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Vorstandsgehälter In der Chefetage macht das Gehalt Sprünge

20.09.2005 ·  Die Vorstände der 30 größten deutschen Unternehmen haben im vergangenen Jahr acht Prozent mehr Gehalt bekommen. Das größte Plus gab es bei Adidas. Einbußen mußten die Vorstände der Deutschen Bank hinnehmen und blieben doch die Spitzenverdiener.

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Die Vorstände der 30 größten deutschen Unternehmen haben im vergangenen Jahr acht Prozent mehr Gehalt bekommen als im Vorjahr. Der Durchschnittsverdienst eines Dax-Vorstands sei auf 1,6 Millionen Euro von 1,5 Millionen Euro im Vorjahr gestiegen, teilte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) am Dienstag in Frankfurt mit.

Die größten Gehaltssprünge nach oben verzeichnete die Chefetage von Adidas mit einem Plus von 89 Prozent (inklusive eines in die Barvergütung eingerechneten Aktienoptionsplans) und Thysssen-Krupp mit einem Zuwachs von 60 Prozent.

Größtes Minus bei den Spitzenverdienern der Deutschen Bank

Das größte Minus mußten mit einem Abschlag von 25 Prozent die Vorstände von Eon hinnehmen, gefolgt von der Deutschen Bank, die ihren Vorständen durchschnittlich 18 Prozent weniger zahlte als im Vorjahr. Die Chefetage von Deutschlands größter Bank bleibt dennoch mit einem Durchschnittsgehalt von 3,035 Millionen Euro pro Vorstand mit Abstand Spitzenverdiener im Dax. Schlußlicht auf der Gehaltsskala blieb 2004 trotz einer Einkommenssteigerung um über 30 Prozent die Lufthansa mit einem durchschnittlichen Vorstandsgehalt von 0,85 Millionen Euro.

Nach Angaben der DSW haben im vergangenen Jahr mehr als doppelt so viele Gesellschaften wie 2003, nämlich 18, ihre Vorstandsvergütungen individuell offen gelegt. Neun Unternehmen blieben beim Ausweis der Gesamtsumme, die HVB, MAN und TUI weisen lediglich das Gehalt ihres Vorstandsvorsitzenden individuell aus.

Von den seit August geltenden neuen gesetzlichen Regelungen (Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz) erwartet sich die DSW eine weitere Steigerung der Transparenz. Allerdings müßten die Anleger noch bis zum Jahr 2007 warten, bis alle Unternehmen gesetzlich zur kompletten Veröffentlichung gezwungen seien.

Kritik übte DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker an der im Gesetz enthaltenen Klausel, nach der Unternehmen die Vorstandsvergütung nicht offenlegen müssen, wenn 75 Prozent des auf der Hauptversammlung vertretenen Kapitals dem zustimmen. „Sie (die 75 Prozent-Regel) wird gerade bei Unternehmen mit Großaktionären zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft führen. Auf der einen Seite die Großen, die aufgrund ihrer Position die Gehälter der Vorstände sowieso kennen eine gesonderte Veröffentlichung deshalb gar nicht benötigen, und auf der anderen Seite die Privataktionäre, denen der Einblick verweigert wird“, sagte Hocker.

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