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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Vor der Wahl in Griechenland Warnungen vor Euro-Zusammenbruch

 ·  Nach der Hilfe für Spanien blicken die Ökonomen wieder nach Griechenland. Dort wird am Sonntag gewählt. Ein Euro-Austritt Griechenlands könne auch Deutschlands Bonität unter Druck setzen, warnt die Ratingagentur Fitch. Gewohnt düster sieht auch der amerikanische Ökonom Roubini die Lage.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (96)

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bernd ullrich

Merkel hat Milliarden versenkt ......

.... allein durch ihr ständiges Zögern. Papandreo wollte schon vor zwei Jahren die Griechen per Memorandum entscheiden lassen, ob sie weiter den Euro behalten wollen. Wenn ja, wären damit konkrete Reformen, das heißt sparen, verbunden gewesen. Dass wir und die Griechen in der Klemme sitzen, hat die "eiserne Kanzlerin" verursacht. Parker hat in diesem Punkt recht. Die Amerikaner, selbst die größten Schuldenmacher der Welt, käme es gelegen, wenn Deutschland zahlen müßte. Amerika braucht die Europäische Union, um von ihrer eigenen miesen Lage abzulenken.

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David Winter

Die „Echo Chamber“ der Warner: Cui bono?

Roubini warnt: Deutschland muss helfen, sonst droht der Zusammenbruch der Eurozone. Und absolut jedes Portal, jede Zeitung gibt das wieder. Die Frage muss erlaubt sein: Cui bono?

Den totalen Zusammenbruch Europas werden die USA nicht wollen. Aber eine Gesundung der Eurozone wäre ebenso riskant - und die würde evtl. nach der Amputation reformunwilliger Südländer recht flott vonstatten gehen. Dann würde die marode US-Ökonomie in Unterhosen dastehen und müsste sich nicht nur gegen China, sondern auch ein vitales Kerneuropa (DE & Co.) positionieren. Das aber wäre „the straw that broke the camel’s back“. Also lässt man von „Fachleuten“ ein Horrorszenario nach dem anderen postulieren.

Griechenland hat Pleite an Pleite gereiht und bekommt keine vitale und korruptionsfreie Wirtschaft auf die Beine. Es macht keinen Sinn, noch über Jahrzehnte nordeuropäisches Geld in dieses bodenlose Loch zu gießen.

Zeit, sich auf die Substanz zu besinnen. Und die darf nicht von Brüssel verteilt werden.

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Erwin Stahlberg

GESETZESTREUE ist oberstes GEBOT!

Das einzig POSITIVE an der bestehenden EU ist die Lehre,
daß man es i h r auf gar keinen Fall gleichtun darf,
wenn es um die Gründung eines b e s s e r e n EUROPA gehen soll.

Diese EU führt vor, wohin man durch die irre Politik gerät,
demokratische Prozesse listig zu umgehen und sich der
„FINANZ-INDUSTRIE“ (!!!) auszuliefern --- jenseits von
REAL-Wirtschaft-ERFORDERNISSEN.

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Burkhardt Brinkmann

Erpressergang!

Die anglo-amerikanischen Ratingagenturen sind nicht nur unfähig. Sie sind sogar außerordentlich fähig - in der Kunst, Deutschland zu erpressen.
Und da wir leider ein Land der Blödmichel sind, haben diese Figuren, zusammen mit Soros, Roubini u. a., auch Erfolg mit ihren Einschüchterungskampagnen.
Zum Kotzen!
Aber nicht nur die: vor allem meine eigenen Landsleute, diese Mausdemonstranten, die sich an der Tastatur abreagieren statt zur Demo zu gehen!
Wer immer von euch im Raum Karlsruhe wohnt, aber nicht zur dortigen Stop-ESM-Demonstration am 16.6. geht, der soll in Zukunft schweigen!

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Hans Böhringer

Propaganda

Wer weiss welche Felle Herr Roubini davonschwimmen sieht? Vielleicht seine eigenen?

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 12.06.2012 19:06 Uhr

Weshalb Obama Merkel anruft.

Es hat einen einfachen Grund, weshalb Obama auf Merkel Druck macht. Solange sie, die BuBa und die EZB die Rettung fauler Kredite übernehmen, brauchen es amerikanische Banken nicht zu tun. Deren CDS-Exposure in Euro-Anleihen und Banken beträgt etwa 767 Mrd. $US. Solange Merkel dafür aufkommen will, brauchen die natürlich nicht zu zahlen. Das freut natürlich auch Obama und seine Kumpels in der Finanz-Industrie, wie ein Experte klar mitteilt.

"U.S. banks are probably betting that the European Union will also rescue its lenders, said Daniel Alpert, managing partner at Westwood Capital LLC, a New York investment bank.

“There’s a firewall for the U.S. banks when it comes to this CDS risk,” Alpert said. “That’s the EU banks being bailed out by their governments.”

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 23:32 Uhr
Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 12.06.2012 23:32 Uhr

Solange Merkel dafür aufkommen will?????????

Herr Kramer, doch wohl nicht Merkel, sondern Sie, Ihre Kinder und Kindeskinder und der Rest der Nation gleich mit.
Übrigens hat Obama an der Wallstreet nur noch sehr wenige Kumpels, die spenden alle für Romney.

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Closed via SSO
Jörg Addicks (JADH) - 12.06.2012 18:56 Uhr

Es wird wohl nicht nur der Euro crashen!

Im Mai 2012 stieg der Target2- Saldo um +54,385 Mrd. Euro zum Vormonat auf 698,567 Mrd. Euro. Der ifo-Haftungspegel beziffert den Anteil Deutschlands im Falle eines Zahlungsausfalls der GIPIS-Länder auf inzwischen 704 Mrd. Euro.

Falls ich die Untersuchung „Dieses Mal ist alles anders“ von Reinhart/ Rogoff richtig deute, müssten wir uns jetzt der Phase der Kapitalverkehrskontrollen nähern. Die Diskussion über die Modifizierung des Schengener Abkommens könnte darauf hindeuten, wie Herr Noll schon meinte. In Brüssel diskutiert man –so DWN heute- Kapitalverkehrs- und Grenzkontrollen, sowie die Beschränkung von Abhebungen an Geldautomaten in Griechenland.

Und „am Tag danach“ wollen wir mit einem staatsmonopolistischen Papiergeldsystem weitermachen, bzw. neu beginnen, als wäre nichts geschehen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 23:30 Uhr
Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 12.06.2012 23:30 Uhr

Hallo Herr Addicks,

in Spanien wird seit über zwei Jahren diskutiert, eine Cash-Begrenzung auf 2.500 Euro einzuführen. Dirk Müller im Interview mit iknews am 13.4.
interview-mit-dirk-muller-deflationarer-kollaps-voraus. Bin gespannt, wann das bei uns kommt.

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Suzy Carter

beggar's paradise

Komisch, seit Griechenland die Zusagen erhalten hat scheint die die Welt nur noch aus Bettlern zu bestehen.
Eigentlich hat man keine Lust mehr täglich die Bettelanzeigen in den Zeitungen zu lesen.
Es wird bitter Zeit dass Deutschland die Geldbörse einsteckt.
Deutschland braucht den Euro auch gar nicht. Eine Währung hat keinen Selbstzweck sondern soll den Austausch von Wirtschaftsleistungen erleichtern.
Dieser Euro wird zur Zeit aber bloß benutzt um Deutschland um seine Ersparnisse zu erleichtern.

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Hans-Eberhard Fischer

Diese Leute haben schon genug Unsinn verzapft!

Was die da alles erzählen, kann man längst nicht mehr ernst nehmen. Denen geht es allein darum, die eigenen Pfründe zu sichern - um nichts anderes.

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Matthias Schwarzer

Wollen die Politiker vielleicht gar keine Lösung?

Ich habe immer mehr den Verdacht, dass die Politik die Euro-Krise gar nicht lösen will. Es ist doch auffällig, dass die Politiker die einfachste Lösung gar nicht in Betracht ziehen.

Fakt ist, dass die Staatsschulden den Bürgern eines Landes zuzurechnen sind. Um Schulden abzulösen, muss man somit nicht den Kapitalmarkt oder andere Staaten anpumpen, sondern man kann das auch mit dem eigenen privaten und öffentlichen Vermögen des Staates tun.

Warum werden nicht einfach nationale Schuldentilgungsfonds eingerichtet, in die die Bürger einen Soli einzahlen? Für Lottoscheine, Fußballtickets, Zigaretten, Alkohol, modische Klamotten, Kino, Handy und anderen Schnickschnack haben die Bürger doch auch Geld. Wenn jeder Bürger im Schnitt 50 Euro im Monat zusätzlich für die Tilgung von Schulden geben würde, kämen in Spanien im Monat 2,5 Mrd. zusammen, im Jahr 30 Mrd. Euro. Das wäre alles machbar und verkraftbar, zumal es sehr viele reiche Spanier gibt. Nach 20 Jahren wären die Schulden weg.

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Paul Hansen

Auffaellig....

diese Stimmungsmache. Nun erklaeren uns die Amis was wir zu (ihrer) Rettung zu tun haben.

Merken Sie was? Es geht hier schon laenger nicht mehr um GR oder Spanien, es geht um das gesamte Weltfinanzsystem. Und Deutschland soll es retten. Angela Merkel is bockig. Alles werden Schreckenszenarien publiziert - Roubini auch in der Bildzeitung, FTD und wer weiss wo noch....

Wann, wann kapiert Berlin endlich, was hier gespielt wird?

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Jan Meibach
Jan Meibach (Umpalump) - 12.06.2012 18:06 Uhr

Nicht nachgeben

Druck dieser Art sind wir schon die ganze Zeit ausgesetzt. Natürlich wärs den Amis lieber wir würden den Euro-Raum zumindest vorerst stabil halten. Das ist ja nun nichts Neues. Was man nicht vergessen darf ist, warum das mit den Hilfen überhaupt angefangen hat. Es ging hier unter anderem auch um nicht-wirtschaftlichsorientierte europäische Solidarität. So schwach dieses Argument in den Augen vieler am Anfang schon war, es verliert in gewissen Hinsichten immer mehr an Substanz.
Die Griechen halten sich ja so oder so nicht an ihre Reformpläne, aber wenn sie das Thema komplett abschreiben, hoffe ich einfach, dass die Regierung nicht einknickt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 19:58 Uhr
Burkhardt Brinkmann

"hoffe ich einfach, dass die Regierung nicht einknickt."

ROFL (roll on floor laughing)
(Nicht bös gemeint, Herr Meibach!)

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Michael Knoechelmann

Falsche Ratgeber

Ich habe während meines Ökonomiestudiums schon im Grundstudium gelernt, dass Chancen und Risiken in einer Wettbewerbswirtschaft zusammengehören, zum erfolgreichen Wirtschaften also das Risiko des Untergangs gehört. Des weiteren benötigen Unternehmen und Volkswirtschaften für Investoren solide Geschäftsmodelle und sollten unterschiedlich starke Volkswirtschaften am besten über freie Wechselkurse reguliert werden. Deshalb kann ich mir für Griechenland nur den (schmerzhaften) Ausstieg aus dem Euro in Kombination mit einem realwirtschaftlichem Geschäftsmodell jenseits des chronischen Subventionsempfängers für die politisch-ökonomische Klasse vorstellen. Je länger wir warten, desto teurer wird es, zumal der run auf die betroffenen Banken schon begonnen hat. Wir muessen nicht die Banken retten sondern die europäische Zukunft unserer Kinder !

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Michael Arndt

"Ein Euro-Austritt Griechenlands könne auch Deutschlands Bonität unter Druck setzen"

Das wäre das Beste, was uns passieren könnte.
Wenn auch für Deutschalnd die Zinsen steigen und als Folge daraus erhebliche Steuererhöhungen folgen müssen, würde auch dem letzten deutschen Simpel endlich bewusst, was in Europa eigentlich gespielt wird.
Um am besten passiert das vor der Bundestagswahl 2013...

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Paul Rabe

Inflation ist besser als Zusammenbruch

Die Türkei oder China hatten jahrelang 2-stellige Inflationsraten, damit verbunden war Wirtschaftswachstum und steigender Wohlstand.
Bevor der Euro mitsamt der europäischen Wirtschaft zusammenbricht sollte man über deutlich höhere Inflation nachdenken und die fehlenden Euro-Billionen einfach noch nachdrucken.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 19:37 Uhr
Hans Edelmann

Grenzenlose Inflation in Europa wäre viel schlimmer als ein Griechenland ohne Euro.

Das Öffnen der Geldschleusen ist relativ leicht, reißt aber den betroffenen Menschen eine tragfähige wirtschaftliche Zukunft unter den Füßen weg. Wie bei einem Heroinrausch entsteht
vor dem Schauspiel vielleicht zunächst eine Verzückung, die aber immer stärker dem Untergang zuführt. Unbegrenztes Gelddrucken in Billionenhöhe macht nicht nur den Euro
kaputt, sondern setzt noch sehr viel mehr Werte aufs Spiel. Es wäre eine schiefe Ebene
in die Euro-Katastrophe. Wo das enden könnte, lehrt die deutsche Wirtschaftsgeschichte
zur Genüge. Die Inflationsrate in Deutschland betrug 1923 über hunderttausend Prozent im
Jahr, und den Menschen blieb nichts als Verzweiflung. Vor solchen Bildern verblassen alle Vorstellungen über mögliche Folgen eines Ausscheidens von Griechenland aus dem Euro.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 12.06.2012 18:47 Uhr

Herr Edelmann, da Sie von Hayek zitieren

sei noch drauf verwiesen, dass AM den Thesen dieses Herrn verfallen ist. Sie redet von einer marktkonformen Demokratie - frei nach Hayek, der ja auch meinte, Regierungsbediensteten und anderen Bevölkerungsgruppen sei das Wahlrecht zu nehmen.

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Matthias Schwarzer

Sie irren da gewaltig

Die Türkei und China haben nicht einfach Geld gedruckt und damit Inflation erzeugt. Im Gegenteil. Beide Staaten hatten starkes Wachstum und dadurch steigende Preise. Außerdem hatten die dabei meines Wissens keine negativen Realzinsen.

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Cornelia  Holtmann

Die Türkei und China waren Schwellenländer,

die eine ungeheure wirtschaftliche Dynamik entwickelt haben. Die Verschuldung war im Vergleich zu Griechenland verschwindend gering.

In Griechenland ist eine vergleichbare Dynamik fast ausgeschlossen, (innerhalb der Eurozone sowieso). Die jungen, gut ausgebildeten Leute haben das erkannt und verlassen massenweise das Land.

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Paul Rabe

Inflation würde die Märkte beruhigen, weil damit die Schuldenkrise vorbei ist

Die Märkte haben vor allem Angst vor dem Konkurs von Marktteilnehmern, weil das unkalkulierbare Wellen erzeugt, wie bei der Lehmann Pleite.
Eine hohe Inflation die das Schuldenproblem von aleine löst, wäre für die Märkte nicht weiter schlimm.
Es wäre vielleicht schlimm für so manchen Kapitalsparer, aber der verliert bei einem Eurozusammenbruch auch sein Geld.

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Weitere Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Hans Edelmann

Wissen Sie das wirklich besser als August von Hayek?

Der erfahrene Wissenschaftler August von Hayek (1899 - 1992) konstatierte: "Mit Ausnahme der Zeiten des Goldstandards haben praktisch alle Regiernungen der Geschichte ihr Exklusivrecht zur Ausgabe von Geld dazu benutzt, die Menschen zu betrügen und zu plündern."
Wollen sich die Europäer in ihrer Mehrheit wirklich dem Gelddrucken in Billionenhöhe durch öffentliche Institutionen und einer massiven Inflation ausgesetzt sehen? Oder wollen das nur
Leute wie Sie, die bestimmt nur eine unwissenschaftliche Minderheitsmeinung vertreten
und denen der Geldwert offenbar vollkommen egal ist.

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Wilhelm Koch

Griechenland ist nicht Irland, Portugal, Spanien oder Italien, die letzteren sind funktionierende

Staatengebilde, während Griechenland eben kein solches ist. Griechenland hat sich seinen EU-Beitritt mit Lügen und Betrug erschlichen, im Gegensatz zu den anderen genannten Ländern der Währungsunion. Von einem EU-Austritt Griechenlands ein Fiasko für der EU und den Euro abzuleiten, ist an den Haaren herbeigezogen. Griechenland hat kein funktionierendes Steuereinzugssystem im Gegensatz zu den anderen Ländern. Wenn die griechischen Steuerbehörden die jährlichen Steuerhinterziehungen auf 40-50 Milliarden €
schätzen, dann kommen in einem Jahrzent locker 400 bis 500 Milliarden € fehlender Steuer-
einnahmen zusammen. Das dürfte die Summe sein, die Griechenland mittelfristig für einen
Verbleib in der Währungsunion an Rettungsgeldern erhalten müsste. Die sogenannten Retter
würden also nur die hinterzogenen Steuern bezahlen. Schon aus diesem Grund muss die
Forderung nach einem Verbleib Griechenlands im Euro nur als Irrsinn bezeichnet werden.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 23:20 Uhr
Holger Baade

Frau Simon, auch Frankreich hätte nicht aufgenommen werden dürfen.

Schatten- und Nebenhaushalte (wie I auch) ohne Ende, die bei der Ermittlung der Staatsschulden bis heute außen vor bleiben. Das freilich war ein Tabu-Thema, leider, denn es hätte uns vielleicht den Euro erspart.

MfG aus Bonn

hb

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 12.06.2012 17:32 Uhr

Herr Koch, auch Italien hätte nicht aufgenommen werden dürfen

siehe dazu Spiegel international: New Documents Shine Light on Euro Birth Defects

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Edda Kuhlmann

Jemandem mal aufgefallen?

Europa, der IMF und Amerika machen deutlich mehr Druck auf Deutschland, noch mehr Gelder zu geben, als auf die PIGGS, endlich ihre strukturellen Probleme anzugehen und in den Griff zu bekommen.

Und waehrend wieder das Ende der Welt an die Wand gemalt wird, ist Zypern klammheimlich als fuenftes Land unter den Rettungsschirm gekrochen. Zu Spanien's Bedingungen natuerlich.

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Hans Edelmann

Ohne Griechenland wäre der Euro letzthin wohl gar nicht in Gefahr geraten.

Warum sollte ein Euro-Austritt Griechenlands die deutsche Bonität noch beschädigen? Alle Welt weiß doch längst, dass die für Griechenland aufgewendeten Hilfsgelder so oder so verlorene Zuschüsse darstellen. Weshalb sollen die Deutschen weiterhin nennenswerte Anteile ihrer Steuern für Griechenland einsetzen? Bei aller Liebe zu Griechenland, der eigene Staat dürfte den deutschen Steuerzahlern womöglich ohnedies schon lieb und teuer genug sein. Man könnte doch einmal alle beteiligten Völker befragen, ob sie unter den gegebenen Umständen mehrheitlich den Euro mit Griechenland mehrheitlich wollen oder lieber nicht.

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Oliver Pasch

Herabstufung durch Ratingagenturen kommt auf jeden Fall

Bei Roubini kann der Masterplan nachgelesen werden, wie es funktionieren würde, wenn
1) der "Club Med" die Zeit dann auch für tatsächliche Reformen nutzen würde (woran ich zweifle)
2) die Banken tatsächlich "eingefangen" werden könnten (woran ich zweifle)
3) die Zahlungsverpflichtungen der Schuldner im System (auch europäische Einlagensicherung) tatsächlich erfüllt werden (woran ich zweifle)

Ansonsten droht Euroland die Bedeutungslosigkeit in der globalisierten Wirtschaft. Zur Erinnerung: deutsche Reformen waren die Antwort auf BRIC und nicht etwa auf die FPIIGS.

Deutschland wird SOFORT von den Ratingagenturen herabgestuft, sobald wir wie auch immer "europäisch haften". Die Folge wird sein, daß Deutschland auch 5 bis 6% Zinsen zahlt, die schwächeren Staaten werden keine Wiederholung der Zinsvorteile wie vor der Krise mehr erleben - es ist ein Trugschluß. Wir kommen also nicht um eine Abwertung herum.

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 12.06.2012 15:53 Uhr

Noch was zum Euro!! (Mal so nebenbei eingeworfen)

Im Jahr 2003 als wir nach Mauritius auswanderten, habe ich in Mauritius für den Euro 28 Rupees bekommen. Dann stieg der wie verrückt und landete in 2010 sogar bei 46 Rupees.
Nun ist er im Fallen, war bereits schon unter 38 Rupees. Er wird künstlich am Leben erhalten, weil noch viele Touristen aus Europa (ja, es gibt noch Europäer die Geld haben) einfliegen und der Euro noch willkommen ist. OK, er ist noch mehr wert als der US Dollar, bei ca 30 Rupees. Der ist gleich wie der SFr, welcher von 25 aufgestiegen ist.

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