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Währungsabkommen China und Japan rücken zusammen

Die Internationalisierung des Renminbi schreitet voran: China und Japan haben verabredet, statt des Dollar künftig vermehrt die Währungen beider Länder zu nutzen. Für Peking ist das einer der größten Imageerfolge der vergangenen Jahre.

© Reuters Der Renminbi ist nicht frei handelbar, in China herrschen strikte Kapitalverkehrskontrollen.

Nach einem Währungsabkommen mit Japan sieht sich China einen wichtigen Schritt weiter auf dem Weg zur Internationalisierung des Renminbi (Yuan). Die Verabredung, statt des Dollar künftig vermehrt die Währungen beider Länder zu nutzen, sei für Peking einer der größten Imageerfolge der vergangenen Jahre, urteilten Fachleute. „Angesichts des riesigen Handelsvolumens zwischen den beiden wichtigsten Volkswirtschaften Asiens ist die neue Vereinbarung viel bedeutsamer als jede andere, die China mit weiteren Ländern geschlossen hat“, sagte Ren Xianfang von IHS Global Insight in Peking der Agentur Bloomberg. Kein anderer Handelspartner habe für die Japaner ein ähnliches Gewicht wie die Volksrepublik.

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Der Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen beiden Ländern hat sich seit zehn Jahren auf 26,5 Billionen Yen (rund 260 Milliarden Euro) fast verdreifacht. Am Sonntag hatten die Regierungschefs Yoshihiko Noda und Wen Jiabao in Peking verabredet, grenzüberschreitende Geschäfte verstärkt in Yen oder Renminbi abzuwickeln. Bisher finden die Transaktionen vor allem in Dollar statt. In einer Erklärung hieß es überdies, die japanische Regierung erwäge den Kauf chinesischer Staatsanleihen. Tokio hat seine Anlagen vor allem in Dollar investiert und sucht eine Alternative; Peking geht es ebenso.

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Wie die chinesische Zentralbank mitteilte, umfasst das Abkommen auch die Ausgabe von Unternehmensschuldtiteln in Yuan. Demnach sollen japanische Unternehmen an Orten außerhalb Chinas Anleihen in Yuan aufnehmen dürfen. Gleichzeitig werde es der Japanischen Bank für Internationale Zusammenarbeit in einem Pilotprojekt gestattet, in China Yuan-Schulden aufzunehmen. Zudem soll es Japanern erlaubt werden, Yuan für Direktinvestitionen in China zu nutzen. Nach der Ankündigung der vielfältigen neuen Optionen für den Einsatz des Renminbi stieg der Wechselkurs der chinesischen Landeswährung zwischenzeitlich auf ein Allzeithoch zum Dollar.

International noch völlig unbedeutend

Freilich wird der Kurs nicht frei am Markt bestimmt, sondern schwankt in einem engen Band um einen Referenzkurs herum, den die Zentralbank festsetzt. Der Renminbi ist nicht frei handelbar, in China herrschen strikte Kapitalverkehrskontrollen. International ist die Währung noch völlig unbedeutend: Nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) war sie im vergangenen Jahr nur an 0,9 aller Devisenmarkttransaktionen beteiligt. Der Dollar brachte es auf 85.

Japan und China verabredeten in Peking zudem, früh im neuen Jahr Verhandlungen über eine Freihandelszone aufzunehmen, die auch Südkorea umfassen soll. Peking fürchtet um Einfluss in der Region, seit Amerika sich immer mehr für den Pazifikraum interessiert. Japan fällt eine Schlüsselrolle zu, da Tokio sich auch interessiert gezeigt hat, Washingtons Transpazifischer Partnerschaft beizutreten.

Quelle: F.A.Z.

 
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