07.12.2007 · Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will eine Weltbank-Entscheidung gegen Entschädigungen für ein gescheitertes Flughafenprojekt in Manila annullieren lassen. Es geht um Schandenersatz in Höhe von 400 Millionen Euro.
Der Flughafenbetreiber Fraport will eine Weltbank-Entscheidung gegen Entschädigungen für ein gescheitertes Flughafenprojekt in Manila annullieren lassen. Das Unternehmen habe beantragt, den für Fraport negativen Schiedsspruch vom August aufheben zu lassen, teilte der Flughafenbetreiber am Freitag mit. Eine Analyse habe Rechte der Fraport AG verletzten. Im Falle einer Annullierung müsse Fraport entscheiden, ob erneut Entschädigungen von den Philippinen eingeklagt werden sollen.
Im August abgeblitzt
Der Flughafenbetreiber war im August mit der ersten Klage beim Schiedsgericht der Weltbank abgeblitzt, weil dieses sich für nicht zuständig erklärt hatte. Fraport fordert für das vor fünf Jahren durch eine Intervention der Regierung gestoppte Ausbauprojekt am Flughafen Manila Schadenersatz in Höhe von mehr als 400 Millionen Dollar. Die Verluste sind bereits 2001 und 2002 in der Fraport-Bilanz abgeschrieben worden.
In dem Streitfall geht es um die Fraport-Beteiligung Piatco. Diese hatte das Flughafenterminal in Manila errichtet, um die Anlage danach zu betreiben. Die Regierung beschlagnahmte die Gebäude jedoch nach Fertigstellung, enteignete die Terminalgesellschaft und verweigerte die Betriebserlaubnis. Piatco klagte daraufhin gegen den philippinischen Staat auf eine angemessene Entschädigung.
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