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Was eine Paartherapeutin rät Vier Fälle - vier Lösungen

07.06.2008 ·  Wieviele Konten sind gut für die Beziehung? Welche klaren Regelungen sollte man treffen? Und was ist, wenn bloß einer arbeitet? Wir haben die Diplom-Psychologin Irene Schäfer aus Düsseldorf um Rat gefragt.

Von Dyrk Scherff
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Wieviele Konten sind gut für die Beziehung? Welche klaren Regelungen sollte man treffen? Und was ist, wenn bloß einer arbeitet? Wir haben die Diplom-Psychologin Irene Schäfer aus Düsseldorf um Rat gefragt.

Fall 1: Sie kauft spontan für 300 Euro eine Handtasche, er ist entsetzt.

Lösung: Bei getrennten Konten zahlt jeder von seinem Konto. Bei einem Gemeinschaftskonto vereinbaren die Partner eine Grenze, über der beide sich erst einmal besprechen, bevor geshoppt wird.

Fall 2: Er regelt die Finanzen, sie erfährt nichts von den Schulden, die ihr Mann anhäuft.

Lösung: Eine Arbeitsteilung kann sinnvoll sein, aber trotzdem sollte jeder Partner über größere Entscheidungen einbezogen werden. Zwei machen weniger falsch als einer.

Fall 3: Er ernährt die Familie allein, sie betreut das Kind und geht gerne üppig für sich einkaufen. Am Ende des Monats ist das Konto leer.

Lösung: Wenn ein Partner zu viel ausgibt, kann der andere mit ihm ein "Taschengeld" vereinbaren, das für seine Bedürfnisse zur Verfügung steht. Für Kind und Gemeinschaftsausgaben gibt es ein separates Budget. Das geht natürlich nur, wenn beide mit der Regelung einverstanden sind.

Fall 4: Sie finanziert sein Studium, weil sie schon arbeitet. Kurz nach dem Diplom trennt sich das unverheiratete Paar. Er zahlt nichts zurück.

Lösung: Das passiert häufiger als gedacht. Auch wenn man sich liebt, sollte man sich gut überlegen, ob man sich darauf einlässt. Zur Not muss auch in einer Beziehung eine Art Kreditvertrag geschlossen werden.

Die Ratschläge stammen von Diplom-Psychologin Irene Schäfer aus Düsseldorf

Quelle: F.A.S.
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Jahrgang 1971, Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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