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Verbraucherpreise Inflation auf niedrigstem Stand seit Ende 2010

 ·  Waren und Dienstleistungen kosteten im Juni durchschnittlich 1,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das ist die niedrigste Jahresrate seit Ende 2010. Günstigere Energiepreise sorgten dafür, dass die Jahresteuerung von 1,9 Prozent im Mai weiter zurückging.

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In Deutschland hält der Trend eines geringeren Preisdrucks an: Im Juni sank die Inflationsrate von 1,9 Prozent im Vormonat auf 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das ist die niedrigste Jahresrate seit Ende 2010. Im Monatsvergleich sanken die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Die Statistiker bestätigten damit vorläufige Zahlen von Ende Juni.

Günstigere Energiepreise sorgten allerdings dafür, dass die Jahresteuerung im Juni weiter zurückging. Damit sinkt der Preisdruck den zweiten Monat in Folge unter die Marke von zwei Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank von stabilen Preisen spricht. Noch im Februar lag die Inflationsrate bei 2,3 Prozent. Doch im Zuge der globalen Konjunkturflaute ebbte der Ölpreis zuletzt merklich ab und führte damit auch zur Entlastung der Verbraucher.

Energie war im Juni zwar vier Prozent teurer als vor einem Jahr; Haushaltsenergie legte um 4,9 Prozent zu und Tanken kostete 2,2 Prozent mehr. „Allerdings hat der Preisdruck bei Energie insgesamt allmählich nachgelassen - dies hat wesentlich zu der rückläufigen Inflationsrate beigetragen“, erklärten die Statistiker. Denn im Vergleich zum Mai verbilligten sich Mineralölprodukte um 3,2 Prozent. Kraftstoffe waren 2,9 Prozent günstiger und Preise für leichtes Heizöl gaben bereits den vierten Monat in Folge nach. Sie gingen um 4,3 Prozent zurück. Zum Vormonat mussten die Verbraucher auch für Bekleidung und Schuhe 1,5 Prozent weniger ausgeben. Unterm Strich verbilligten sich die gesamten Verbraucherpreise von Mai auf Juni um 0,1 Prozent.

Die Inflationsrate berechnet nach dem Harmonisierten Verbraucherpreisindex, der für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ausschlaggebend ist, lag im Juni bei 2,0 Prozent. Die EZB strebt für den gesamten Euroraum eine Rate von knapp zwei Prozent an. Im Monatsvergleich sank der HVPI um 0,2 Prozent. Auch hier wurde die vorläufige Schätzung bestätigt.
 

Quelle: FAZ.NET mit dpa-AFX, Reuters
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