Home
http://www.faz.net/-gqe-nlhd
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Versicherer Münchener Rück weiter durch Abschreibungen belastet

02.06.2003 ·  Die Münchener Rück rechnet auch im zweiten Quartal 2003 mit Abschreibungen auf Wertpapiere. Das Unternehmen erwartet im laufenden Jahr einen Umsatz wie im Vorjahr.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft hat im ersten Quartal angesichts hoher Wertpapierabschreibungen rote Zahlen geschrieben und für 2003 erneut Verbesserungen im operativen Geschäft in Aussicht gestellt.

“Wenn wir von außergewöhnlichen Schadenereignissen verschont bleiben, werden sich die Fortschritte im operativen Geschäft deutlich auf unser Gesamtergebnis 2003 auswirken“, teilte der Vorstandsvorsitzende Hans-Jürgen Schinzler am Montag mit. In den ersten drei Monaten liegt das Konzernergebnis nach Steuern bei minus 238 Millionen Euro.

Im Vorjahr hatte der Konzern insbesondere dank Sondereffekten plus 4,48 Milliarden Euro ausgewiesen. Die Abschreibungen auf den Aktienbesitz hätten sich im Berichtszeitraum insgesamt auf 2,3 Milliarden Euro belaufen, hieß es weiter. Das operative Ergebnis (vor Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte) sei auf 123 Millionen Euro gestiegen, nach minus 1,6 Milliarden Euro im Vorquartal und 4,88 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Bruttobeiträge legten den Angaben zufolge um 0,8 Prozent auf 10,8 (10,74) Milliarden Euro zu. Die Schaden-Kosten-Quote ging auf 96,8 (101,7) Prozent zurück.

Umsatz auf Vorjahresniveau erwartet - keine Ergebnisprognose

Damit lag die Münchener Rück weitgehend im Rahmen der Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt mit einem Periodenverlust von 214 Millionen Euro gerechnet haben. Bei den Bruttoprämien wurden 10,46 Milliarden Euro prognostiziert.

Für das laufende Geschäftsjahr werde einschließlich der Wechselkursveränderungen ein Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres erwartet, hieß es. Vor Wechselkurseinflüssen werde weiter mit einem Wachstum von rund fünf Prozent gerechnet. Eine Ergebnisprognose sei wegen der Unsicherheiten am Kapitalmarkt weiter nicht möglich. Im versicherungstechnischen Geschäft seien angesichts Fortschritten bei den zurückliegenden Erneuerungen die Voraussetzungen für eine “zufriedenstellende Entwicklung“ im Jahr 2003 geschaffen worden. Für das laufende Jahr werde weiterhin mit einer Schaden-Kosten-Quote von unter 100 Prozent gerechnet, hieß es.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Die Förderlücke

Von Heike Göbel

Der Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld ist ein Ausweis unbelehrbaren Glaubens an die unbegrenzte Leistungsfähigkeit des Sozialstaates. Dass Eltern ihre Kinder, wie seit Menschengedenken, unbezahlt hüten, ist in Deutschland offenbar nicht mehr denkbar. Mehr 9 8

29.05.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.396,84 +1,16%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.394,15 +1,26%
Dow Jones 12.580,70 +1,01%
EUR/USD 1,2481 −0,06%
Rohöl Brent Crude 106,36 $ −0,46%
Gold 1.579,50 $ +0,31%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.