Home
http://www.faz.net/-gqe-76h8d
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Verdacht auf Marktmanipulation Staatsanwälte ermitteln gegen Porsche-Aufseher

Die Staatsanwaltschaft weitet ihre Ermittlungen wegen des Verdachts der Marktmanipulation im Zusammenhang mit der gescheiterten Übernahme von VW aus. Neben dem ehemaligen Vorstand ist jetzt auch der Aufsichtsrat ins Visier der Ermittler geraten.

© dpa Vergrößern Ferdinand Piëch

In der juristischen Aufarbeitung der Übernahmeschlacht um Volkswagen gerät neben dem ehemaligen Porsche-Vorstand nun auch der Aufsichtsrat ins Visier der Ermittler. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mitglieder des Kontrollgremiums, zu denen auch der mächtige VW-Konzernpatriarch Ferdinand Piëch zählt. Eine entsprechende Meldung des „Spiegel“ wurde von der Staatsanwaltschaft Stuttgart und aus Konzernkreisen bestätigt.

Christoph Ruhkamp Folgen:  

Die Aufsichtsräte stehen im Verdacht, gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen zu haben. Dem Porsche-Aufsichtsrat gehören neben Piëch und seinem Vetter Wolfgang Porsche, auch die Familienmitglieder Hans Michel Piëch, Oliver Porsche sowie der einstige Henkel-Chef Ulrich Lehner an.

Mehr zum Thema

Aus Konzernkreisen wird berichtet, es handele sich bei den Ermittlungen um eine Vorsichtsmaßnahme. Es gehe darum, eine Verjährung zu verhindern. Diese würde nach Ablauf von fünf Jahren eintreten. Da es bei den inkriminierten Vorgängen um Vorfälle in der Zeit zwischen dem 10. März 2008 und dem 2. Oktober 2008 geht, wäre diese Zeitspanne bald abgelaufen.

Vermutet wird, dass Mitglieder des Porsche-Aufsichtsrats gegen Paragraf 20a des Wertpapierhandelsgesetzes verstoßen haben. Er stellt die Manipulation von Aktienkursen durch falsche Informationen unter Strafe. Bisher wurde deswegen nur gegen die ehemaligen Porsche-Vorstände Wendelin Wiedeking und Holger Härter Anklage erhoben. Es besteht der Verdacht, dass Porsche wider besseres Wissen andere Akteure am Aktienmarkt darüber täuschte, dass man in Wirklichkeit die ganze Zeit eine Übernahme und Beherrschung von VW anstrebte. Hintergrund ist das plötzliche Ansteigen des VW-Aktienkurses nach Bekanntwerden der Übernahmepläne im Oktober 2008. Der Kursanstieg kostete Leerverkäufer der VW-Aktie, die sich eindecken mussten, eine Milliardensumme.

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Wegen Iran-Geschäften Amerika drängt Commerzbank zu Kündigungen

Der Commerzbank drohen 650 Millionen Dollar Strafe in den Vereinigten Staaten. Die Behörden wollen offenbar aber auch, dass das Geldhaus Angestellte feuert. Wegen der Abschreckung. Mehr

30.09.2014, 07:58 Uhr | Wirtschaft
Polizei geht gegen Scharia-Polizei vor

Nach Patrouillen der selbst ernannten Scharia-Polizei hat die Polizei Wuppertal ihre Kräfte verstärkt. Wuppertal gilt als eine Hochburg der salafistischen Szene. Die Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben inzwischen Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsverbot gegen die Gruppe eingeleitet. Mehr

08.09.2014, 17:50 Uhr | Politik
Vorläufiges Ergebnis EU: Irlands Steuerregeln für Apple wohl nicht rechtens

Für die EU steht nach einer vorläufigen Prüfung fest: Irlands Steuerregeln für Apple sind eine staatliche Beihilfe. Nun ist Irland am Zug. Mehr

30.09.2014, 11:50 Uhr | Wirtschaft
Fifa-Funktionär drohen bis zu vier Jahre Gefängnis

Der Fifa-Topmanager Ray Whelan soll Eintrittskarten zu überhöhten Preisen auf dem Schwarzmarkt verkauft haben. Auch der Neffe von Fifa-Präsident Blatter steht unter Verdacht. Die Polizei ermittelt. Mehr

08.07.2014, 11:30 Uhr | Sport
Marktbericht Aktienkurs der Commerzbank bricht ein

Sorgen um hohe Strafen setzten den Kurs der Commerzbank am Montag unter Druck. Auch die Unruhen in Hongkong sehen Börsianer nicht gerne. Mehr

29.09.2014, 18:18 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 11.02.2013, 18:56 Uhr

Wen die Portoerhöhung am meisten kostet

Von Helmut Bünder

Die Deutschen schreiben immer weniger Briefe, daher regt sie die verbraucherunfreundliche Portoerhöhung kaum auf. Aber für manche kostet sie auch Millionen. Mehr 11 7


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Wo die Milliardäre wohnen

In den Vereinigten Staaten wohnen mit Abstand die meisten Superreichen der Welt. Deutschland ist unter ihnen aber auch beliebt - in Europa liegt nur ein Land vor der Bundesrepublik. Mehr 2

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden