http://www.faz.net/-gqe-8b4w1
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 09.12.2015, 10:43 Uhr

Viel weniger Autos betroffen CO2-Manipulation bei VW löst sich in Luft auf

Entlastung für Volkswagen: Die Falschangaben von CO2-Werten werden keine Auswirkungen auf die Kunden haben, hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung erfahren. Der Aktienkurs steigt schnell.

von
© AP Volkswagen kann eine Baustelle im Abgasskandal schließen.

Die von Volkswagen entdeckten Falschangaben von CO2-Werten werden aller Voraussicht nach keine Auswirkungen auf die Kunden haben. Es wird auch nicht zu Nachzahlungen von Kraftfahrzeugsteuern kommen. Das ist nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Ergebnis der gemeinsamen Überprüfungen von Kraftfahrtbundesamt, Bundesverkehrsministerium und Volkswagen.

Holger  Appel Folgen:

Der Konzern hatte selbst am 3. November mitgeteilt, bei Tests sei aufgefallen, dass in der Zulassung von Autos des Konzerns falsche, also zu niedrige CO2-Angaben gemacht worden seien. Im Verdacht standen rund 800.000 Fahrzeuge. Tatsächlich sind nach abermaliger Prüfung weniger als 40.000 Autos betroffen. Zudem müssen nur wenige und ab jetzt produzierte Neuwagen mit neuen Werten freigegeben werden.

Mehr zum Thema

Rückwirkend wird sich offenbar nichts ändern, die Kunden müssen keine Änderung der Fahrzeugpapiere hinnehmen, die Fahrzeuge können ganz normal weiterfahren. Hintergrund ist dem Vernehmen nach, dass die Abweichungen minimal sind, bei manchen Fahrzeugen nur 0,1 Gramm, in schlechteren Fällen bis zu 4 Gramm CO2 je Kilometer. Diese Werte liegen innerhalb von zulässigen Toleranzen.

An der Börse stieg der Volkswagen-Aktienkurs (Vorzüge) um über 6 Prozent infolge der Nachricht, nachdem er zuvor im Minus gelegen hatte. Der deutsche Standardwerteindex Dax insgesamt tendierte etwas schwächer als am Vortag.

Volkswagen hat für den morgigen Donnerstag eine Pressekonferenz einberufen, dort werden diese neuen Erkenntnisse sicherlich Thema sein. Der Konzern hatte den möglichen Schaden Anfang November auf bis zu 2 Milliarden Euro taxiert, diese Summe wird nun offenbar viel geringer ausfallen.

Unterdessen gibt es auch eine neue Wendung im zweiten Skandal-Fall des Volkswagen-Konzerns, in dem es um manipulierte Emissionstests von Dieselautos geht: In den Vereinigten Staaten muss sich Volkswagen mit Hunderten von Klägern auseinandersetzen, deren Fälle nun in San Francisco zusammengeführt werden.

© AFP, Deutsche Welle Warum der VW-Skandal in Amerika begann

Quelle: FAZ.NET

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Nachbesserung darf dauern Keine Rückgabe von Diesel-Autos mit Schummelsoftware

Ein Autohaus, das einen Audi mit Abgas-Schummel-Software verkauft hat, muss den Kaufpreis nicht erstatten. Das hat das Düsseldorfer Landgericht am Dienstag entschieden. Mehr

23.08.2016, 14:11 Uhr | Finanzen
Abgas-Skandal Bayern verklagt VW als erstes Bundesland

Während amerikanische Kunden des Volkswagen-Konzerns wegen des Dieselskandals wohl bald großzügig entschädigt werden, sollen deutsche und europäische VW-Kunden leer ausgehen. Mehr

03.08.2016, 19:30 Uhr | Wirtschaft
Neue Mobilität Volkswagen plant die Zukunft

Erst der Abgasskandal, dann der Ärger mit einem Zulieferer. Für Volkswagen läuft es alles andere als rund. Ambitionierte Zukunftspläne hat der Konzern trotzdem - gerade in Sachen autonomes Fahren. Mehr

27.08.2016, 10:26 Uhr | Wirtschaft
Gefälschte Unterlagen Südkorea zieht Zulassung von 32 VW-Modellen zurück

Südkorea hat die Zulassung von 32 Modellen des Volkswagen-Konzerns aufgehoben. Als Begründung wurden gefälschte Unterlagen zu Emissionen und Lärmbelastung genannt. Der Verkauf der Autos wurde ausgesetzt. Das Umweltministerium erhob eine Geldbuße von umgerechnet 14,3 Millionen Euro. Mehr

02.08.2016, 13:43 Uhr | Wirtschaft
Folgen des Abgas-Skandals Volkswagen droht Strafverfahren in Amerika

Der Abgas-Skandal könnte für Volkswagen noch teurer werden. Nach den Entschädigungszahlungen drohen nun hohe Geldstrafen. Das Justizministerium soll Belege für kriminelles Verhalten gefunden haben. Offenbar gab es schon erste Gespräche. Mehr

16.08.2016, 07:38 Uhr | Wirtschaft
Die VW-Aktien
Name Kurs %
VOLKSWAGEN VZ -- --
VOLKSWAGEN -- --

Nach dem Golde drängt alles

Von Christian Siedenbiedel

Schon in Goethes „Faust“ heißt es: „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles“. Was aber rückt das Gold heute wieder so in den Mittelpunkt des Interesses der Anleger? Der Brexit? Sorgen um die Weltwirtschaft? Etwas ganz anderes? Mehr 0

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“