07.06.2012 · Gemischte Gefühle in der Buchbranche: Die Verlage sehen der elektronischen Zukunft des Buches hoffnungsvoll entgegen, der Handel erwartet hingegen einen Umsatzeinbruch.
Von Georg Giersberg, FrankfurtRichtlinien für Lesermeinungen
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E-Books günstiger? Ich lebe wohl in einem anderen Universum...
Ich lesen seit mehr als 1 1/2 Jahren fast vorwiegend elektronisch, aber
dass die E-Books deutlich günstiger sind, als gedrucktes, das ist
mir bislang noch nicht aufgefallen.
Die E-Book-Preise bewegen sind überwiegend nur dann im
Taschenbuch-Bereich, wenn es bereits eine Taschenbuch-Ausgabe gibt. Und
selbst dann gibt es eine ganze Menge Beispiele, in denen das E-Book
teurer als das Taschenbuch ist. Ansonsten ist die Ersparnis im Vergelcih
zum Taschenbuch deutlich gering, absolut liegt sie meist deutlich unter
2 Euro.
Mag ja sein, dass der Durchschnittspreis gesunken ist, aber welchen
Anteil daran haben die ganzen E-Books für 1 bis 3 Euro von Autoren,
die ganz ohne Verlag sich selbst bei Amazon produzieren und von denen
das Gros niemals einen Verleger finden würde?
ich habe noch nicht ein elektronisches Buch
und werde wohl auch keines erwerben, obwohl es natürlich leichte wäre, einige in den Urlaub mit zu nehmen. Aber ich lese lieber ein richtiges Buch. auch wenn ich die Zeitung hier online lese. Das auch nur, weil die FAZ in der Schweiz sehr teuer ist. Wenn ich in Deutschland wohnen würde, würde ich sie mir wieder abonnieren.
Rettet Sarrazin den Buchhandel?
Der Satz "Ein solcher Bestseller könnte auch in diesem Jahr
die schlechten Zahlen aus den ersten Monaten ausgleichen." ist
schon bemerkenswert. Das wirklich lesenswerte Buch "Europa braucht
den Euro nicht" von Thilo Sarrazin, könnte den Umsatz in 2012
beleben.
Das stellt sich schon die Frage: Gibt es wirklich inzwischen so wenig
Autoren, die Interessantes und Wahres schreiben, was das Publikum lesen
will? Und warum.
Die über Vierzigjährigen (gehöre selbst dazu) in D.
sind so dämlich. Jedes technische Pseudogadget bejobeln sie und
labern dann rum, wie toll
sie doch sind, wenn sie nur einen Weltbeherrschungsschleppmob auf dem
kalten Metallcouchtisch stehen haben. Wenn man keine Bücherregale
mehr aufstellen muß, kann man natürlich ein modernes Aquarell
der vielköpfigen Hydra dort aufhängen, auch nicht schlecht.
Ich geh auf meine alten Tage jedenfalls lieber mit einem Buch, auch
einem gebrauchten oder einem Mängelexemplar, wenns die
Liquidität schont, ins Bett, als mit einem aufgepimpten
Flachfon.
Der Buchhandel muss sich nur anpassen
Bei wissenschaftlicher oder technischer Literatur, benötigt man
üblicherweise nur einzelne Passagen. Wer liest denn sowas von vorn
bis hinten? Die Suchfunktion elektronischer Bücher ist da ein
echter Segen.
Ansonsten hat das gedruckte Buch viele Vorteile. Es ist wesentlich
komfortabler zu lesen. Ob am Strand oder in der Badewanne, ein nass
gewordenes oder versandetes Buch lässt sich trotzdem noch nutzen.
Man kann es beliebig weitergeben und bei Verlust, hält sich der
Schaden in Grenzen.
Der Buchhandel sollte gedruckte Bücher verkaufen, welche eine
elektronische Version beinhalten. Das muss zum gleichen Preis
möglich sein.
"Viele Bücher in einem: Die Leser schätzen auch die
Umweltfreundlichkeit der elektronischen Bücher". Storm,
Hochgiftige Akkus, sehr hoher Herstellungsaufwand, ...
Inwiefern so Reader oder Tablets umweltfreundlicher sind als Bücher
aus recycletem Papier sei mal so dahingesstellt...
Ansonsten find ich schade, dass Bücher so leiden müssen, es
ist doch wunderbar in der Buchhandlung rumzuspazieren und in Bücher reinzulesen...
Es tut mir leid um die vielen kleinen engagierten Buchhändler,...
aber der Trend zum E-Book ist nicht mehr zu stoppen. Den Kunden
interessiert der Inhalt, nicht der Datenträger. Leider geht damit
auch ein Stück Kultur bei den Verlagen und im Einzelhandel
verloren. Aber man sollte die Vorteile nicht übersehen: Die Leute
werden mehr Bücher lesen - auch weil sie billiger werden.
Nicht das ich für ein gutes Buch gerne Geld ausgebe, aber ob es mir
gefällt weiß ich leider erst hinterher.
Den Dampflokheizern ging es mit der Einführung von Diesel- und E-Loks genauso. Sie sind nahezu ausgestorben. Aber geht es uns deshalb heute schlechter?
Das ist doch das Singen im Walde ...
... was der Börsenverein treibt. Dem Medium Buch wird es al a
longue nicht besser ergehen, als dem Medium CD.
Was als erster Schritt auf dem Weg zur Besserung kommen muss, ist die
Aufhebung der Buchpreisbindung. Das will der Verein nicht, weil es sich
im geschützten Zoo gefühlt besser leben lässt. Nicht mehr
lange ...
Das Buch, das war einmal.
Heute haben wir die Digitaltechnik. Sie schont Ressourcen, ist flexibel,
schnell, bequem und überall zugänglich. Das Verlinken ist
effizient und zeitsparend. Wer lernen will, der kann es dank dem Internet.
Nur Nostalgiker, Intellektuelle und Philosophen trauern dem Buch nach.
Bald verschwindet auch das Notizpapier. Der Monitor wird zum "Drawing-Pad".
Mit Michio Kaku auf You Tube können Sie noch mehr über die
Zukunft erfahren. Sie ist voll Überraschungen. Crigs
Gut, dass man's mal gesagt kriegt...
Aha, also "nur Nostalgiker, Intellektuelle und Philosophen trauern
dem Buch nach". Wenn ich Ihre Darlegungen in diesem und im
folgenden Kommentar zusammenfassen darf, sind Sie der Auffassung,
Digitaltechnik sei ressourcenschonend per se? Ich empfehle Ihnen Ihren
Intellekt vom Energiesparmodus auf volle Leistung
"hochzufahren", vielleicht kommt Ihnen dann der eine andere Zweifel.
Nichts für Ungut
A. Göldner
Der Durchbruch der Digitaltechnik ist nicht zu stoppen. Seine
Vorzüge stellen alles andere in den Schatten. Das Buch hat
ausgedient. Es ist sogar Ressourcen verschwenderisch. Die moderne
Wohnung hat kein Büchergestell mehr. Mit einem Computer ist ihnen
die ganze Welt zugänglich. Nur Nostalgiker trauern.
Sogar Zeitungen und Magazine werden verschwinden. Die Welt wird sauberer.
Bald haben wir die Nahrung aus der Steckdose. Sie brauchen nicht mehr
einkaufen zu gehen. Die Zukunft ist viel schöner, als wir es uns
ausdenken können. Schaut bei Michio Kaku auf You Tube vorbei. Viel
Spass. Crigs
Georg Giersberg Jahrgang 1955, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.
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