29.03.2010 · In den letzten zwei Wochen haben vier Unternehmen einen Börsengang gewagt - ein gutes Zeichen. Denn beim Kauf einer Aktie ist das Risiko höher als bei einer Anleihe. Dass die Anleger nun wieder bereit sind, diesen Schritt bei Börsenneulingen zu tun, zeugt von gestiegenem Risikoappetit.
Von Daniel MohrNur Börsianer mit gutem Gedächtnis werden sich erinnern, wann es zuletzt ein Ereignis wie dieser Tage gab: vier Börsengänge an sieben Handelstagen. Es war im Sommer 2000, als der Neue Markt seinen Höhepunkt gerade überschritten hatte.
Nun gibt es nach langer Durststrecke endlich wieder Börsengänge. Zwar konnten sich selbst Unternehmen schlechter Bonität oder ganz ohne Rating schon im Jahr 2009 stets über die Begebung von Anleihen Fremdkapital beschaffen. Der Markt für Neulinge am Aktienmarkt lag jedoch lange brach.
Höheres Risiko, engere Bindung
Bei einer Anleihe setzen die Geldgeber darauf, dass das Unternehmen bis zum Ende der Laufzeit Zins und Tilgung leisten kann. Beim Kauf einer Aktie ist das Risiko höher, die Bindung enger. Die Geldgeber stellen Eigenkapital zur Verfügung und werden damit Teilhaber des Unternehmens.
Dass die Anleger nun wieder bereit sind, diesen Schritt bei Börsenneulingen zu tun, zeugt von gestiegenem Risikoappetit und ist ein gutes Zeichen für die Verfasstheit der Märkte. Und es ist auch aus volkswirtschaftlicher Sicht zu begrüßen. Denn ohne Risikokapital ist eine gedeihliche Entwicklung von Unternehmen schlicht nicht möglich.
Betrachten wir die Angelegenheit einmal aus Sicht der Altaktionäre!
Walther Schmidt (silitoe)
- 29.03.2010, 15:52 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2481 | −0,06% |
| Rohöl Brent Crude | 106,36 $ | −0,46% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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