Home
http://www.faz.net/-gqe-43ns
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Währung Der Euro - Lob und Bedenken

Ein Jahr nach Einführung des Euro-Bargelds in zwölf EU-Ländern hat die europäische Gemeinschaftswährung ihren Aufwärtstrend fortgesetzt.

© Vergrößern Hoher Euro-Kurs stößt nicht auf ungeteilte Freude

Ein Jahr nach Einführung des Euro-Bargelds in zwölf EU-Ländern hat die europäische Gemeinschaftswährung ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Zeitweise notierte der Euro zu Silvester knapp über der Marke von 1,05 Dollar. Unterdessen lobte Bundesfinanzminister Hans Eichel den Euro als Stabilitätsfaktor, während sich die Wirtschaft über den wachsenden Wert des Euro besorgt äußerte.

„Der Euro war 2002 stabiler als die D-Mark in fast allen Jahren ihrer Existenz“, erklärte Eichel, räumte aber ein, dass es Ausreißer gegeben habe. Der Bundesverband „Die Verbraucher Initiative“ zog eine „insgesamt positive Bilanz“. Ein Problem blieben aber „die tatsächlichen beziehungsweise unterstellten Preiserhöhungen“, die „ein Grund für die derzeitige Konsumzurückhaltung der Verbraucher sind“, erklärte der Bundesgeschäftsführer Georg Abel.

Mehr zum Thema

Euro-Kurs drückt auf Ergebnisse

Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, sagte der „Berliner Zeitung“ (Dienstag), der hohe Euro- Kurs sei in der aktuellen Konjunkturlage nachteilig und mache das ohnehin nicht leichte Geschäft in den Dollar-Raum noch schwieriger. „Langsam erreichen wir beim Wechselkurs die Schmerzgrenze“, sagte er. Da die Preise kaum erhöht werden könnten, reduziere der hohe Euro die Margen der Firmen immer mehr. Auch der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Michael Rogowski, sieht für die deutschen Firmen negative Folgen einer anhaltenden Dollar-Schwäche. Sie würde zwar nicht den Export nennenswert dämpfen, aber deutlich auf die Ergebnisse der Firmen drücken.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs des Euro am letzten Tag des alten Jahres mit 1,0487 (Dienstag: 1,0422) Dollar festgesetzt. Er lag damit um knapp 16 US-Cent höher als zwölf Monate zuvor. Vor einem Jahr, am Vorabend der Euro-Bargeldeinführung, hatte der Euro-Referenzkurs 0,8921 Dollar betragen. Im New Yorker Handel war der Euro Silvester zeitweise auf 1,053 Dollar gestiegen.

Quelle: dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Überflüssig oder nützlich? Ökonom Rogoff will Bargeld abschaffen

Bargeld? Das braucht doch kein Mensch! Das meint zumindest der amerikanische Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff. Zentralbanken könnten leichter negative Zinsen durchsetzen, Steuerflüchtige und andere Kriminelle hätten es schwerer. Mehr Von Philip Plickert

19.11.2014, 15:34 Uhr | Finanzen
Marktbericht RWE-Aktien gehen mit Verlusten ins Wochenende

Der Energieversorger RWE hatte es in dieser Woche schwer. Auch am Freitag sind die RWE-Aktien wieder mit einem Minus aus dem Handel gegangen. Derweil verabschiedete sich der deutsche Aktienmarkt unverändert ins Wochenende. Mehr

14.11.2014, 17:42 Uhr | Finanzen
Rede auf Bankenkongress Draghi macht Tür zu Staatsanleihe-Käufen weit auf

EZB-Präsident Mario Draghi will die Konjunktur in der Euro-Zone beleben. Dazu werde er die schwache Inflation wenn nötig mit allen Mitteln anheizen. Nach Draghis Rede jubelt die Börse, der Euro schwächelt. Mehr

21.11.2014, 13:45 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.01.2003, 16:00 Uhr

Kartell in Not

Von Christian Geinitz

Die Opec-Länder haben entschieden, ihre Ölförderung trotz des Preisverfalls nicht zu drosseln. Das ist gut für uns Verbraucher. Die Macht des Kartells schwindet. Mehr 2 3


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Wo Gemeinden die meisten Steuern einnehmen

Die Städte und Gemeinden in Ostdeutschland haben zwar weniger Schulden als die im Westen, doch ihre Steuerkraft ist noch immer deutlich niedriger. Unsere Grafik zeigt, wo Kommunen viele Steuern einnehmen. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden