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Vereinigte Staaten Arbeitslosigkeit auf höchstem Stand seit 1983

02.07.2009 ·  Die Arbeitslosigkeit in Amerika ist im Juni auf den höchsten Stand seit 26 Jahren gestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg auf 9,5 Prozent, 467.000 Jobs gingen verloren - deutlich mehr als von Ökonomen erwartet.

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Dämpfer für Hoffnungen auf eine robuste Konjunkturwende in den Vereinigten Staaten: Die Arbeitslosenquote in Amerika ist im Juni auf
9,5 Prozent geklettert und damit auf den höchsten Stand seit mehr als
einem Vierteljahrhundert. Zudem büßte die größte Volkswirtschaft der
Welt nach Mitteilung des Arbeitsministeriums vom Donnerstag
467.000 Stellen ein und damit deutlich mehr als Experten erwarteten. Volkswirte hatten lediglich mit einem Verlust zwischen 350.000 und 365.000 Jobs gerechnet. Manche befürchten derweil, dass die Arbeitslosenquote in diesem oder im nächsten Jahr sogar zweistellig ausfallen wird.

Die jetzt erreichte Quote von 9,5 Prozent - nach 9,4 Prozent im Mai - ist die höchste seit August 1983. Seit dem offiziellen Beginn der Rezession in den Vereinigten Staaten im Dezember 2007 gingen schon 6,5 Millionen Jobs verloren. Im Juni erstreckten sich die Einbußen über zahlreiche Wirtschaftsbereichen, wie das Ministerium mitteilte. Besonders betroffen seien aber das verarbeitende Gewerbe, Dienstleistungen und der Bausektor. Im Mai hatte Amerika revidiert lediglich 322.000 Jobs eingebüßt.

„Die Zahl der Stellen wird im Rest des Jahres weiter sinken, und die Arbeitslosenquote wird weiter steigen“, sagte John Silvia, Chefökonom der Bank Wachovia der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Die Herausforderung für die Obama-Regierung wird es sein, dass es zwar Wirtschaftswachstum geben wird, aber noch keine Zuwächse bei den Stellen. Das wird hart für sie werden.“ Der Chefökonom der Ratingagentur Moody's, Mark Zandi, nannte den geringen prozentualen Anstieg der Arbeitslosenquote indes „eine gute Nachricht“.

Die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten werde „noch mehrere Jahre schmerzhaft hoch bleiben“, sagte die Präsidentin der regionalen Notenbank von San Francisco, Janet Yellen, unlängst. Zwar sei zu erwarten, dass sich im Laufe dieses Jahres wieder ein Wachstum einstelle. „Aber ich bin nicht optimistisch, dass die Wirtschaft schon in Bälde wieder normal läuft“, räumtesie ein.

Im wichtigen Dienstleistungssektor, zu dem Banken, Versicherer, Restaurants und Einzelhändler zählen, fielen im Juni 244.000 Jobs weg nach 107 000 im Mai. Die schwer gebeutelten Baubranche strich 79.000 Stellen, im Vormonat waren es nur 48.000.

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Von Heike Göbel

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