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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Währungspolitik EZB belässt Leitzins auf Tiefstand

 ·  Der Leitzins im Euro-Raum bleibt vorerst bei 1,0 Prozent. EZB-Präsident Draghi stellt sich auf eine länger anhaltende Inflation ein - und will vorerst nicht aus den Krisenmaßnahmen aussteigen.

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Horst Müller

Draghi stellt sich bloß. Wie töricht ist das denn?

Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist aus seinem Munde eine Bemerkung, die ihn bloßstellt. Quaselei über Themen, die gar nicht in seinen Aufgabenbereich fallen. Der Mann und diese UZB ("unabhängige zentrale Bargeldversorgungsstelle") gehören in Talkshows aber nicht in die Realwirtschaft. Die Gemeinschaftsorgane der EU werden peinlich.

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Franz Munte

Danke Frau Merkel für ihre Protektion des Weich-Ei Draghi

das war das Ziel von Merkel: Axel Weber als Favorit gezielt die Unterstützung versorgen, damit ein Südländer den Geldhahn öffnet. Merkel ist der Inflationsverursacher, der Täter. Draghi ihr Helfer.

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Edda Kuhlmann

Wie lange koennen die Zinsen noch kuenstlich niedrig gehalten werden?

Und waehrend die EZB weiterhin die Zinsen kuenstlich niedrig haelt, musste Spanien heute feststellen, dass kaum jemand bereit ist, spanische Anleihen zu kaufen- jedenfalls nicht zu den derzeitigen Renditen. Selbst spanische Banken, die noch im Januar/Februar ihre EZB Kredite genutzt haben, spanische Bonds aufzusaugen, hielten sich zurueck. Auf Dauer koennen kuenstlich niedrige Zinsen nur gehalten werden, indem entweder der ESM noch wesentlich weiter ausgeweitet wird, oder die EZB weiter langjaehrige Tender in Milliardenhoehe vergibt. Beides bedeutet Inflation, die selbst dem Michel gegenueber nicht mehr mit steigenden Rohstoffpreisen erklaert werden kann.

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Holger Baade

Ob Ein-Prozent-Leitzins oder der nahe Null liegende US-Leitzins,

diese Peanuts der globalen Notenbank-Politik namens Bernanke, Trichet oder nun Draghi retten selbst mit Negativ-Zinsen das abwrackbereite System nicht mehr.

Und allen gegensätzlichen Äußerungen zum Trotz: Geldschwemme-Draghi hofft inständig auf Inflation, die, wenn sie denn tatsächlich eintreten sollte, genau die Länder und deren Bürger mit aller Härte treffen würde, die den Euro-Saftladen noch am Laufen halten.

Mit seiner Baazuka-Politik schießt dieser begnadete Goldman-Sachse unter dem Beifall von Merkel und Schäuble gerade den Euro in den Orkus, wo er in einem der berüchtigten Schwarzen Löcher samt Gr, It, ES, Por, Ir, Fr für immer verschwinden wird.

Und wir singen dann in leichter Abwandlung der Merkel noch bestens bekannten Hymne: "Auferstehen aus Ruinen..."

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 04.04.2012 17:56 Uhr

EZB-Präsident Draghi stellt sich auf eine länger anhaltende Inflation ein...

Diese Inflation ist in deutschen Lebensmittelmärkten mittlerweile voll zu spüren: Artikel werden von der Verpackung her neu "gestylt", der Inhalt reduziert und der Preis erhöht, so ergeben sich ständig mehr Artikel mit Preiserhöhungen von 20% und mehr. Die offizielle Inflationsrate von 2,6% ist nichts weiter als ein fundamentloser Propagandawert, um die Bevölkerung einzulullen. Im Supermarkt geht die Preisspirale genauso nach oben wie an der Tankstelle, jeder Rentner bekommt dies beim täglichen Einkauf zu spüren.

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Hans Eberhard Müller

Die brennbare Brandmauer aus Papier > ESM

Das wir mit rund 50% Abwertung der DM, gegen den Volkswillen, den Euro bekommen haben bescheert uns zusätzlich einen unbezahlbaren Schuldenberg, u. das wir für unser Geld nicht einmal die Inflation durch Zinsen bekämpfen koönnen, ist das Ergebnis des skandalösen ESM, der den Pleiteländern den direkten Zugriff in unsere Staatskasse ermöglicht.
Einspruch oder Austritt ist vertraglich ausgechlossen. Monti, der Bankfachmann u. Präsident hat richtig Merkel u. Sarkozy als Erfinder der Eurokrise bezeichnet.

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Christoph Rohde

Kein Preissignal mehr für Ressourcenallokation

Das Signal ist nicht nur wegen der Inflationsgefahr fatal, sondern auch wegen der Fehlallokation von Ressourcen. Wenn Geld knapp ist, muss der Anleger Risiken wägen. Im Moment kann er risikolos spekulieren, eine üble Sache.

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Jahrgang 1979, Redakteur in der Wirtschaft.

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