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Warnung der Weltbank : Klimawandel könnte 100 Millionen Menschen in die Armut stürzen

  • Aktualisiert am

In Burkina Faso beobachten Dorfbewohner, wie sich die Wüste Sahara immer weiter ausbreitet. Bild: AFP

Die Erderwärmung bringt massive wirtschaftliche Probleme mit sich: Ernteausfälle, höhere Lebensmittelpreise und ein Anstieg der extremen Armut. Eine Studie zeigt, welche Länder am stärksten betroffen sind.

          Der Klimawandel könnte nach einer Studie der Weltbank in den nächsten 15 Jahren zusätzliche 100 Millionen Menschen in Armut bringen. Am härtesten betroffen wären die ohnehin schon ärmsten Regionen in der Welt – das Afrika südlich der Sahara und Südasien, heißt es in dem am Sonntag veröffentlichten Report. Die Warnung kam wenige Wochen vor der internationalen Klimakonferenz in Paris, bei der es auch um Hilfen für ärmere Länder beim Umgang mit den Folgen des Treibhauseffekts gehen wird.

          Der Studie zufolge könnten Ernteverluste durch den Klimawandel bis 2030 in Teilen Afrikas zu deutlich höheren Lebensmittelpreisen führen, mit drastischen Auswirkungen auf arme Haushalte. Unterernährung könne eine erhebliche Zunahme von Entwicklungsstörungen nach sich ziehen. Allein in Indien könnten nach den Berechnungen durch den Klimawandel, Erschütterungen der Agrarwirtschaft und eine schnellere Ausbreitung von Krankheiten 45 Millionen Menschen in extreme Armut geraten, also weniger als 1,90 Dollar (1,76 Euro) am Tag zur Verfügung haben.

          Ausbreitung von Malaria

          Auf globaler Ebene drohe bei einer Erwärmung um zwei bis drei Grad Celsius ein Anstieg des Risikos von Malaria-Erkrankungen: Zusätzliche 150 Millionen Menschen könnten betroffen sein.

          Um zu verhindern, dass dieses Szenario Wirklichkeit wird, raten die Autoren der Studie zu einer engeren Verzahnung von Klimaerwägungen mit Entwicklungsarbeiten. So müssten etwa Programme zur Verringerung der Armut verstärkt und mit Infrastrukturmaßnahmen zur Abfederung der Folgen des Klimawandels gekoppelt werden. Dazu gehörten etwa Deiche und Entwässerungssysteme, um besser mit Überflutungen fertig werden zu können.

          Quelle: dpa/AFP

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