28.11.2009 · Dem in Zahlungsnöte geratenen Dubai will das Nachbar-Emirat Abu Dhabi grundsätzlich unter die Arme greifen; einen Blankoscheck soll es laut einem Sprecher aber nicht geben: „Abu Dhabi wird die Firmen auswählen, denen es helfen wird.“
Abu Dhabi hat dem in Zahlungsnöte geratenen Nachbar-Emirat Dubai seine grundsätzliche Unterstützung zugesagt. Einen Blankoscheck für das Nachbarland werde es aber nicht geben, sagte ein Regierungsvertreter des weltweit drittgrößten Ölexporteurs am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Hilfe werde von Fall zu Fall gewährt.
„Abu Dhabi wird sich die Firmen heraussuchen und auswählen, denen es helfen wird“, fügte der Regierungsvertreter hinzu. Viele Investoren hatten damit gerechnet, dass das wohlhabende Abu Dhabi für Dubai ein komplettes Sicherheitsnetz aufspannen werde. Abu Dhabi ist wie Dubai Teil der Vereinigten Arabischen Emirate.
Dubai hatte am Mittwoch die Gläubiger von Dubai World - dem staatseigenen Firmenkonglomerat, das unter anderem auch die Insel in Palmenform gebaut hat - um Zahlungsaufschub gebeten. Der Konzern hat fast 60 Milliarden Dollar Schulden, das entspricht drei Vierteln der Verbindlichkeiten des Landes. Die Geldprobleme Dubais drohen die Bilanzen von Banken in Abu Dhabi zu belasten. Das Finanzinstitut Abu Dhabi Commercial ist mit umgerechnet bis zu 1,6 Milliarden Euro bei Dubai World engagiert und muss nun entsprechende Rücklagen bilden.
Banken aus Abu Dhabi haben Unternehmen in Dubai während des dortigen Immobilien-Booms Kredite in großem Umfang gewährt. Der Markt ist in Folge der Finanzkrise im vergangenen Jahr zusammengebrochen. Abu Dhabi hat seinen Nachbarn bereits mit umgerechnet zehn Milliarden Euro über die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und zwei private Banken indirekt unterstützt. Die VAE-Zentralbank beobachte die Entwicklung in Dubai genau, um die nationale Wirtschaft vor Schäden zu schützen, sagte eine Sprecher der Notenbank.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |