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Urteil über Tagesschau-App Sieg der Verlage

 ·  Überraschend klares Urteil aus Köln: Die Tagesschau-App ist presseähnlich - und das darf nicht sein. Die Richter machten diese Entscheidung an der App vom 15. Juni 2011 fest.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (49)

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Matthias Lier

Online(Werbe)terror bei FAZ.NET & Co

Nichts ist nerviger, als die Homepages der Zeitungen. Aufklappende Werbung, durchs Bild zischende Pop-Ups, Unlesbarkeit der Artikel. Nein, Zeitungslesen im Internet ist nichts, was Spaß macht.

Jeder Arbeitnehmer, der Angst hatte, durch osteuropäische Konkurrenz, seinen Job zu verlieren, wurde müde in den Kommentatoren belächelt. Jetzt selber so massiv auf Panikmache wegen eines Tagesschau-Apps zu machen, entspricht nicht den freien Gedanken der FAZ-Wirtschaftsredaktion. Schon komisch: Nach dem Wutbürgertum, welches ebenso belächelt wurden, macht aber die FAZ jetzt selber auf Wut-Redaktion.

Gute Produkte werden am Markt bestehen. Dass fast sämtliche Zeitungen noch immer nicht verstanden haben, dass sie etwas anderes anbieten müssen, als ihren von Abonennten/Käufern bezahlten Inhalt kostenlos im Internet zur Verfügung zu stellen ebenso.

Evt. werde ich bald mein Abo abbestellen - als "Kunde" der gedruckten Zeitung hat man keinen Vorteil gegenüber den Umsonstlesern im Internet.

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Andreas Girlich

Zeit, für einen neuen Rundfunkstaatsvertrag

Der neue Vertrag beinhaltet dann auch die Berieselung der Bevölkerung über andere Kommunikationskanäle als... ödes Fernsehen.
Natürlich sind die öffentlich-rechtlichen genau so objektiv wie die privaten Sendeanstalten/Verlage, die Wahrheit liegt wie immer dazwischen.
Damit sich diese "Wahrheit" weder in die eine, noch in die andere, Richtung verschiebt, muss der Rundfunkstaatsvertrag an neue Übertragungstechniken angepasst werden um den gleichgewichtigen Gegenpol zur klandestinen Manipulation der öffentlichen Meinung durch private Unternehmen zu erhalten.

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Johann Schulz-Gebeltzig

Liebe FAZ,

Freudensprünge auch in Ihrer Redaktion. Wiedermal. Schade. Sie hätten es nicht nötig.

Das gesamte Onlineangebot der öffentlich-rechtlichen ist längst nicht mehr "presseähnlich". Die meisten Artikel sind Transkripte der Radio- oder TV-Sendung, Wort für Wort. Sie haben auch schon durchgesetzt, dass sie nach 2 Wochen gelöscht werden, was peinlich genug ist und "dem Internet" widerspricht.

Nun haben Sie weiterhin Panik und Hass auf die App. Nachdem bei der Webseite nichts mehr zu bemängeln war - bloß ist die App nichts anderes.

Machen Sie es doch einfach besser! Die Artikel sind es - nur das Drumherum stimmt nicht. Ich bin Abonnent, warum schaffen Sie es da nicht, mir eine WERBEFREIE Webversion anzubieten? Warum gibt es immernoch keine App für Android? Überzeugen durch Leistung, nicht kömpfen auf dem Parkett des Gerichts!

PS: Bei manchen kostenlosen Webangeboten deaktiviere ich meinen Adblocker. Wenn die Werbung dezent ist etwa. Die FAZ gehört leider nichtmal hier dazu. Flash...

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Dagmar Gräfin Kerssenbrock

Es ist schwierig, sachlich zu bleiben!

Wenn man einen juristischen Tiefpunkt sucht, dann kann man das Urteil des Landgerichtes Köln zur Tagesschau-App von heute getrost anführen. Da verbietet ein Gericht eine Tagesschau-App vom Juni 2011 - als wenn es die noch geben würde. Da kann ein Gericht nicht zwischen einem technischen Ausspielweg und einem Telemedienangebot unterscheiden, daß durch eine App nur auf einem anderen Empfangsgerät abgebildet wird. Und da stellt ein Gericht fest, was presseähnlich ist - da kann ich als Nachhilfe für die Richter nur eine Vorlesung bei den Juristen zu Artikel 5 GG empfehlen - da ist man weiter.
Es ist schwierig, bei einem derartigen Urteil sachlich zu bleiben. Reden wir doch einfach darüber, das die Presse im Internet mit ihren Livestreams unter den Rundfunkbegriff fällt...,
oder, ob Tendenzschutz für die Presseverlage + Information und Recherche unter Wettbewerbs- und Kapitalertragsgesichtspunkten = objektive Information für ein Gesellschaft sein kann.

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Albrecht Schmidt

GEZ

abschaffen! Die Zwangsverspflichtung, diesen öffentlich-rechtlichen, politisch-korrekten Wahnsinn mitzumachen ist der reine Wahnsinn! Ich werde nächtes Jahr dageegen klagen! Und ich freue mich über den Sieg der Verlage in diesem Punkt!

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Marc-Daniel Volk
Marc-Daniel Volk (mdvolk) - 28.09.2012 09:37 Uhr

Warum nicht die eigene App verbessern?

Worüber freut sich der Verlag der FAZ nun eigentlich? Darüber, dass die Leute, ist die Tagesschau-App zukünftig weniger informativ, die FAZ bestellen? Das glaubt doch niemand im Ernst.
Vielmehr muss man sich doch fragen: Warum ist die iPhone-App der FAZ nicht annähernd so gut, wie die Tagesschau-App? Warum schafft es die FAZ nicht, ihre App auch für Android anzubieten, was die Tagesschau schon lange macht?

Liebe FAZ, machen Sie sich selbst konkurrenzfähig und verbessern Sie Ihre eigene App, dann werden die Nutzer dafür auch gerne 2,99€ im Monat zahlen - hier ist die Welt übrigens ebenfalls günstiger.

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Marcus Fronto

Manche Foristen wollen alles umsonst und verstehen leider nicht, worum es geht

Die Tagesschau wird über die GEZ-Milliarden von den Bürgern bezahlt und hat einen klaren Auftrag, was sie mit dieser pauschal zugewiesenen Summe zu tun, und zwar öffentl.-rechtl. Fernsehen und Radio. ARD und ZDF haben kein recht, GEZ-Mittel dafür einzusetzen, den Verlagen das Wasser abzugraben. Die Verlage, z.B. die FAZ, müssen ihre Einnahmen selbst verdienen. Wenn Zeitungen, was manche hier in naiver Piratenmanier fordern, ALLE Inhalte ins Netz stellen würden, könnten sie nicht mehr existieren und dann gäbe es keine Inhalte mehr.

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Harald Schmidt
Harald Schmidt (Harry67) - 28.09.2012 06:33 Uhr

Presseähnlich ...

Was für ein waberiger Begriff! Persönlich habe ich allerdings nichts dagegen, wenn das Tagesschau Online Angebot wieder mehr aufs Wesentliche gekürzt wird. Soll halt ene Quotenhilfe sein - gehaltvoller Journalismus sieht meiner Ansicht nach aber anders aus. Was allerdings auch den Blick auf die Qualität der konkurrierenden Verlagsangebote lenkt. Mit der stärker werdenden Tendenz zum heißgestrickten Meinungsjournalismus muss man sich nicht wirklich wundern, wenn die beanspruchte Kernkompetenz von den Lesern nicht mehr so richtig gewürdigt wird.

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Stefan Rieneckert

Eine erneute Niederlage des Internet

Ich bin deutscher Staatsbürger, lebe u arbeite jedoch seit einem Jahr in China.
Ich interessiere mich sehr für Politik u Nachrichten u Stille meinen Wissensdurst ausschließlich übers Internet, da es mir hier anders garnicht möglich ist.
Erst seitdem ich in einem Land wie China lebe, weiß ich die Informationsfreiheit in Deutschland umso mehr zu schätzen. In China kann ich weder auf Blogs zugreifen, YouTube, Facebook u auch andere Medieninhalte sind hier grundsätzlich gesperrt. Auch ist es mir nicht möglich die Tagesthemen, Heute-Journal o.ä. per Stream zu empfangen.
Die Freiheit des Internets in Deutschland, unzensiert Medien-Inhalte anzubieten ist ein großes Gut, welches geschützt werden sollte, anstatt durch Profitgier der einzelnen Verlage ausgehöhlt zu werden!
Meinen Sie wirklich, dass ich nun die FAZ als e-paper abonniere, um dann morgens alte Artikel des Vortages im Internet zu lesen? Vielen Dank...
Über die Entscheidung des Kölner Lansgericht bin ich persönlich sehr enttäuscht.

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Christian Wolff

öffentlich-rechtliche Vollversorgung

öffentlich - rechtlicher Rundfunk heisst für mich: Rahmenbedingung im Sinne der Aliierten aus gutem Grund. Freie Presse heißt für mich: frei wirtschaftlich arbeitendes System, das u.a. von Anzeigenkunden lebt und somit nicht frei ist. Wie so oft: Die Mischung macht´s. Hier steht also Gebührenkonzept einer Freiheit gegenüber , die keine ist. Also: Werbeverbot für die ÖR, freie merkantile Entfaltung für die "Freien". So könnte daraus eine Vielfalt entstehen, die alle Informationsbedürfnisse abdeckt. Genau das ist es wahrscheinlich, was der Bürger will. Rundfunkgebühren sollen ein Gegengewicht schaffen, keine Konkurrenz. Warum sollten sich öffentlich-rechtlich vollversorgte Journalisten ohne Risiko auf Konkurrenz einlassen und in den freien Märkten herumräubern ? Genau das sollen sie ja gerade nicht !

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Karl S. Walter

Erst geizig dann peinlich

Wer versucht, einen Konkurrenten vom Markt zu k l a g e n, ist verdächtig, selbst nicht die Qualität anbieten zu können wie der Beklagte. Welch ein peinliches Armutszeugnis liefern hier die deutschen Verleger in ihrem ureigensten Bereich ab?

Nur haben sie eine Entwicklung ihrer eigenen Internet-Medien intensiv verpennt oder - was leider eher zu befürchten ist - vergeizt. Tagesschau.de - und darum geht es natürlich und nicht um die Zugangs-App - ist gut gemacht (Das n. b. ist keine Geldfrage).Gut gemacht von guten Journalisten. Für sie ist eine Arbeit in den öffentlich-rechtlichen Medien immerhin eine Alternative zu den Erniedrigungen durch die dilettierenden Shareholder-Value-Gelfrisuren.

Was aber maßt sich das Verlagsunwesen an, in das geistige und materielle Eigentum der Gebührenzahler einzugreifen? Sperrung oder Löschung von Archiven? Totalitärer Verlegerkapitalismus frisst Informationsfreiheit.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 27.09.2012 21:40 Uhr

Das Urteil ist zwar erfreulich, aber hoffentlich nur der Anfang einer Entwicklung gegen ...

... den Zwangsverkauf von "Information, Bildung, Unterhaltung und Orientierung" durch die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten.

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Alex McLee
Alex McLee (AlexMcLee) - 27.09.2012 19:58 Uhr

Tageschau App nicht verboten

Liebe WAZ, FAZ und Co lesen sie bitte noch mal die Presseerklärung bevor sie hier von Klaren Urteil und Sieg für dei Zeitungen sprechen.

"Ein generelles Verbot der App, wie von der Klägerseite ursprünglich bean- tragt, scheidet nach Auffassung der Kammer allerdings aus, weil die App entgegen der Auffassung der klagenden Verlage das Genehmigungsver- fahren nach dem Rundfunkstaatsvertrag durchlaufen hat (§ 11f RStV)."

Tageschau App ist also erlaubt, legendilch Inhaltich können sie sich beschwehren und Änderungen verlangen.

Aber stattdesen sollten sie lieber ihr eigenes Angebot Kokurrenzfähiger machen.

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Max Wiedemann
Max Wiedemann (maicaj) - 27.09.2012 19:34 Uhr

herzlichen glückwunsch liebe faz

es wird nur nichts am eigentlichen problem ändern, dass sie und die anderen zeitungsverlage seit jahren nicht in der lage sind, ihre inhalte ordentlich im internet anzubieten. wenn mir zum beispiel jemand einen artikel aus der heutigen gedruckten faz empfiehlt, werde ich ihn teilweise erst tage später (wenn überhaupt) in der onlinesuche finden. ich kann ihn gar nicht kaufen, außer ich abonniere mir das e-paper. qualitativ sind die meisten online-angebote der zeitungen auch einfach schlecht. arbeiten sie lieber mal an ihrem eigenen onlineangebot, an funktionierenden bezahlmodellen, statt eines der besten angebote im deutschsprachigen internet kaputt zu machen.

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Edda Kuhlmann

Ein gutes Urteil zur Sicherung der Meinungsvielfalt

Wir leben im Ausland, schauen aber gelegentlich mal bei ZDF oder ARD die Nachrichten an. Meistens schalten wir schnell wieder ab - eine derartige Volksverdummung und einseitige Meinungsmache ist wirklich kaum zum Aushalten. Ermoeglicht wird dieses nur durch die Zwangsabgaben, die den oeffentlich rechtlichen Sendern eine fast monopolartige Stellung sichern und die private Konkurrenz auf das reduziert, was der Masse verkaeuflich ist.

Online Apps kosten Geld, das muss irgendwo her kommen. Die OeR muessen sich, im Gegensatz zu den Privaten, darueber keine Gedanken machen, wird es knapp, werden einfach die Gebuehren erhoeht. Wuerde den OeR auch noch der Online Bereich eroeffnet, wuerde es auch hier zu unfairem Verdraengungswettbewerb zu Lasten der Privaten kommen. Das erste Opfer waere die Meinungsvielfalt im Internet. Nachrichten sind eben nicht gleich Nachrichten und ich zumindest bin heilfroh, dass es ausser den OeR noch andere Informationsquellen gibt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.09.2012 08:19 Uhr
Horst-G. Willweber

Eine besondere Empfehlung: BILD-App!

Da Sie nach eigenen Worten nur 'gelegentlich' (und angeblich nur volksverdummende) Nachrichten auf ARD und ZDF anschauen, dürfte die BILD-App eine ausgezeichnete Alternative sein: Rundum seriös und investigativ informiert; eben das ganze Bild!

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Christian Meyleran

Medienmacht

Eigentlich bräuchte es dringend eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der offentlich-rechtlichen Medienmacht, deren Missbrauch und deren demokratischer Legitimation, gerade in Zeiten der Europa- und Demokratie-Krise.

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Dennis Sander

Geld verdienen

Darum geht es den Verlaen - in der heutigen Zeit wohl auch nichts Verwerfliches mehr.

Aber wenn man mit dem Internet Geld verdienen will, dann sollte man sich eben auch daran anpassen; also Angebote schaffen, die eineZahlung wert sind.
Die Verlage bieten jedoch nicht nur im Netz dies nicht an, sie bieten auch keine/ keine akzeptablen Apps für Smartphones und Tablets an. Wenn Sie Interesse an den mobilen Usern haben, sollten Sie sich auch etwas einfallen lassen. Auf die FAZ greife ich auch nur über eine externe App zu, und sie ist nur eine unter vielen Seiten.
Die Tagesschau-App ist eine der besten verfügbaren Apps überhaupt, die öR haben es nunmal verstanden, wie man Nachrichten an den Mann/die Frau bringt.

Da würde ich mir lieber einen dreckigen Trick seitens der ARD wünschen als Ihren Erfolg, solange Sie zu faul/ ignorant sind, zu verstehen, wie man Nachrichten an mobile Nutzer bringt.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.09.2012 20:39 Uhr
Dennis Sander

Engstirnige Sicht

Anders mag ich es nicht beurteilen.
Nachrichten sind zur Information gedacht, ein gesunder Menschenverstand ist selbst dazu in der Lage, sich Gedanken darüber zu machen, ob er es gutheißt oder es kritisch findet, was er dort erfahren hat. Und das ist der wichtige Unterschied zwischen ARD/ZDF und den meisten Printmedien. Der reißerische, auch gerne von (gewollten) Ungenauigkeiten durchzogene, Ton hat nichts in den Nachrichten zu suchen - Das sind Kommentare, keine Nachrichten.
Wer nicht selbst dazu in der Lage ist, sich ein Bild über ein Ereignis zu machen (i.e. Euro-Krise), der darf gerne die BILD lesen, ob er nun die Wahrheit erfährt, oder ob hinter der Redaktion nicht auch Interessen stehen, ist ihm dann sowieso egal.

Es ist nervig, immer wieder diesen völlig unangebrachten Kritikpunkt zu hören. Berichterstattung hat neutral statt zu finden - Urteile bilde ich mir bitte selbst!
Ich kann darauf verzichten, dass mir eine Meinung gepredigt wird (wie es in den anderen Medien stattfind

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Dietmar Schmitt

Illegale Finanzierung

"Die Tagesschau-App ist eine der besten verfügbaren Apps überhaupt, die öR haben es nunmal verstanden, wie man Nachrichten an den Mann/die Frau bringt."

Gibt man den Verlagen illegale Millionen (etwa über die GEZ, aus Steuergeldern oder einfach nur per Bankraub), dann werden die sich sicher auch aufwändigere Apps leisten können.

Es ist nicht Aufgabe des bundesdeutschen Parteienfunks, im Internet eine zwangsgebührenfinanzierte "Grundversorgung" aufzubauen. Die steht seit über 15 Jahren, das Ansinnen ist absurd.

Was wird als nächstes zwangsweise durchgesetzt? Ein ÖR-youtube, paritätisch mit Vertretern von vier Parteien besetzt? Ein zwangsgeldfinanzierter Verlag für politische Biographien, der unabhängig vom Verkauf horrende Vorschüsse zahlt?

Doch allein schon aus rechtlichen Gründen muss der Staatsfunk dann klären, wie er die Konsumenten aus anderen Ländern (von Österreich bis Jamaica) entweder ausschließt oder an den Kosten beteiligt.

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Elisabeth Dreier

Es reicht nicht Nachrichten an die Nutzer zu bringen, die Qualität muss auch stimmen.

An der die Qualität der Berichterstattung fehlt es ARD/ZDF oder gar MDR. Kritische Fragen/Aspekte werden im öffentl.-rechtl. Rundfunk erst gesendet wenn alles gelaufen ist, der Zuschauer also bewußt dumm gehalten wird bis die Tatsachen vollendet sind. Man erinnere sich an die Berichterstattung noch Tage vor dem Urteil zu dem ESM Fond. Nichts kritisches, nur Jubelraketen für den Euro oder wie kann man den Euro retten, nie hörte ich eine Frage, wie ist ein Ausstieg aus dem Euro möglich,…
Der öffentl.-rechtl. Rundfunk ist von ehemaligen Parteibonzen durchsetzt. Daher hat man sich entweder dem Diktat der großen Parteien unterworfen oder den gleichen Tunnelblick. Zudem ist der Auftrag des öffentl.-rechtl. Rundfunks hauptsächlich Information. Wozu muss Bundesliga gezeigt werden, wozu braucht es neben ARD und ZDF x weitere Sender? Das kann und sollte privat geleistet werden. Derzeit werden Private Medien vom öffentl.-rechtl. Rundfunk überlagert, da weniger Geld zur Verfügung steht.

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Rüdiger Moll
Rüdiger Moll (brmoll) - 27.09.2012 18:11 Uhr

Geförderter Rechtsbruch durch die Politiker

Endlich werden die Staatsmedien eingegrenzt. Die verantwortlichen Politiker haben die laufenden RECHTSBRÜCHE des Staatsrundfunks geduldet und gefördert und haben sich damit auch über die Gesetze gestellt.

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Gerhart Manteuffel
Gerhart Manteuffel (cem_m) - 27.09.2012 18:07 Uhr

Haben Zeitungsverlage ein Monopol auf Nachrichten-Apps? Ein groteskes Urteil.

Das Urteil mag auf deutschem Recht basieren - es ist aber fortschrittsfeindlich und geradezu grotesk. Ausgerechnet die Monopolisten unserer Zeitunsbranche beschweren sich über Konkurrenz bei den apps. Dabei würde gerade dort eine freie Marktwirtschaft sinnvoll sein. Es ist völlig egal, wer Nachrichten ins Netz stellt - auf der ganzen Welt gilt die Freiheit des Internets. Hier geht es ums Geld, vor allem der Springer-Clique. Denn sie nehmen Geld für ihre dürftigen Nachrichten-Dienste im Netz. Ohnehin nutzt der vernünftige Mensch nicht Welt online sondern wohl eher FAZ online. Aber warum besteht man hier auf einem Monopol? Weltweit gibt es so etwas nicht. Die deutsche Judikative beweist mal wieder ihre hölzerne Unbeweglichkeit - sie hat vom Internet keinen Schimmer. Die Staatsverträge sind überholt - sie wurden lange vor dem Internet von ähnlich hölzernen Juristen konzipiert und gehören zerschlagen. Natürlich ist auch das System des Öffentlichen Rundfunks überholt und gehört erledigt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.09.2012 06:38 Uhr
Wolfgang Arlt
Wolfgang Arlt (WArlt) - 28.09.2012 06:38 Uhr

Zum Glück noch nicht!

Ich denke, dieser Beitrag trifft den Kern der Sache! Überhaupt kann ich die Auseinandersetzung mit den öffentlich rechtlichen Sendern und den privaten sowie den Verlagen nicht ganz nachvollziehen. Statt vor Gericht, sollte man sich bei den Verlagen und privaten TV-Sendern intern mit den angebotenen Inhalten mehr auseinandersetzen und hier einfach das Angebot und Niveau etwas anheben. Dann regelt sich manches von selbst. Die Intelligenz der deutschen Bevölkerung scheinen letztere gemessen an manchen Beiträgen nicht sonderlich hoch einzuschätzen.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 27.09.2012 21:55 Uhr

Richtiges Urteil

Jeder kann selbstverständlich schenken, was er will, gratis Inhalte in das Internet stellen. Das tun viele Leute, das tun aber die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten nicht: gerade sie schaffen es, Geld dafür zu kassieren, und zwar mit Gebühren- und Beitragszwang. Es ist unlauterer Wettbewerb gegen die Presse.

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Moritz Petersen
Moritz Petersen (Mo1234) - 27.09.2012 17:01 Uhr

Das geht nicht weit genug

Der ursprüngliche Auftrag der öffentlich rechtlichen Sender war in den 60ern gerechtfertigt, ist dies aber heute mit Sicherheit nicht mehr. Damals ging es noch um eine Minimalversorgung.
.
Diese Sender sollten sich heute aber aus allen Bereichen zurückziehen, in denen sie eine subventionierte Konkurenz zu Privaten Angeboten darstellen. Dies sind ins besondere der Sport, Seifenopern, Krimis, Kommödien, Rock-Pop-Radio und dergleichen. Beim Sport treiben sie die Kosten der Ausstrahlungsrechte unnötig in die Höhe; bei Seifenopern, Krimis und Kommödien produzieren sie nur teuren Einheitsbrei; Beim Radio sind sie die Angebote gleich mehrfach redundant.
.
Sie sollten sich auf das konzentrieren, was Privat nicht angeboten wird: Sportberichterstattung die Privat nicht ausgestrahlt werden (Eishockey, Basketball, etc.); Weiter gute Dokumentationen (Und nicht den Greenpeace-Schund, den der ZDF in den letzten 3 Jahren größtenteils produziert); Non-Mainstream-Radio.

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Jahrgang 1983, Redakteur in der Wirtschaft.

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