Die Verstaatlichung der Ölgesellschaft YPF in Argentinien ist ein fatales Signal: für die spanische YPF-Muttergesellschaft Repsol, für die zahlreichen weiteren spanischen Investoren in Argentinien und für das lateinamerikanische Land selbst. Dessen Präsidentin Cristina Kirchner verheddert sich zunehmend in einer protektionistischen und eigentümerfeindlichen Wirtschaftspolitik.
Damit vergrault sie Investoren, zumal der Ruf des Landes noch immer unter der Staatsinsolvenz 2001 und der hohen Verschuldung leidet. Für die zahlreichen spanischen Konzerne, die längst in Argentinien tätig sind, spitzt sich die Frage zu, ob sie am richtigen Fleck investiert haben. Das ist auch für die spanische Wirtschaft insgesamt ein Thema von erheblicher Dimension.
Bisher galt das große Engagement in Lateinamerika als einer der wenigen erfolgreichen Stützpfeiler Spaniens, das in der europäischen Finanzkrise zuletzt wieder stärker unter Druck geraten ist. Nach Verstaatlichungen in Venezuela und Bolivien und einem zunehmenden Protektionismus in Brasilien wachsen da die Zweifel. Die YPF-Verstaatlichung in Buenos Aires ist ein Schritt, der nur Verlierer hinterlässt.
Es ist schon in ganz Lateinamerika bekannt
Thomas Gaugen (tomasalcubo)
- 18.04.2012, 16:36 Uhr
Sogar die eigene Verfassung wurde verhönht
Thomas Gaugen (tomasalcubo)
- 18.04.2012, 16:31 Uhr
Failed State mit Bodenschätzen
Carolus Doomdey (Domday)
- 18.04.2012, 15:28 Uhr
Nu ja,
michael maukisch (maukisch)
- 18.04.2012, 12:22 Uhr
Schutz vor Ausplünderung ?
Thomas Wiesengrund (Omega08)
- 18.04.2012, 12:16 Uhr