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Versorger Eon gewinnt an Energie

 ·  Vor allem im deutschen Stromgeschäft legt Eon im ersten Halbjahr zu und rechnet damit, den Gewinn weiter zu steigern.

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Das Geschäft mit Strom, Gas und Wasser beschert dem Energiekonzern Eon im ersten Halbjahr kräftiges Wachstum. Das Betriebsergebnis stieg um 42 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Der Umsatz ging dagegen um 15 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro zurück.

Allein das deutsche Stromgeschäft sowie die Einbeziehung neuer Gesellschaften brachten mit 1,8 Milliarden Euro zuwächse um 62 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Den Konzernüberschuss bezifferte Eon mit 3,4 Milliarden Euro nach 1,1 Milliarden Euro im entsprechenden Zeitraum 2001. Die Steigerung von 203 Prozent resultiere daraus, dass verkaufte Tochtergesellschaften wie Stinnes, VAW Aluminium und Veba Oel berücksichtigt seien.

Im zweiten Quartal verbuchte Eon einen Konzernüberschuss von 201 Millionen Euro, der damit um 44 Millionen Euro unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres lag. Der Umsatz betrug 9,065 (10,621) Milliarden Euro.

Gewinn soll weiter wachsen - aber weniger stark

Für das Gesamtjahr bekräftigte Eon seine Prognose, wonach das Betriebsergebnis über dem des Vorjahres liegen werde. Vor allem im Energiegeschäft dürfte erneut eine kräftige Gewinnzunahme erreicht werden. Die Steigerungsrate des ersten Halbjahres werde sich aber für das volle Geschäftsjahr nicht halten lassen, hieß es einschränkend.

Eon bekräftigte in seinem Zwischenbericht die Absicht, zur Durchsetzung der Ruhrgas-Übernahme alle möglichen Rechtsmittel auszuschöpfen. Verwiesen wird in ihm aber darauf, dass der Eon-Konzernabschluss die bereits übernommenen Ruhrgas-Anteile von ThyssenKrupp, Vodafone und BP von insgesamt 38,5 Prozent nur zu Anschaffungskosten berücksichtigt, das entsprechende Ruhrgas-Ergebnis mithin nicht.

Ruhrgas-Übernahme ist ins Stocken geraten

Die geplante Fusion von Eon und Ruhrgas liegt bis auf weiteres auf Eis, weil das Düsseldorfer Oberlandesgericht den Vollzug vorläufig untersagt hat. Eon-Konkurrenten hatten gegen die für die Fusion erteilte Ministererlaubnis Beschwerde eingelegt und in einem Eilverfahren bereits eine Einstweilige Verfügung gegen den Zusammenschluss erwirkt. Das Hauptverfahren wird voraussichtlich im Spätherbst eröffnet werden.

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