06.11.2003 · Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten fallen deutlicher als prognostiziert. Die Produktivität steigt wie lange nicht mehr, allerdings nicht so sehr wie erwartet.
Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen im Rahmen der amerikanischen Arbeitslosenversicherung ist überraschend stark auf den niedrigsten Stand seit 34 Monaten gefallen. Wie das amerikanische Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, sind die Erstanträge in der Woche zum 1. November saisonbereinigt um 43.000 auf 348.000 gefallen. Volkswirte hatten im Durchschnitt ihrer Prognosen lediglich einen Rückgang um 5.000 erwartet.
Den Wert für den gleitenden Vierwochendurchschnitt gab das amerikanische Arbeitsministerium mit 380.000 an. In der Woche zum 25. Oktober erhielten 3,511 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung, eine Abnahme gegenüber der Vorwoche um 22.000. Die überraschenden Daten werden von Beobachtern als Zeichen gesehen, daß der lange Zeit angespannte amerikanische Arbeitsmarkt sich belebt.
Produktion steigt aber enttäuscht leicht
Anders als die überrachend positiven Daten zur Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten, lagen die Zahlen zur amerikanischen Produktivität unter den Erwartungen. Im dritten Quartal stieg die Produktivität zwar so stark wie seit dem ersten Vierteljahr 2002 nicht mehr, blieb damit aber dennoch etwas unter dem Erwartungen von Analysten.
Wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag nach vorläufigen Berechnungen mitteilte, stieg die Produktion je Arbeitsstunde auf die Jahresrate hochgerechnet zum Vorquartal um 8,1 Prozent nach einem Plus von 7,0 Prozent im Vorquartal. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten allerdings mit einem Anstieg von 8,5 Prozent gerechnet.
Eine höhere Produktivität bedeutet im Prinzip, daß Unternehmen ihre Produktion auch ohne zusätzliche Kosten erhöhen können. Der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität bestimmt zugleich den Spielraum für Lohn- und Gehaltserhöhungen. Sie ist daher auch für den Wohlstand einer Volkswirtschaft von großer Bedeutung. Sie ist darüber hinaus eine entscheidende Kennziffer für die Zinspolitik der amerikanischen Notenbank (Fed).
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,43 | −1,20% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2436 | −0,42% |
| Rohöl Brent Crude | 105,06 $ | −1,68% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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