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VW/Porsche Lautsprecher Wulff

16.07.2009 ·  Man hat in diesen Tagen das Gefühl, dass Christian Wulff derjenige ist, der weiß, was wann zur Zukunft von Porsche entschieden wird. Und derjenige, der ankündigen darf, wie viele Stunden Porsche-Chef Wendelin Wiedeking noch im Amt verbleiben. Wulff mag mitunter recht haben. Doch öffentlich sollte er besser schweigen.

Von Carsten Knop
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Der niedersächsische Ministerpräsident hat im Aufsichtsrat von Porsche keine Stimme. Das Land Niedersachsen ist an Porsche nicht beteiligt. Der Sitz von Porsche ist in Stuttgart. Und doch hat man in diesen Tagen das Gefühl, dass Christian Wulff derjenige ist, der weiß, was wann zur Zukunft von Porsche entschieden wird, der ankündigen darf, wie viele Stunden dem Porsche-Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking noch im Amt verbleiben.

Wulff nimmt sich die Freiheit, Wiedeking mit seinem Einfluss auf arabische Geldgeber zu drohen, um den Gang der Gespräche über einen Einstieg von Qatar bei Porsche und/oder VW zu beeinflussen. Nun mag Wulff mit seiner These recht haben, dass Wiedeking bei Porsche sehr bald Vergangenheit ist. Denn der einstige Erfolgsmanager hat sich finanziell und menschlich verzockt.

Doch sollte Wulff öffentlich besser schweigen. Sein Einfluss beruht auf einem ordnungspolitischen Sündenfall, dem VW-Gesetz, das Niedersachsen Einfluss bei VW garantiert. Auch auf dessen Abschaffung hatte Wiedeking spekuliert - und verloren. Für die Attacke auf das Allerheiligste rächt Wulff sich nun. Doch in diesem Punkt hätte man Wiedeking Erfolg gewünscht.

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

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