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Unternehmenszusammenschlüsse „Finanzinvestoren zahlen bei Übernahmen verrückte Preise“

23.12.2004 ·  Unternehmen werden nicht mehr nur von Unternehmern gekauft, die Produkte herstellen, Märkte erobern oder Arbeitsplätze schaffen wollen. Unternehmen werden zunehmend von reinen Finanzinvestoren erworben.

Von Georg Giersberg, Frankfurt
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Kapital kennt keine Grenzen - keine Landesgrenzen und keine Branchengrenzen. In kaum einem Jahr traf dieser Allgemeinplatz so zu wie in diesem. Unternehmen werden nicht mehr nur von Unternehmern gekauft, die Produkte herstellen, Märkte erobern oder Arbeitsplätze schaffen wollen.

Unternehmen werden zunehmend von reinen Finanzinvestoren erworben, die vor allem Entwicklungspotential sehen und die Aussicht auf eine hohe Rendite in kurzer Zeit. Und diese Finanzinvestoren kommen vor allem aus Amerika.

„Private-Equity-Investoren zählen zu den dynamischsten Akteuren“

Zwar tauchen auch in diesem Jahr unter den Erwerbern Namen wie Volkswagen, Hochtief, Eon oder Talanx auf, und selbst das inhabergeführte Unternehmen Oetker hat zugekauft. Beherrscht wird der Markt aber zunehmend durch Finanzinvestoren, durch die sogenannten Private-Equity-Firmen oder die Risikokapitalgeber. Sie suchen Anlagemöglichkeiten für ihr Geld, das ihnen Fonds oder reiche Privatpersonen zur Verfügung stellen.

Und dabei werden sie offenbar besonders in Deutschland fündig. Während weltweit etwa 7 Prozent aller Übernahmen von Private-Equity-Häusern durchgeführt werden, schätzt Thomas Ehren, Managing Partner des Bereichs Corporate Finance bei dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG, in Deutschland den entsprechenden Anteil auf etwa 30 Prozent. „Private-Equity-Investoren zählen in Deutschland in diesem Jahr zu den dynamischsten Akteuren im Übernahmemarkt. Dieser Trend wird sich im kommenden Jahr fortsetzen“, ist Ehren überzeugt.

Verrückte Preise

Das glaubt auch Arno Burckhardt, geschäftsführender Gesellschafter der auf Übernahmen und Beteiligungen spezialisierten Beratungsgesellschaft M&A International GmbH, Kronberg bei Frankfurt. Er nennt auch einen triftigen Grund: „Die Finanzinvestoren zahlen bei größeren Übernahmen c“, sagt er und meint damit verrückt hohe Preise im Gegensatz zu früher, als strategische Investoren diejenigen waren, die aufgrund der erwarteten Synergien die höchsten Preise boten.

Als Beispiel nennt er die Übernahme der Bonner Tank & Rast AG durch die britische Beteiligungsgesellschaft Terra Firma. Terra Firma hat für den Betreiber von 90 Prozent der deutschen Autobahnraststätten und Tankanlagen 1,1 Milliarden Euro an die Altgesellschafter Deutsche Lufthansa, Allianz und Apex bezahlt und damit den dreifachen Umsatz. Unter den Private-Equity-Firmen selbst wird bereits diskutiert, ob hier nicht über ständig steigende Preise eine neue Blase erzeugt wird, die eines Tages platzt.

Unter zehn größten Übernahmen waren fünfmal Finanzinvestoren Erwerber

Der Verkauf von Tank und Rast ist auch ein Beispiel für ein weiteres Phänomen des Übernahmemarktes. Die sogenannten Secondary-Buyouts nehmen zu, bei denen sich Finanzinvestoren (hier Apex und Terra Firma) die Unternehmen gegenseitig verkaufen. Das gleiche geschah, als die britische Doughty Hanson in diesem Frühjahr die Autoteile Unger AG nicht an der Börse unterbringen konnte und für 1,45 Milliarden Euro an die nordamerikanische Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts Co. (KKR) verkaufte. Und auch der Sanitärarmaturenhersteller Grohe, der - statt über die Börse zu verkaufen - von BC Partners an ein Konsortium amerikanischer Beteiligungsgesellschaften veräußert worden ist, fällt in diese Kategorie. Für Grohe wurde mit 1,8 Milliarden Euro der doppelte Umsatz bezahlt. Der bisherige Eigentümer hatte das Unternehmen zum Jahreswechsel 1999/2000 für den halben Preis erworben.

KKR war auch beim Kauf der unter dem Namen Dynamit Nobel gebündelten Spezialchemiesparten der MG Technologies zum Zuge gekommen. Gemeinsam mit CSFB Private Equity hat KKR für 2,25 Milliarden Euro vier (Sachtleben Chemie in Duisburg, Chemetall in Frankfurt, Ceramtec in Plochingen und DNES in Troisdorf) der fünf Sparten gekauft und inzwischen in die nordamerikanische Rockwood integriert. Die vorerst letzte Übernahme seitens KKR ist noch nicht abgeschlossen. Die Investoren aus Amerika wollen das Duale System Deutschland (Grüner Punkt, Gelber Sack) übernehmen. Die Kollegen von 3i haben den Erwerb des Pflanzenarzneimittelherstellers Lichtwer Pharma dagegen schon abgeschlossen. Allein unter den zehn größten Übernahmen (siehe Tabelle) waren fünfmal Finanzinvestoren die Erwerber.

Markt stagniert

Finanzinvestoren leben von der Verzinsung ihres Einsatzes, müssen also auch einmal wieder verkaufen. Auch hier gehörte KKR zu den großen Mitspielern am Markt. Das Unternehmen hat den Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf über die Börse wieder abgestoßen.Schneller als erwartet steht auch der Chemiekonzern Celanese vor einem neuen Börsengang. Der Finanzinvestor Blackstone, der Celanese erst im Frühjahr für 3 Milliarden Euro übernommen hatte, hat einen entsprechenden Antrag bei der New Yorker Börsenaufsicht (SEC) gestellt.

Notiert werden soll die neue amerikanische Obergesellschaft Celanese Corp., der alle Anteile der Celanese Americas Corp. sowie gut 84 Prozent der Celanese AG in Kronberg bei Frankfurt gehören. Diese aus der früheren Hoechst AG hervorgegangene Gesellschaft wird selbst noch an der Frankfurter Börse notiert. Das Volumen des Börsengangs, vor dem Blackstone noch einen Prospekt für die potentiellen Anleger mit umfassenden Angaben zum Unternehmen veröffentlichen müßte, wird auf bis zu 750 Millionen Euro beziffert. Das ist allerdings nur ein vorläufiger Wert, der mit dem tatsächlichen Volumen des späteren Börsengangs nicht übereinstimmen muß. Repräsentativ für den Gesamtmarkt der Übernahmen waren die zunehmenden Aktivitäten der Finanzinvestoren allerdings nicht. Entgegen allen Erwartungen stagniert nämlich der Markt. Alle Hoffnungen auf eine Belebung erfüllten sich bestenfalls im ersten Halbjahr. Im zweiten Halbjahr kam es wieder zu einem Rückgang. Insgesamt geht Burckhardt davon aus, daß es im Jahr 2004 wie im Vorjahr etwa 1200 Mehrheitsübernahmen gab, an denen zumindest ein deutscher Partner beteiligt war.

Übernahme mit vielen Emotionen

Eine der größten strategischen Transaktionen war der Erwerb der deutschen Industriegasefirma Messer Griesheim durch den französischen Mitbewerber Air Liquide. Für die 780 Millionen Euro Umsatz hat man etwa 2 Milliarden Euro bezahlt. Air Liquide ist bei Industriegasen jetzt in Deutschland der zweitgrößte Anbieter knapp hinter Linde. Viel Aufmerksamkeit zog eine Übernahme auf sich, die Deutschland eher am Rande betraf, aber hierzulande mit vielen Emotionen begleitet wurde: die Übernahme des deutsch-französischen Pharmakonzerns Aventis S.A. durch den Pariser Mitbewerber Sanofi-Synthélabo.

Aventis hat im April nach einem heftigen dreimonatigen Abwehrkampf eine aufgestockte Bar- und Aktienofferte von Sanofi akzeptiert, die zuletzt einen Wert von 51,2 Milliarden Euro hatte. Der inzwischen in Sanofi-Aventis S.A., Paris/Straßburg, umbenannte drittgrößte Pharmakonzern der Welt wird im kommenden Jahr seinen Sitz vollständig nach Paris verlegen und Straßburg aufgeben, das als Kompromiß in der früheren Fusion von Rhone-Poulenc und der deutschen Hoechst zu Aventis gedient hatte.

Anspruchsvolle Gewinnziele

Strategisch war auch der Kauf der im sauerländsichen Iserlohn-Letmathe beheimateten Bakelite AG begründet. Bakelite stand nach dem Zweiten Weltkrieg für Modellautos und Telefongehäuse. Der Formmassenhersteller wurde nach einer Restrukturierung an den amerikanischen Chemiekonzern Borden Chemicals verkauft. Der bisherige Eigentümer Rütgers (der zum Teilkonzern Degussa der RAG gehört) will sich künftig auf die Teerverarbeitung spezialisieren. Die großen deutschen Chemieunternehmen BASF, Bayer und Hoechst möchten mit Textilfarben nichts mehr zu tun haben.

Sie haben sich im Zuge der Bereinigung von dem Textilfarbenhersteller Dystar getrennt. Das Unternehmen mit seinen 4000 Beschäftigten in Frankfurt, Leverkusen, Ludwigshafen und Brunsbüttel ging für fast 600 Millionen Euro an den amerikanischen Finanzinvestor Platinum Equity. Der Automobilzulieferer Continental hat seine Tochtergesellschaft Conti-Tech zu einer der weltweit führenden Spezialunternehmen der Kautschuk- und Kunststoffindustrie ausgebaut, indem er der Gesellschaft die bisher unabhängige Hamburger Phoenix AG einverleibte. Die Kölner Rewe hat ihre führende Stellung als größter Lebensmittelhändler gefestigt. Sie betreibt nicht nur die Karstadt-Lebensmittelabteilungen zusätzlich, sie hat mit Wirkung vom 1. Jnauar 2005 auch 119 Extra-Märkte der Metro übernommen und in der Schweiz den drittgrößten Händler, die Gruppe Bon Appétit, in ihren Besitz gebracht.

Die Siemens-Sparte Lösungen und Dienstleistungen für die Industrie (I&S) erhofft sich von dem amerikanischen Konzern US Filter einen maßgeblichen Beitrag zum Erreichen anspruchsvoller Gewinnziele. Siemens hat zum 1. August US Filter für 993 Millionen Dollar übernommen. Der Konzern ist in den Vereinigten Staaten vor General Electric Marktführer in der Wasser- und Abwasseraufbereitung. Das von dem französischen Versorgungskonzern Veolia gekaufte Unternehmen US Filter erzielte zuletzt bei einem Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Dollar eine Betriebsergebnismarge von 5 Prozent.

RWE erlöste 1,034 Milliarden Dollar

Am offensichtlichsten war die interne Bereinigung bei dem Energiekonzern RWE, der mit großen Unternehmensverkäufen seine Konzentration auf das Kerngeschäft Strom, Gas und Wasser weitgehend abgeschlossen hat. Der erste Paukenschlag war der Verkauf des Bauunternehmens Hochtief. Innerhalb weniger Stunden hatte der fünftgrößte Baukonzern der Welt neue Eigentümer gefunden. Das vom langjährigen Großaktionär RWE offerierte Angebot von 32 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 21,75 und 23 Euro hatten institutionelle Anleger aus Europa und den Vereinigten Staaten schnell mehrfach überzeichnet. Das 179 Millionen Euro betragende Aktienkapital ist somit heute breit und auch - wie das Geschäft von Hochtief selbst - sehr international gestreut.

Zwei Monate später trennte sich RWE von seiner Mehrheitsbeteiligung (50,02 Prozent) an der Heidelberger Druckmaschinen AG. RWE war seit 1940 Aktionär von Heideldruck. Und im September wurde ein drittes Teilstück aus dem RWE-Konzern veräußert. Der westfälische Entsorgungskonzern Rethmann hat rund 70 Prozent des Geschäftsvolumens RWE Umwelt gekauft. Der Abschluß des dreistufigen Verkaufs des amerikanischen Steinkohlenunternehmens Consol Energy Inc., Pittsburgh, ist dabei fast untergegangen. Im Februar war das letzte Paket von 18,5 Prozent im Rahmen einer Privatplazierung untergebracht worden. Insgesamt habe RWE dann für seine Consol-Aktien 1,034 Milliarden Dollar erlöst.

Großes Geschäft für die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte

Ähnliche Bereinigungen fanden auch beim Wettbewerber Eon statt, der das Industriegeschäft der Ruhrgas AG abstieß, oder auch bei dem Stahlkonzern Thyssen-Krupp, der seit der Fusion der beiden ehemals selbständigen Konzerne Thyssen und Krupp Desinvestitionen mit einem addierten Umsatz von 4,8 Milliarden Euro vorgenommen hat und gleichzeitig die Kernsegmente, voran die Automobilzulieferung und den Aufzugbereich, durch Käufe von Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von 5,6 Milliarden Euro gestärkt hat. Insgesamt hat sich Thyssen-Krupp in den beiden zurückliegenden Geschäftsjahren von 21 Gesellschaften mit 12.650 Beschäftigten getrennt, die zusammen auf 2,4 Milliarden Umsatz und per saldo 7 Millionen Euro Verlust kamen. Zuletzt hat sich Thyssen-Krupp von 48.000 Werkswohnungen getrennt und dafür gut 2 Milliarden Euro erzielt.

Ein noch größeres Geschäft mit Wohnungen machte in diesem Jahr die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte. Die Rentenversicherung verkaufte für 2,1 Milliarden Euro das Essener Wohnungsbauunternehmen Gagfah an die amerikanische Fondsgesellschaft Fortress. Hinter Gagfah verbergen sich 80.000 Wohnungen. Mit fast 66.000 Wohnungen ging die Berliner Wohnungsbaugesellschaft GSW zum Preis von 405 Millionen Euro vom Land Berlin an ein internationales Konsortium aus Fondsgesellschaften mit Whitehall (Goldman Sachs) und Cerberus an der Spitze. Diese Wohnungen waren so billig, weil die Erwerber 1,7 Milliarden Euro Schulden mit übernommen haben.

Oetker kauft Onken

Zum größten deutschen Bierbrauer ist der Familienkonzern Oetker in diesem Jahr aufgestiegen. Der Dortmunder Konzern Brau und Brunnen (Marken: Jever, Dortmunder Union, Wicküler, Schultheiss) ist mit der bereits zu Oetker gehörenden Radeberger-Gruppe (Radeberger, Clausthaler, DAB, Binding, Ur-Krostitzer) zusammengelegt worden; sie ist mit einem gemeinsamen Marktanteil von 15 Prozent die größte deutsche Braugruppe, die etwa 1,5 Milliarden Euro (einschließlich Mineralwasser) umsetzt. Kurz nach der Übernahme von Brau und Brunnen hat Oetker die Onken GmbH in Moers gekauft, einen Hersteller (200 Millionen Euro Umsatz) von Fertigdesserts, Joghurt- und Quarkprodukten.

Erheblich vergrößert hat sich die Privatbank Sal. Oppenheim durch die Übernahme der BHF-Bank (1.800 Mitarbeiter, 600 Millionen Euro Eigenkapital). Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), bisher schon größte und ertragsstärkste deutsche Landesbank, übernimmt sowohl die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) in Mainz wie auch die bisher als Privatbank auftretende BW-Bank in Stuttgart. Mit einer Bilanzsumme von mehr als 400 Milliarden Euro werde die LBBW damit auch die viertgrößte Geschäftsbank Deutschlands nach der Deutschen Bank, der Hypo-Vereinsbank und der Dresdner Bank - und noch vor der Commerzbank.

Kleine Unternehmen müssen aufpassen

Einige Leser werden sich die Augen gerieben haben über die Meldung „Deutsche Bank verkauft Trevira“. Aber sie stimmte. Die Frankfurter Trevira GmbH, ein Überbleibsel aus dem einst weltumspannenden Treviraunternehmen innerhalb der Hoechst AG, ist an die indische Reliance Group verkauft worden. Ende der neunziger Jahre hatte sich Hoechst vom Fasergeschäft getrennt. Ein großer Teil ging an die Unternehmen Koch (Vereinigte Staaten) und Saba (Mexiko). Das europäische Geschäft mit den Markenrechten erwarb die indonesische Multikarsa-Gruppe. Im Jahr 2000 übernahm die Deutsche Bank das Unternehmen Trevira, das sie jetzt an die größte private indische Unternehmensgruppe weitergegeben hat. Trevira steht seit 50 Jahren als Synonym für Polyesterfasern, die heute aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken sind. Trevira macht die Wäsche hautfreundlich und haltbar, farbecht und wetterfest, atmungsaktiv und flauschig. Weil die Faser schwer brennt, sind Gardinen und Decken in Hotels meist aus Trevira.

Weitergereicht wurde auch der Mobilfunkhändler Debitel. Der Schweizer Telekommunikationskonzern Swisscom hat das Stuttgarter Unternehmen für 640 Millionen Euro an die Fondsgesellschft Permira verkauft. Ein Schnäppchen haben Christoph Fisser und Carl Woebcken in diesem Jahr gemacht: Sie haben für einen Euro die traditionsreichen Filmstudios Babelsberg erworben - und damit die älteste europäische Produktionsstätte für Filme, wo seit 1911 so bekannte Streifen wie „Metropolis“ (Regie Fritz Lang), „Melodie des Herzens“ (Willy Fritsch), „Der blaue Engel“ (mit Marlene Dietrich) oder „Die Mörder sind unter uns“ (mit Hildegard Knef) gedreht wurden.

Gerade kleine Unternehmen müssen aufpassen, daß sie nicht auch zu einem solchen Schnäppchen verkommen. Arno Burckhardt von M & A International erinnert an die niedrigen Preise für kleine Unternehmen mit weniger als 30 Millionen Euro Umsatz. „Für diese Firmen werden die Zeiten eher noch schlechter, weil sie der Billiglohnkonkurrenz in immer stärkerem Maße ausgesetzt sind“, sagt er zur Begründung. Hier werde sich der Trend fortsetzen, daß vor allem Käufer aus China und Indien Know-how einkaufen und die Produktion verlagern. Im Inland sieht auch Ehren von der KPMG weiterhin eine ausgeprägte Kaufzurückhaltung, „was sich besonders im starken Rückgang innerdeutscher Transaktionen bemerkbar macht“. So bleibt wohl auch 2005 nur die Hoffnung auf die Finanzinvestoren, die schon weitere Aktivitäten angekündigt haben.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2004, Nr. 301 / Seite 14
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Jahrgang 1955, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

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