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Versand-Apotheke : DocMorris wird in die Schweiz verkauft

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DocMorris-Apotheke in Saarbrücken Bild: dpa (Archivbild aus dem Jahr 2006)

Vor fünf Jahren hatte der Stuttgarter Medikamenten-Großhändler Celesio die Versandapotheke DocMorris für 200 Millionen Euro gekauft. Die Übernahme hat sich nie ausgezahlt, im Gegenteil: Sie hatte zu Streit mit der Stammkundschaft - den Apothekern - geführt. Nun wird DocMorris für 25 Millionen Euro wieder verkauft.

          Der Stuttgarter Pharmahändler Celesio hat einen Käufer für die Versandapotheke Doc Morris gefunden. Die Gesellschaft sowie die Marke werde an die schweizerische Zur Rose AG verkauft, teilt die Celesio AG mit. Der Kurs der Celesio-Aktie, die seit vielen Monaten unter 15 Euro dümpelt, stieg nach dieser Ankündigung binnen kurzem um 3 Prozent auf 15,30 Euro.

          Dabei ist der Verkauf für Celesio ein Verlustgeschäft. Wegen des niedrigen Verkaufspreises muss Celesio noch einmal 30 Millionen Euro außerplanmäßig abschreiben, obwohl das Engagement schon lange wertberichtigt war.

          Beim Einstieg vor fünf Jahren hatte Celesio um 200 Millionen Euro für Doc Morris bezahlt, weil der damalige Vorstandsvorsitzende Fritz Oesterle auf die Liberalisierung des Apothekenmarktes auch in Deutschland hoffte und die Bildung einer Apothekenkette unter der Marke Doc Morris vorbereiten wollte. Celesio will die Ergebnisprognose für dieses Jahr trotz der Sonderbelastung beibehalten.

          Die Zur Rose AG ist nach eigenen Angaben die größte schweizerische Versandapotheke mit 220.000 Kunden. Das Unternehmen hat schon vor mehreren Jahren die Absicht bekundet, den EU-Markt mit preisgünstigen Medikamenten zu versorgen.

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