04.04.2012 · Der Leitzins im Euro-Raum bleibt vorerst bei 1,0 Prozent. EZB-Präsident Draghi stellt sich auf eine länger anhaltende Inflation ein - und will vorerst nicht aus den Krisenmaßnahmen aussteigen.
Von Philip PlickertRichtlinien für Lesermeinungen
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Draghi stellt sich bloß. Wie töricht ist das denn?
Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist aus seinem Munde eine Bemerkung, die ihn bloßstellt. Quaselei über Themen, die gar nicht in seinen Aufgabenbereich fallen. Der Mann und diese UZB ("unabhängige zentrale Bargeldversorgungsstelle") gehören in Talkshows aber nicht in die Realwirtschaft. Die Gemeinschaftsorgane der EU werden peinlich.
Danke Frau Merkel für ihre Protektion des Weich-Ei Draghi
das war das Ziel von Merkel: Axel Weber als Favorit gezielt die Unterstützung versorgen, damit ein Südländer den Geldhahn öffnet. Merkel ist der Inflationsverursacher, der Täter. Draghi ihr Helfer.
Wie lange koennen die Zinsen noch kuenstlich niedrig gehalten werden?
Und waehrend die EZB weiterhin die Zinsen kuenstlich niedrig haelt, musste Spanien heute feststellen, dass kaum jemand bereit ist, spanische Anleihen zu kaufen- jedenfalls nicht zu den derzeitigen Renditen. Selbst spanische Banken, die noch im Januar/Februar ihre EZB Kredite genutzt haben, spanische Bonds aufzusaugen, hielten sich zurueck. Auf Dauer koennen kuenstlich niedrige Zinsen nur gehalten werden, indem entweder der ESM noch wesentlich weiter ausgeweitet wird, oder die EZB weiter langjaehrige Tender in Milliardenhoehe vergibt. Beides bedeutet Inflation, die selbst dem Michel gegenueber nicht mehr mit steigenden Rohstoffpreisen erklaert werden kann.
Ob Ein-Prozent-Leitzins oder der nahe Null liegende US-Leitzins,
diese Peanuts der globalen Notenbank-Politik namens Bernanke, Trichet
oder nun Draghi retten selbst mit Negativ-Zinsen das abwrackbereite
System nicht mehr.
Und allen gegensätzlichen Äußerungen zum Trotz:
Geldschwemme-Draghi hofft inständig auf Inflation, die, wenn sie
denn tatsächlich eintreten sollte, genau die Länder und deren
Bürger mit aller Härte treffen würde, die den
Euro-Saftladen noch am Laufen halten.
Mit seiner Baazuka-Politik schießt dieser begnadete Goldman-Sachse
unter dem Beifall von Merkel und Schäuble gerade den Euro in den
Orkus, wo er in einem der berüchtigten Schwarzen Löcher samt
Gr, It, ES, Por, Ir, Fr für immer verschwinden wird.
Und wir singen dann in leichter Abwandlung der Merkel noch bestens
bekannten Hymne: "Auferstehen aus Ruinen..."
EZB-Präsident Draghi stellt sich auf eine länger anhaltende Inflation ein...
Diese Inflation ist in deutschen Lebensmittelmärkten mittlerweile voll zu spüren: Artikel werden von der Verpackung her neu "gestylt", der Inhalt reduziert und der Preis erhöht, so ergeben sich ständig mehr Artikel mit Preiserhöhungen von 20% und mehr. Die offizielle Inflationsrate von 2,6% ist nichts weiter als ein fundamentloser Propagandawert, um die Bevölkerung einzulullen. Im Supermarkt geht die Preisspirale genauso nach oben wie an der Tankstelle, jeder Rentner bekommt dies beim täglichen Einkauf zu spüren.
Die brennbare Brandmauer aus Papier > ESM
Das wir mit rund 50% Abwertung der DM, gegen den Volkswillen, den Euro
bekommen haben bescheert uns zusätzlich einen unbezahlbaren
Schuldenberg, u. das wir für unser Geld nicht einmal die Inflation
durch Zinsen bekämpfen koönnen, ist das Ergebnis des
skandalösen ESM, der den Pleiteländern den direkten Zugriff in
unsere Staatskasse ermöglicht.
Einspruch oder Austritt ist vertraglich ausgechlossen. Monti, der
Bankfachmann u. Präsident hat richtig Merkel u. Sarkozy als
Erfinder der Eurokrise bezeichnet.
Kein Preissignal mehr für Ressourcenallokation
Das Signal ist nicht nur wegen der Inflationsgefahr fatal, sondern auch wegen der Fehlallokation von Ressourcen. Wenn Geld knapp ist, muss der Anleger Risiken wägen. Im Moment kann er risikolos spekulieren, eine üble Sache.
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