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Rentendebatte : Rentenpläne belasten die Jungen

Wer heute im Studium ist, wird voraussichtlich sehr viel länger als bis 67 arbeiten müssen. Bild: dpa

Die Regierung beschenkt die Rentner mit einem deutlichen Plus. Bezahlen muss dafür die junge Generation: Entweder steigen die Rentenbeiträge oder aber das Renteneintrittsalter.

          Die Rentenpläne der Bundesregierung gehen zu Lasten der heute jüngeren Erwerbstätigen. So müsste das Renteneintrittsalter bis zum Jahr 2030 auf 69 Jahre steigen, wenn das Rentenniveau wie politisch gefordert nicht weiter sinken und gleichzeitig die Rentenversicherungsbeiträge stabil bleiben sollen. Das zeigen noch unveröffentlichte Berechnungen des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH), die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Mittwochsausgabe) vorliegen.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          IWH-Ökonom Oliver Holtemöller hat berechnet, wie sich das Renteneintrittsalter verschieben müsste, um die Beitragssätze zur gesetzlichen Rente bei einem konstanten Rentenniveau von heute 48 Prozent zu stabilisieren. Das Rentenniveau setzt die sogenannte Standardrente, die ein Durchschnittsverdiener mit 45 Beitragsjahren erhält, ins Verhältnis zum Durchschnittslohn des jeweiligen Jahres.

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          Die Berechnungen zeigen, dass von 2034 an selbst ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren nicht ausreicht, um den Rentenversicherungsbeitrag konstant zu halten. Selbst wenn das Rentenniveau bis 2030 sinken sollte – Holtemöller rechnet mit einem Niveau von 43,5 Prozent – werde der Beitragssatz von  2040 an auch bei einem Rentenalter von 70 Jahren über das heutige Niveau steigen.

          „Die demographische Entwicklung lässt keinen Spielraum für Leistungsausweitungen in der gesetzlichen Rente“, sagte Holtemöller der F.A.Z. „Im Gegenteil: Wir müssten nun Vorsorge treffen für die Zeit vom Jahr 2030 an.“ Für die „Frankfurter Allgemeine Woche“ hatte der Ökonom ausgerechnet, inwieweit man an der zweiten möglichen Stellschraube neben dem Renteneintrittsalter drehen müsste, um das Rentenniveau konstant zu halten: dem Beitragssatz. Er müsste demnach im Jahr 2030 auf 24 Prozent und im Jahr 2050 auf 29 Prozent steigen.

          Quelle: F.A.Z.

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