02.12.2002 · Der nationale Index der Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe der USA (ISM) ist im dritten Monat in Folge unter der Marke von 50 geblieben.
Der nationale Index der Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe der USA (ISM) ist im November den dritten Monat in Folge unter der kritischen Marke von 50 geblieben und signalisierte damit eine weiter rückläufige Entwicklung der US-Industrie.
Ökonomen hatten einen Index-Anstieg auf 51,0 erwartet, was auf ein Wachstums des Sektors hingedeutet hätte. Im Oktober und September betrugen die Index-Stände 48,5 beziehungsweise 49,5. In einer ersten Einschätzung bezeichneten Händler den Index für November als „leicht enttäuschend“.
Die Aktienmärkte in Deutschland und in den USA gaben in Reaktion auf die Daten einen Teil ihrer Kursgewinne ab. Marktteilnehmer wiesen jedoch darauf hin, dass die US-Bauausgaben für Oktober weiter eine solide Lage des amerikanischen Immobilienmarktes zeigten, auch wenn diesen Daten keine herausragende Bedeutung zukomme. Der Euro reagierte auf den Index mit wieder steigenden Notierungen gegenüber dem Dollar. Allerdings wird von Marktteilnehmern die Nachhaltigkeit der Erholung bezweifelt, da die erwartete EZB-Zinssenkung am Donnerstag eher belastend wirken dürfte.
Gesamtwirtschaft weiter standfest
Nach Ansicht von ISM-Vorstand Norbert J. Ore fiel der Rückgang im Verarbeitenden Gewerbe im Vergleich zum Oktober moderat aus. Vor allem die Rückgänge bei den Auftragseingängen und sinkende Gehalts- und Lohnzahlungen haben sich nach Angaben von Ore auf den Index ausgewirkt. Der Beschäftigungsrückgang im Verarbeitenden Gewerbe habe sich beschleunigt, während sich der Anstieg der Preise verlangsamt habe, erklärte das Institute for Supply Management (ISM, ehemals bekannt als National Association of Purchasing Managers, NAPM).
„Die Gesamtwirtschaft zeigt sich weiter standfest, doch den Verarbeitenden Sektor trifft die ganze Wucht der abwärtsgerichteten Kräfte“, erklärte Ore. „Insgesamt gesehen gibt es jedoch keine Zeichen für einen nachhaltigen Richtungswechsel entweder nach oben oder nach unten.“ Als Faktor für die unsichere Stimmungslage in der Wirtschaft führte Ore die Irak-Spannungen an. Der Index für die bezahlten Preise verringerte sich auf 55,7 (Vormonat: 58,3) Punkte. Der Subindex für den Auftragseingang wurde mit 49,9 (50,9) angegeben. Der Beschäftigungsindex fiel den Angaben zufolge auf 43,8 (45,0) Zähler.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |