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Zeitungsbericht Land Niedersachsen: Bericht über Pakt gegen Porsche „frei erfunden“

18.12.2006 ·  Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) prüfe ein Bündnis mit anderen Volkswagen-Eignern gegen den Großaktionär Porsche, hatte die Financial Times Deutschland gemeldet. Das Land Niedersachsen dementiert vehement: Der Bericht sei „frei erfunden“.

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Das Land Niedersachsen hat einen Zeitungsbericht dementiert, nach dem Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) ein Bündnis mit anderen Volkswagen-Eignern gegen Großaktionär Porsche auslotet. Die Darstellung der Zeitung sei „frei erfunden“, teilte die Staatskanzlei am Montag in Hannover mit.

Die „Financial Times Deutschland“ hatte unter Berufung auf Investoren berichtet, Wulff habe Gesprächstermine für die Zeit kurz nach dem Jahreswechsel anberaumt. Die Treffen mit deutschen und internationalen Anteilseignern sollten noch vor der VW-Aufsichtsratssitzung im Februar abgeschlossen sein, so die FTD. Ein offen ausgetragener Konflikt wäre beispiellos für Deutschland, zitierte das Blatt einen Großaktionär, den Wulff im Januar treffen wolle. Mehrere Aktionäre haben dem Bericht zufolge allerdings darauf hingewiesen, daß Wulff trotz der Zusammenkünfte von einem offenen Streit mit Porsche absehen könnte.

Machtanspruch von Porsche bei VW

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hatte zuletzt seinen Machtanspruch bei VW unterstrichen. Der Sportwagenbauer hat das Land Niedersachsen vor einem Jahr als größter Aktionär bei Volkswagen abgelöst und seine Beteiligung inzwischen auf 27,4 Prozent aufgestockt. Niedersachsen hält 20,8 Prozent. Die für vier Milliarden Euro erworbenen Stimmrechte kann Porsche aber nur voll ausüben, wenn das auch im Ausland kritisierte VW-Gesetz fällt.

Porsche fordert deshelb eine Abschaffung des Gesetzes, über die der Europäische Gerichtshof verhandelt. Das VW-Gesetz begrenzt den Stimmrechtsanteil eines Investors auf 20 Prozent - unabhängig davon, wie groß seine Beteiligung an dem Unternehmen ist.

Mit dem Porsche-Einstieg bei den Wolfsburgern sicherte sich der ehemalige VW-Chef und Porsche-Großaktionär Ferdinand Piech seinen Einfluß bei dem Autobauer. Piech ist auch Aufsichtsratsvorsitzender von VW. Seit einiger Zeit wird gemunkelt, daß Porsche VW übernehmen wolle. Offiziell hat Porsche jedoch abgestritten, daß derzeit solche Pläne bestehen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters
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