Die führenden Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland rechnen für 2013 mit einem Umsatzrückgang um 2 Prozent. Vor allem im Bereich der Helfertätigkeiten werde der Markt „einbrechen“, heißt es in einer Umfrage unter den 25 umsatzstärksten Unternehmen der Branche, die das Marktforschungsinstitut Lünendonk durchgeführt hat.
Grund dafür sind die Tarifvereinbarungen über die Gleichbezahlung von Zeit- und Stammmitarbeitern, welche die Branchenverbände auf politischen Druck hin mit den Metall- und Chemiegewerkschaften geschlossen haben. Vor den Abschlüssen hatten die Befragten noch mit einem Wachstum von knapp 8 Prozent für das kommende Jahr gerechnet. Doch durch die in den vergangenen Wochen erzielten Einigungen werde Zeitarbeit vor allem im Bereich der Geringqualifizierten für die Kunden zu teuer.
Steigender Aufwand, sinkende Profitabilität
„Die Regelungen führen zu steigendem Administrationsaufwand und sinkender Profitabilität“, heißt es weiter in der Umfrage, die der F.A.Z. vorliegt. Die erwartenden Folgen seien, dass Arbeitsplätze in der Produktion ins Ausland verlagert werden, die Kundenunternehmen auf Werkverträge oder auf Outsourcing umsteigen.
Es gibt auch eine positive Nachricht: Im qualifizierten Bereich erwarten die Anbieter eine steigende Nachfrage nach Zeitarbeit. Dadurch werde die Branche attraktiver und könnte eine höhere gesellschaftliche Anerkennung erfahren. Dieses Plus reiche jedoch nicht aus, um den Einbruch im Helfersegment zu kompensieren.
Leiharbeiter in den deutschen BMW-Werken können dagegen mit einer Festanstellung rechnen. Das Unternehmen verhandelt derzeit mit Arbeitnehmervertretern darüber, mehrere tausend Leiharbeiter einzustellen.
Was denn ?
Wolfgang von der Beeck (WolfgangvdB)
- 01.07.2012, 22:46 Uhr
Menschenrechte !
michael maukisch (maukisch)
- 01.07.2012, 22:01 Uhr
Eine Polemik
Stephan Mörs (jemand-anders)
- 01.07.2012, 21:47 Uhr
2 Prozent
Christian Beermann (Marv1989)
- 01.07.2012, 20:07 Uhr
Eine schlechte Nachricht...
Ronald Schlimm (ronslim)
- 01.07.2012, 19:49 Uhr
