Home
http://www.faz.net/-gqe-763lx
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Risikoabsicherung

Zinsmanipulation Bafin weitet Sonderprüfung im Zins-Skandal aus

Wegen des Verdachts der Zinsmanipulation hat die Finanzaufsicht Bafin einem Zeitungsbericht zufolge Sonderprüfungen bei vier Banken wegen Manipulation beim Euribor-Zinssatz eingeleitet. Bei der Deutschen Bank läuft die Prüfung zum Libor bereits seit dem Sommer.

© dapd Vergrößern Die Deutsche Bank hat die Bafin bereits im Sommer genauer unter die Lupe genommen

Die Finanzaufsicht Bafin erhöht einem Zeitungsbericht zufolge in der Affäre um Zinsmanipulationen den Druck auf deutsche Banken. Die Behörde habe gegen vier Institute Sonderprüfungen eingeleitet, um nun auch Manipulationsvorwürfe beim Referenzzins Euribor zu klären, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Darunter seien die Deutsche Bank und der WestLB-Nachfolger Portigon.

Dem Blatt zufolge wurde bei Portigon auch eine Untersuchung zu möglichen Manipulationen am Zinssatz Libor eingeleitet. Bei der Deutschen Bank läuft die Libor-Prüfung bereits seit Sommer 2012.

Bei zwei weiteren Banken aus dem Euribor-Panel habe die Behörde ihre Prüfer geschickt, nachdem der Rücklauf aus einer schriftlichen Anfrage unbefriedigend gewesen sei, berichtete die Zeitung unter Berufung auf informierte Kreise. In einem der beiden Fälle solle die Bafin sogar überlegt haben, eine Verwarnung auszusprechen. Zum Euribor-Panel gehörten dem Blatt zufolge im Ermittlungszeitraum neben der Deutschen Bank und der WestLB die Landesbank Berlin, die BayernLB, die Commerzbank, die genossenschaftliche DZ-Bank, die LBBW, die Helaba und die NordLB.

Mehr zum Thema

Zu Prüfungen bei einzelnen Banken wollte sich die Bafin laut Bericht nicht äußern. Ein BaFin-Sprecher sagte demnach jedoch, dass die Behörde im Fall der Zinsmanipulation je nach Institut entscheide, welche Mittel geeignet seien: „Diese reichen - ganz generell - vom reinen Aufsichtsgespräch über das Auskunftsverlangen bis hin zur Sonderprüfung.“ Deutsche Bank und Portigon wollten der Zeitung zufolge die Untersuchung nicht kommentieren.

Nach der britischen Barclays Bank hatte sich einem Pressebericht zufolge in Dezember die Schweizer UBS im Skandal um Zinsmanipulation mit den Behörden auf eine Geldbuße geeinigt. Demnach soll die UBS mehr als 450 Millionen Dollar zahlen.

Quelle: FAZ.NET mit Reuters, AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Goldpreis Das Ende einer Ära im Londoner Goldhandel

Lange Zeit wurde der Referenzpreis für Gold zweimal täglich in London festgelegt. Nun soll eine elektronische Handelsplattform die Tradition ersetzen. Mehr Von Marcus Theurer, London

20.03.2015, 08:10 Uhr | Finanzen
Kontroverse Diskussion Hillary Clinton nutzte privates E-Mail-Konto für Regierungsaufgaben

Hillary Clinton soll einem Zeitungsbericht zufolge während ihrer Zeit als Außenministerin für dienstliche Schreiben ihre private E-Mail-Adresse genutzt haben. Damit könnte sie gegen amerikanische Gesetze verstoßen haben. Mehr

04.03.2015, 15:47 Uhr | Politik
Bankabhebungen im März Griechen bringen weiter Geld in Sicherheit  

Während Griechenland mit seinen Geldgebern um die Auszahlung weiterer Finanzhilfen ringt, holen die Bankkunden ihr Geld von den Konten. Die Einlagen sind auf den wohl niedrigsten Stand seit Ausbruch der Krise gesunken. Mehr

28.03.2015, 13:09 Uhr | Wirtschaft
Frankfurt 25 Banken fallen bei Stresstest durch

Zwölf Banken haben die Kapitallücke bereits gefüllt. Die anderen müssen der EZB nun einen Plan vorlegen, wie sie das Kapitalloch schließen wollen. Mehr

26.10.2014, 14:31 Uhr | Wirtschaft
100 Millionen Griechenland will Entschädigung für Schmiergelder

Deutsche Hersteller sicherten sich den griechischen Markt für ihre Waffen. Laut einem Zeitungsbericht will die Regierung dafür jetzt 100 Millionen Euro Entschädigung. Mehr Von Cem Güler

23.03.2015, 17:56 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 28.01.2013, 08:33 Uhr

Daimler vor der Revolution

Von Susanne Preuß

Die Digitalisierung der Welt wird vor den Werkstoren von Mercedes nicht haltmachen. Der schwäbische Automobilkonzern orientiert sich um: Er will zum technischen Vorreiter der Branche werden. Mehr 10 15


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Gründer auf dem Rückzug

Der Sprung in die Selbständigkeit übt hierzulande einen immer geringeren Reiz aus. Immer seltener gründen Deutsche einen eigenen Betrieb. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden