24.03.2009 · Über den Dollar als Leitwährung für die Welt wird nicht länger nur in Washington entschieden. Als größter Dollar-Gläubiger redet die Volksrepublik mit. Die Chinesen haben mehr Währungsreserven angehäuft, als Bargeld in den Vereinigten Staaten umläuft.
Von Holger SteltznerÜber den Dollar als Leitwährung für die Welt wird nicht länger nur in Washington entschieden. Als größter Dollar-Gläubiger redet die Volksrepublik mit. Die Chinesen haben mehr Währungsreserven angehäuft, als Bargeld in den Vereinigten Staaten umläuft.
Das ist eine Folge des Konsumrauschs der amerikanischen Verbraucher - ohne den es den chinesischen Wirtschaftsaufschwung freilich nicht gegeben hätte. Die Reserven Chinas spiegeln die amerikanischen Schulden. Beide Länder befinden sich in einer gegenseitigen Abhängigkeit.
Unverblümt hat nun die Bank of China aber darauf hingewiesen, dass die amerikanische Politik, deren Währung zur Leitwährung der Welt geworden ist, in einem Dilemma steckt, weil sie nicht nationale und globale Ziele zugleich verfolgen kann. Erst einmal wollen die Chinesen zwar weiter amerikanische Staatsanleihen kaufen. Langfristig aber fordern sie ein neues, supranationales Weltwährungssystem.
Sechzig Jahre lang haben die Amerikaner von der einmaligen Rolle des Dollar profitiert. Die Krise deckt auf, wie sehr sie über ihre Verhältnisse gelebt haben. Dadurch haben die Amerikaner selbst den Abschied vom Dollar als Leitwährung eingeleitet.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |