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Verdacht auf Marktmanipulation Staatsanwälte ermitteln gegen Porsche-Aufseher

Die Staatsanwaltschaft weitet ihre Ermittlungen wegen des Verdachts der Marktmanipulation im Zusammenhang mit der gescheiterten Übernahme von VW aus. Neben dem ehemaligen Vorstand ist jetzt auch der Aufsichtsrat ins Visier der Ermittler geraten.

© dpa Ferdinand Piëch

In der juristischen Aufarbeitung der Übernahmeschlacht um Volkswagen gerät neben dem ehemaligen Porsche-Vorstand nun auch der Aufsichtsrat ins Visier der Ermittler. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mitglieder des Kontrollgremiums, zu denen auch der mächtige VW-Konzernpatriarch Ferdinand Piëch zählt. Eine entsprechende Meldung des „Spiegel“ wurde von der Staatsanwaltschaft Stuttgart und aus Konzernkreisen bestätigt.

Die Aufsichtsräte stehen im Verdacht, gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen zu haben. Dem Porsche-Aufsichtsrat gehören neben Piëch und seinem Vetter Wolfgang Porsche, auch die Familienmitglieder Hans Michel Piëch, Oliver Porsche sowie der einstige Henkel-Chef Ulrich Lehner an.

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Aus Konzernkreisen wird berichtet, es handele sich bei den Ermittlungen um eine Vorsichtsmaßnahme. Es gehe darum, eine Verjährung zu verhindern. Diese würde nach Ablauf von fünf Jahren eintreten. Da es bei den inkriminierten Vorgängen um Vorfälle in der Zeit zwischen dem 10. März 2008 und dem 2. Oktober 2008 geht, wäre diese Zeitspanne bald abgelaufen.

Vermutet wird, dass Mitglieder des Porsche-Aufsichtsrats gegen Paragraf 20a des Wertpapierhandelsgesetzes verstoßen haben. Er stellt die Manipulation von Aktienkursen durch falsche Informationen unter Strafe. Bisher wurde deswegen nur gegen die ehemaligen Porsche-Vorstände Wendelin Wiedeking und Holger Härter Anklage erhoben. Es besteht der Verdacht, dass Porsche wider besseres Wissen andere Akteure am Aktienmarkt darüber täuschte, dass man in Wirklichkeit die ganze Zeit eine Übernahme und Beherrschung von VW anstrebte. Hintergrund ist das plötzliche Ansteigen des VW-Aktienkurses nach Bekanntwerden der Übernahmepläne im Oktober 2008. Der Kursanstieg kostete Leerverkäufer der VW-Aktie, die sich eindecken mussten, eine Milliardensumme.

Quelle: F.A.Z.

 
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