29.10.2009 · Mit ordentlichem Schwung ist die amerikanische Wirtschaft der schwersten Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs entkommen. Doch erst wenn auch auf dem Arbeitsmarkt die Wende geschafft ist, werden vom Konsum nachhaltige Wachstumsimpulse ausgehen.
Von Claus TiggesMit ordentlichem Schwung ist die amerikanische Wirtschaft in den Sommermonaten der schwersten Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs entkommen (Amerikas Wirtschaft wächst wieder). Vor der Veränderungsrate des Bruttoinlandsprodukts steht erstmals seit Frühjahr 2008 wieder ein Plus, sogar ein großes. Gleichwohl fällt die Freude über die Konjunkturwende verhalten aus, denn von einem sich selbst tragenden Aufschwung ist die größte Volkswirtschaft der Welt noch weit entfernt. Der schnelle Anstieg der Konsumausgaben ist den staatlichen Anreizen zur Verschrottung von Altautos zu verdanken, die im Juli und August gewährt wurden. Kurz darauf sind die Verkaufszahlen wieder deutlich gefallen.
Insgesamt dürfte sich die Kauflust der Verbraucher, die zwei Drittel zur Wirtschaftsleistung beiträgt, in den kommenden Monaten in Grenzen halten. Die hohe Arbeitslosigkeit und das Bemühen vieler Amerikaner, ihre Schulden abzutragen, wird der Einzelhandel im wichtigen Weihnachtsgeschäft zu spüren bekommen. Erst wenn auch auf dem Arbeitsmarkt die Wende geschafft ist, werden vom Konsum nachhaltige Wachstumsimpulse ausgehen. Vor der zweiten Jahreshälfte 2010 wird das kaum der Fall sein.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,43 | −1,20% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2436 | −0,42% |
| Rohöl Brent Crude | 105,06 $ | −1,68% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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