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Martin Schulz sagt : „Mit mir wird es keine Erhöhung des Renteneintrittsalters geben“

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Kann er der Kanzlerin noch einmal gefährlich werden? Martin Schulz stellt gerade sein Rentenkonzept vor. Bild: dpa

Der SPD-Kanzlerkandidat stellt sein Rentenkonzept vor. Und grenzt sich von der Union ab. Er hofft auf das Thema angesichts schwächer werdender Umfragen.

          Mit einem neuen Generationenvertrag will SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz den Lebensstandard im Alter sichern. Damit Menschen, die ein Leben lang gearbeitet hätten, nicht im Alter in Armut leben müssten, solle es eine Solidarrente oberhalb der Grundsicherung geben, sagte Schulz in Berlin während der Vorstellung des Rentenkonzepts seiner Partei für die kommende Wahlperiode.

          Ein weiterer Kernpunkt des Konzepts sei, das Absinken des Rentenniveaus zu stoppen. Die SPD werde es auf 48 Prozent eines Durchschnittslohnes stabilisieren und den Beitragssatz auf 22 Prozent deckeln. Und im Gegensatz zur Union werde es mit der SPD keine Anhebung des Rentenalters geben. „Mit mir wird es natürlich keine Erhöhung des Renteneintrittsalters geben“, so Schulz.

          Eine verlässliche Rente ist nach den Worten von Schulz ein „Kernversprechen“ einer solidarischen Gemeinschaft. Die SPD wolle dafür arbeiten, dass sich die Menschen in Deutschland auf stabile Beiträge und Renten verlassen könnten.

          Sozialministerin Andrea Nahles (SPD), die gemeinsam mit Schulz den Plan vorstellte, sagte, um das Absinken des Rentenniveaus zu verhindern, komme man nach den Berechnungen der SPD bis zum Jahr 2028 ohne zusätzliche Steuermittel aus. Danach seien zusätzliche Mittel von knapp 14,5 Milliarden Euro nötig, weil dann die so genannten Babyboomer in Rente gingen. Danach werde das aber nur noch langsam anwachsen. Ohne Korrekturen würde nach derzeitigen Berechnungen der Bundesregierung das Rentenniveau bis zum Jahr 2030 auf 44,7 Prozent sinken.

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