25.01.2008 · Der Sportwagenbauer Porsche konnte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr abermals deutlich steigern. Besonders der Geländewagen Cayenne bescherte den Schwaben ein deutliches Absatzplus. Angaben zum Gewinn macht das Unternehmen aber erst im März.
Der Sportwagenbauer Porsche hat in den ersten sechs Monaten seines laufenden Geschäftsjahres 2007/2008 neue Rekorde bei Umsatz und Absatz erreicht und zeigt sich zuversichtlich für das Gesamtjahr.
In den Monaten August bis Januar werde der Umsatz vorläufigen Zahlen zufolge um gut 14 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro steigen, nach 3,07 Milliarden Euro ein Jahr zuvor, teilte der Konzern am Freitag vor Beginn der Hauptversammlung in Stuttgart mit. Der Absatz werde mit 46.600 Fahrzeugen sogar fast 19 Prozent über Vorjahresniveau liegen. Angaben zum Gewinn gab es anders als in früheren Jahren zunächst nicht.
Mit VW sei man ebenfalls gut unterwegs
Das Ergebnis für die ersten sechs Monate will Porsche erst mit dem endgültigen Halbjahresbericht im März vorlegen. Grund seien die noch ausstehenden Zahlen des Autobauers Volkswagen für das vierte Quartal, die in die eigenen Gewinnzahlen eingearbeitet werden sollen.
„Auch das Halbjahresergebnis dürfte unseren optimistischen Erwartungen entsprechen“, sagte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. „Wir liegen mit dem operativen Ergebnis unseres Fahrzeuggeschäfts gut im Plan und mit den Kurssicherungsgeschäften im Zusammenhang mit unserer langfristigen VW-Strategie sind wir ebenfalls gut unterwegs.“ Porsche ist mit mehr als 30 Prozent größter VW-Anteilseigner.
Freudentränen werden erwartet
Für das komplette Geschäftsjahr, das im Juli endet, bekräftigte Porsche sein Ziel, an das hohe Vorjahresniveau anzuknüpfen. Beim Gewinn zeigte sich Wiedeking zuversichtlicher als noch im November. „Wenn am Ende nichts Unvorhergesehenes passiert, dürften wir wieder ein Ergebnis erzielen, bei dem wir die Freudentränen nur schwerlich unterdrücken können.“
Ende November hatte es noch geheißen, man sei nur „vorsichtig optimistisch“ für das Gesamtjahr, rechne aber erneut mit einem „sehr guten Ergebnis“.
Cayenne sorgt für Absatzplus
Maßgeblich verantwortlich für die hohen Absatzzahlen sei die Cayenne-Baureihe, die im ersten Halbjahr voraussichtlich eine Verdoppelung auf rund 20.340 Fahrzeuge ausweisen werde. Beim Elfer erwartet Porsche hingegen bis Ende Januar einen Rückgang um 5,6 Prozent auf rund 16.360 abgesetzte Fahrzeuge, bei der Boxster-Baureihe einschließlich der Cayman-Modelle dürfte der Absatzrückgang 17,4 Prozent auf rund 9900 Fahrzeuge betragen.
Das Absatzwachstum falle in den Regionen unterschiedlich deutlich aus: So wurden in Nordamerika voraussichtlich 11,4 Prozent mehr und insgesamt 16.200 Fahrzeuge abgestzt. In Deutschland verzeichne das Unternehmen einen leichten Zuwachs von 3,7 Prozent auf etwa 5700 Fahrzeuge. Die Absatzsteigerungen in den anderen Regionen dürften im ersten Halbjahr um mehr als 28 Prozent auf rund 24.700 Fahrzeuge zulegen.
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