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Was den Markt bewegt Dax 8000

 ·  Der Dax steigt und steigt, das Rekordhoch ist nicht mehr weit. So schnell wie bisher kann der Anstieg zwar nicht weitergehen - aber: auskömmliche Renditen liefern gerade nur Aktien.

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Fällt sie oder fällt sie nicht? Die magische Marke von 8000 Punkten beschäftigt derzeit die Börsianer in Deutschland. Der Dax ist nämlich fulminant ins neue Jahr gestartet: In der kurzen Handelswoche nach Silvester legte er um mehr als zwei Prozent zu. Damit knüpft das deutsche Aktienbarometer nahtlos an die beeindruckende Wertentwicklung des Jahres 2012 an - mit einem Zuwachs von fast dreißig Prozent hatte der Dax da die meisten Börsen der Welt hinter sich gelassen. Selbst das Rekordhoch von 8151 Punkten aus dem Jahr 2007 ist nun nicht mehr in weiter Ferne.

Aber kann die Rallye mit solcher Wucht weitergehen? Sicher nicht. Ein Zugewinn wie im vergangenen Jahr ist eine absolute Ausnahme. Und in den kommenden Wochen könnte vor allem die Entwicklung in Amerika die Euphorie bremsen.

Auch wenn die Last-Minute-Einigung im Washingtoner Haushaltsstreit den Börsen noch einen Schub verlieh - die Auseinandersetzung zwischen Republikanern und Demokraten ist noch längst nicht beigelegt. Schließlich müssen sie sich bis Ende Februar auf eine Anhebung der Schuldengrenze einigen, was mit schmerzhaften Ausgabenkürzungen verbunden sein könnte. Neue Unruhen an den Märkten sind darum zu erwarten. Da viele Dax-Konzerne einen gewichtigen Anteil ihrer Umsätze in Amerika erzielen, sind das keine guten Nachrichten. Auch Sorgen um die Konjunktur könnten die Stimmung an den Märkten verschlechtern.

Doch all dies ändert eines nicht: Die Notenbanken dieser Welt werden die Zinsen langfristig weiter auf sehr niedrigem Niveau halten. In einem solchen Umfeld lassen sich auskömmliche Renditen nicht mehr mit Anleihen, sondern nur mit Aktien erzielen - vor allem mit Papieren starker deutscher Unternehmen. Darum ist am Ende die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die magische Grenze von 8000 Punkten bald fallen wird.

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Jahrgang 1979. Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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