http://www.faz.net/-gqe-8yl20

Martin Schulz sagt : „Mit mir wird es keine Erhöhung des Renteneintrittsalters geben“

  • Aktualisiert am

Kann er der Kanzlerin noch einmal gefährlich werden? Martin Schulz stellt gerade sein Rentenkonzept vor. Bild: dpa

Der SPD-Kanzlerkandidat stellt sein Rentenkonzept vor. Und grenzt sich von der Union ab. Er hofft auf das Thema angesichts schwächer werdender Umfragen.

          Mit einem neuen Generationenvertrag will SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz den Lebensstandard im Alter sichern. Damit Menschen, die ein Leben lang gearbeitet hätten, nicht im Alter in Armut leben müssten, solle es eine Solidarrente oberhalb der Grundsicherung geben, sagte Schulz in Berlin während der Vorstellung des Rentenkonzepts seiner Partei für die kommende Wahlperiode.

          Ein weiterer Kernpunkt des Konzepts sei, das Absinken des Rentenniveaus zu stoppen. Die SPD werde es auf 48 Prozent eines Durchschnittslohnes stabilisieren und den Beitragssatz auf 22 Prozent deckeln. Und im Gegensatz zur Union werde es mit der SPD keine Anhebung des Rentenalters geben. „Mit mir wird es natürlich keine Erhöhung des Renteneintrittsalters geben“, so Schulz.

          Eine verlässliche Rente ist nach den Worten von Schulz ein „Kernversprechen“ einer solidarischen Gemeinschaft. Die SPD wolle dafür arbeiten, dass sich die Menschen in Deutschland auf stabile Beiträge und Renten verlassen könnten.

          Sozialministerin Andrea Nahles (SPD), die gemeinsam mit Schulz den Plan vorstellte, sagte, um das Absinken des Rentenniveaus zu verhindern, komme man nach den Berechnungen der SPD bis zum Jahr 2028 ohne zusätzliche Steuermittel aus. Danach seien zusätzliche Mittel von knapp 14,5 Milliarden Euro nötig, weil dann die so genannten Babyboomer in Rente gingen. Danach werde das aber nur noch langsam anwachsen. Ohne Korrekturen würde nach derzeitigen Berechnungen der Bundesregierung das Rentenniveau bis zum Jahr 2030 auf 44,7 Prozent sinken.

          Quelle: ala./dpa.

          Weitere Themen

          Ohne Bürgerversicherung keine Groko?

          Forderungen der SPD : Ohne Bürgerversicherung keine Groko?

          Die Union wirbt für eine große Koalition – und warnt die SPD vor überzogenen Forderungen. Doch die Sozialdemokraten wollen sich teuer verkaufen, erst recht nach dem Glyphosat-Konflikt. Ein Überblick über die Lieblingsprojekte der SPD.

          „Wir sind radikale Pro-Europäer“ Video-Seite öffnen

          Schulz : „Wir sind radikale Pro-Europäer“

          Martin Schulz hat auf die Aussage des CSU-Politikers Alexander Dobrindt geantwortet, der SPD-Vorsitzende sei ein Europa-Radikaler. Zum Abschluss des SPD-Parteitags in Berlin reagierte Schulz auf Dobrindts Zitat mit einer leichten Umformulierung.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Senats-Nachwahl : Alabama sagt Nein zu Roy Moore – und zu Trump

          Dem Demokraten Doug Jones gelingt im konservativen Alabama die Sensation: Er gewinnt die Senats-Nachwahl gegen den Republikaner Roy Moore – und fügt Donald Trump eine schwere Niederlage zu. Unter dessen bisherigen Fürsprechern regt sich bereits Widerstand.
           Nur nicht durch die Decke gehen: Die Wintersport-Experten des ZDF für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang.

          ARD und ZDF haben Geld : Steigt der Rundfunkbeitrag doch nicht?

          Die Finanzkommission Kef hat die Finanzen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Jahre 2017 bis 2020 unter die Lupe genommen. Sie kommt zu dem Schluss: Da lässt sich einiges sparen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.