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Vereinigte Staaten Amerikanischer Arbeitsmarkt enttäuscht

06.02.2004 ·  Die Zahl der Beschäftigten auf dem Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten wächst schwächer als erwartet. Der Dax reagiert mit fallenden Kursen, der Euro legte gegenüber dem Dollar zu.

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Die Situation am amerikanischen Arbeitsmarkt hat sich im Januar weniger stark aufgehellt als erhofft. Wie das amerikanische Arbeitsministerium am Freitag berichtet, stieg die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 112.000. Volkswirte hatten im Durchschnitt einen Stellenzuwachs um 170.000 gegenüber dem Vormonat erwartet. Dennoch war der Dezember-Zuwachs bei der Beschäftigung der höchste seit Ende 2000. Im Dezember 2003 war ein Plus von revidiert 16.000 verzeichnet worden, nachdem zunächst ein Anstieg von 1.000 genannt worden war.

Zugleich fiel die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat auf 5,6Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seitdem George W. Bush der Präsident der Vereinigten Staaten ist. Die Prognose hatte auf 5,7Prozent gelautet, im Vormonat hatte die Quote bei ebenfalls 5,7Prozent gelegen. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen den weiteren Angaben zufolge um 0,02 Dollar auf 15,49 Dollar. Hier war ein Anstieg um 0,03 Dollar vorhergesagt worden. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit stieg gegenüber Dezember um 12 Minuten auf 33,7 Stunden.

Verbesserung, aber nicht besonders schnell

Mit Ausnahme der Verarbeitenden Industrie und des professionellen Dienstleistungssektors haben alle Branchen ihr Personal aufgestockt. Das Verarbeitende Gewerbe büßte weitere 11.000 Stellen ein, bei den professionellen Dienstleistungen gingen 22.000 Jobs verloren. Doch im klassischen Dienstleistungsbereich wurden 105.000 Arbeitsplätze geschaffen, einschließlich 22.000 im Einzelhandel. Der Bausektor fügte 24.000 Stellen hinzu, der Bildungs- und Gesundheitsbereich 22.000.

Fed-Gouverneur Ben Bernanke hatte am Vortag die Einschätzung geäußert, daß sich die Lage am amerikanischen Arbeitsmarkt zwar verbessern wird, aber nicht besonders schnell. Die amerikanische Notenbank könne daher “Geduld üben“, bevor sie die Leitzinsen anhebt. “Sogar bei einer Rate von 4 Prozent übersteigen wir nicht notwendigerweise das Potentialwachstum der amerikanische Wirtschaft“, hatte Bernanke ergänzt.

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