.2013 13:53 Uhr

Effizientere Totengräber des Bankkundengeheimnisses als jeder Karrierist im US Dep. of Justice

"2008+2009 als die UBS in Wahington auf dem Schafott lag+die Situation zu einer Krise zwischen 2 an sich befreundeten Staaten eskaliert war, witterten...Banken ein Geschäft. Just zu der Zeit, als die off. Schweiz den USA glaubhaft machen wollte, dass sich ihr Finanzmarkt reformiert habe, gingen sie aktiv auf amerik. Privatkunden der UBS zu+versicherten ihnen, ihr Vermögen sei hinter dem Bankkundengeheimnis geschützt...Die Kollegen von der UBS...registrierten mit Erstaunen, zu welchen Bankhäusern die Einlagen ihrer ehemaligen Kunden flossen...
Wenn es tatsächlich Schweizer Banken gab -und die gabe es- die in den Jahren 2008+2009 systematisch+aktiv amerik. Privatkunden der UBS aufgenommen haben, dann haben die Führungsleute...nicht nur kurzsichtig+gierig, sondern verantwortungslos+töricht gehandelt... Nicht nur haben sie die off. Schweiz in ein schlechtes Licht gerückt, sie haben auch all den Privatbanken im Land geschadet, die ihr Geschäft mit US-Kunden sauber betreiben"
( fuw.ch )

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 21:21 Uhr
Bea Meister

Herr Wege

Danke für die Mitteilung.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 05.01.2013 17:10 Uhr

@B.Meister: "Totengräber des Bankgeheimnisses" , Finanz und Wirtschaft 01.02.2012 , M. Dittli

Der Aufsatz datiert auf die Zeit vor dem aktuellen Schuldeingeständnis der Bank Wegelin.
Durch die aktuelle Entwicklung ist der (rein technische) Vorbehalt der Unschuldsvermutung darin hinfällig.

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Bea Meister

Herr Wege / Finanz und Wirtschaft

Könnten Sie bitte mitteilen, in welcher Ausgabe Sie das gelesen haben? Besten Dank.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 05.01.2013 11:34 Uhr

"Alter Kaffee-in der Schweiz kommt nichts" (H.Seiler) vs. Wegelin bringt Banken in Bedrängnis (srf)

Wegelin Deal setzt den Finanzplatz Schweiz matt ( 20min.ch )
Wegelin Busse: Alle Deckung ( handelszeitung.ch )
Nach Wegelin Steuerdeal noch zwölf Banken im Visier der US-Justiz (blick.ch)
Lex Americana zwingt Schweiz in die Knie ( insideparadeplatz.ch )
Wegelin zahlt in den USA 58 Millionen Dollar (tageanzeiger.ch ) ...
Dies ist nur ein kleiner Auszug der aktuellen Meldungen in der Schweiz zum Fall Wegelin.

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ulrich hofer
ulrich hofer (refoh1) - 05.01.2013 10:17 Uhr

Hummler sah das ganz grosse Geschäft - ein ausgezeichneter Artikel, Herr Siedenbiedel

Wer möchte nicht von den Fehlern seiner übermächtigen Konkurrenz, in diesem Fall CS und UBS profitieren?

@HP Fischer. Doch es gibt sie noch, die ehrbaren Bänker. Meistens handelt es sich um kleine Landbanken oder hie und da eine Genossenschaftsbank. Es gibt sogar einige grössere. Aber man spricht nicht von ihnen, weil sie nichts Spektakuläres "geleistet" haben.

@ C.Lyck. Was Sie sagen, stimmt leider. Aber nicht nur die Schweiz wird erpresst. Die ganze übrige Welt wird es. Allen voran die EU. Nur merken sie es nicht. Im Moment wird die Machtgier von den USA ausgeübt. Jedoch andere Volkswirtschaften (Staaten) drängen nach vorn. Wie lange können die Amerikaner ihre Machtposition noch halten? Korrekterweise warnen Sie, Herr Lyck, zudem vor der Allmacht der egoistischen Regierungen, die sich mit den Steuereinnahmen fast alles erlauben. In Europa gibt es nur eine Macht, die noch stärker, noch dreister und noch arroganter vorgeht als die einzelnen Regierungen. Ich denke an Brüssel!

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 13:29 Uhr
ulrich hofer
ulrich hofer (refoh1) - 07.01.2013 13:29 Uhr

Besten Dank auch Ihnen, Frau Meister, für die Buchempfehlung.

Gerne ermuntere ich Sie, weiterhin ungerechtfertigte wirtschaftskritische Kommentare, oberflächlicher und mangelhaft informierter Zeitgenossen, treffend mit fundierten Argumenten zu kritisieren, wie wir es von Ihnen gewohnt sind. Nochmals vielen Dank.

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Herman Kohlgraf Medeco

Herr Hofer / Frau Meister: Recht haben ist immer nur ein Teil der Wahrheit

Natürlich liegen sie mit einigem richtig. Die BNundestagswahl hat nicht direkt etwas
mit diesem Artikel zu tun, aber natürlich wird in jedem Land der Welt Wahlkampf dazu
benutzt Parteiinteressen darzulegen.
Und Frau Meister: US-Rechtssprechung Lotterie? Wohl kaum! Ich war 2 Jahre in USA.
Aber je nach Rechtssystem in USA bei Mord oft mit zivilen Geschworenen, die
beeinflussbar sind, in direkten Volksdemokratien entscheiden die beeinflussbaren
Bürger direkt über die Verfassung und in Deutschland wurde vr langer Zeit auch
schon mal gefragt: "Was wollt ihr - Brot der Panzer" oder zwischen den Zeilen
gelesen: Krieg oder Frieden. Das Volk wollte Panzer! Überall wo Menschen entscheiden,
gibt es nicht nur schwarz und weiss.

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Bea Meister

Herr Hofer, vielen Dank für den Hinweis.

Wirtschaft interessiert mich sehr. Die US-Regierung hat die Folgen des Untergangs von Lehman Brothers in der Tat falsch eingeschätzt.
Ich habe soeben etwas „gegoogelt“ und werde mir das Buch "The Big Short" beschaffen. Vor Jahren habe ich „Liar’s Poker“ von Michael Lewis gelesen. Der Inhalt war sehr interessant, aber seine Sprache … (ich habe mir auch die deutsche Version angesehen.)
Was einige Banken aufgeführt haben, war mehr als nur dumm, Wegelin hingegen war eine sehr angesehene Privatbank. Die NZZ hat gestern einen aufschlussreichen Kommentar über die Bank Wegelin veröffentlicht (Wirtschaftsnachrichten – Sich nicht in falscher Sicherheit wiegen – Kommentar: Ein Lebenswerk verspielt). Herr Gallarotti nennt die Politik der USA zu Recht Kanonenbootpolitik.
Falls Sie sich dafür interessieren, wie Steuern „richtig“ hinterzogen werden, kann ich Ihnen „Das Bankgeheimnis ist tot – es lebe die Steuerflucht“ von Myret Zaki empfehlen. Das ist auch ein „Aha-Erlebnis“.

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ulrich hofer
ulrich hofer (refoh1) - 05.01.2013 18:31 Uhr

Danke Frau Meister für Ihr interessantes Statement.

Im Nachhinein würden die Amerikaner die Investement Bank Lehman Brothers wohl nicht mehr untergehen lassen. Wenn Sie das Buch "The Big Short" von Michael Lewis noch nicht gelesen haben, sollten Sie, als wirtschaftsinteressierte Person, es unbedingt tun. Es ist in deutscher Sprache erhältlich. Es zeigt mit aller Deutlichkeit auf, dass vorallem die USA-Politik schuld an der Immobilienkrise war. Natürlich hat das nichts mit der Verschuldung der europäischen Staaten zu tun. Doch auch hier ist das Problem zur Hauptsache bei den Politikern und Behörden zu suchen. Dass die Banken Mist gebaut haben, können wir natürlich in keiner Weise abstreiten. Aber für die SPD-Politiker ist jedes Mittel gut, um daraus KAPITAL zu schlagen. Ob es ihnen gelingen wird, wage ich allerdings zu bezweifeln.

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Bea Meister

Ja, Herr Hofer, richtig, Brüssel ist arrogant

Und wer ist der Präsident der Europäischen Zentralbank? Marion Draghi! Und wo war der schon tätig? Bei Goldman Sachs - wie die meisten Angehörigen der amerikanischen Finanzbehörden. Lehman Brothers, ein direkter Konkurrent von Goldman Sachs, konnte untergehen, der Versicherungskonzern AIG wurde gerettet; eine Pleite dieses Konzerns hätte Goldman Sachs in die Schieflage gebracht. Keine Regierung wagt einen Angriff auf dieses Unternehmen, obwohl man weiss, was das für "Herren" sind. Die Amerikaner sind in zweifacher Hinsicht mächtige Heuchler. Sie stellen sich einerseits als höchste moralische Instanz dar und spielen Weltpolizist und Weltrichter, andererseits haben US-Regierungen weit schlimmere Verbrechen begangen, als ein Steuerbetrug jemals sein kann. Ihre eigenen Steueroasen schützen sie bestens und dulden im eigenen Land, was sie bei anderen verurteilen. Und das, wenn immer SIE profitieren, noch so gern. Ihr Rechtssystem ist eine Lotterie - viele Gerichtsurteile beweisen das.

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Carlos Anton

Brutaler Kolonialismus lenkt von Verbrechen der eigenen Banken ab

In Zeiten knapper Kassen und ruchloser Verschulden wird der Finanz-Krieg, den die USA gegen die kleine Schweiz führen, immer brutaler. Daß die Linken in Deutschland dem zujubeln, sagt einiges über sie. Daß ausgerechnet die USA eine solide schweizerische Privatbank des Betrugs zeihen ist ein besonderes Schurkenstück, wenn man sich erinnert, daß betrügerische Aktivitäten fast aller grossen Banken in den USA im Jahr 2008 fast zum Zusammenbruch der Weltwirtschaft geführt haben. Dafür sind die Täter nie zur Verantwortung gezogen worden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 16:12 Uhr
Herman Kohlgraf Medeco

Alles Unsinn!

Herr Anton, natürlich wurden Verantwortliche in USA vor Gericht gestellt. Das dringt vielleicht
nicht bis hinter die Schweizer Berge vor. Wegelin hat gestanden! Punkt!
Das solche Machenschaften von Schweizer boden ausgehen ist schlimm genug!
Ja, ja - wie sagte ein Mediensprecher der rechtsnationalen SVP im Kanton Bern vor wenigen
Tagen: "Allen Linken und Gesindel eine Platiktüte über den Kopf und mit Kabelbinder zubinden." Aufruf zum Massenmord! Überall nachzulesen in Schweizer Zeitungen.
Ist es das auf was Schweizer so stolz sind? Das sagt einiges über einen grossen Teil der Schweizer

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Carsten Lyck
Carsten Lyck (clyck) - 05.01.2013 07:49 Uhr

1,2 Milliarden zu 20 Millionen?

Das wäre ein Steuersatz von nicht mal 2%!

Da stimmt etwas nicht und erweckt so den Eindruck, dass hier die Schweiz massiv erpresst wurde. Sie soll ihre Gesetze oder zumindest die Auslegung für US Bürger an US Recht anpassen.
Um das zu erreichen wurde offensichtlich aus einer Maus ein Elefant gemacht. Sicher hat die Bank Fehler gemacht, nur reichen diese in Relation kleinen Fehler, um so massive Änderungen im Rechtssystem zu fordern?
Allerdings verhalten sich mittlerweile Staaten wie Menschen immer egoistischer...
75% Steuersatz in Frankreich als ein weiteres, diesmal innerstaatliches Beispiel
Wo führt uns, innerstaatlich wie zwischenstaatlich, diese reine Macht- und Klientelpolitik noch hin?

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Roland Müller

Die Bankl Wegelin

existiert praktisch schon seit über einem halben Jahr nicht mehr. Sie bestand zuletzt nur noch aus US-Kunden, die der Nachfolger so schnell wie möglich los haben wollte. Das einzige interessante an der Geschichte ist offensichtlich der Landtagswahlkampf in Niedersachsen. Wobei zu sagen ist, das sich die rot-grünen Landtagswahlkämpfer besser Gedanken um ihre katastrophale Haushaltspolitik machen sollten, statt jede Menge Unsinn in die Gegend zu tröten.

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Hermenegild Seiler

Alter Kaffee

Deutschland freut sich über den Untergang einer Schweizer Privatbank und hofft darauf, auch ein paar Schweizer Banken zu erledigen. Die Wegelin-Nachricht kommt in allen Zeitungen oben. Nur in der Schweiz kommt nichts, denn die Angelegenheit ist schon ein Jahr alt, da hat Wegelin sein Geschäft bereits verkauft. Alter Kaffee!

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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