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Dienstag, 14. Februar 2012
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Wochenlage Bauernproteste Tata verlagert Billigauto-Fabrik

03.10.2008 ·  „Man kann keine Fabrik unter Polizeischutz betreiben“, so begründete der Chef des indischen Autobauers Tata seine Entscheidung, die Fabrik für das Billigauto Nano zu verlagern - nach wochenlangen, gewaltsamen Bauernprotesten. 240 Millionen Euro hatte Tata für das Werk schon investiert.

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Nach wochenlangen gewaltsamen Protesten hat der indische Autobauer Tata endgültig den Plan aufgegeben, im Bundesstaat Westbengalen eine Fabrik zum Bau des Billigautos Nano in Betrieb zu nehmen. „Man kann keine Fabrik unter Polizeischutz betreiben, man kann keine Fabrik betreiben, wenn Bomben geworfen werden, man kann keine Fabrik betreiben, wenn die Arbeiter eingeschüchtert werden“, sagte der Chef der Unternehmensgruppe, Ratan Tata, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Kalkutta, der Hauptstadt des Bundesstaates Westbengalen.

„Tata Motors ist der Überzeugung, dass wir immense Geduld an den Tag gelegt haben und dass wir lange Zeit die ehrliche Hoffung hatten, dass sich die Situation verbessern würde“, heißt es in einer Pressemitteilung. Das „hohe Level an Unruhe und Feindschaft“ habe jedoch zu „Sorge um die Sicherheit“ der Belegschaft, Vertragspartner und Verkäufer geführt und letztlich keine andere Konsequenz zugelassen.

Symbol für die widerstreitenden Interessen von Industrie und Bauern

Die Fabrik in Singur war schon fast fertiggestellt, doch in den vergangenen Wochen hatten Zehntausende wieder und wieder gegen das Autowerk protestiert. Tata stellte die Arbeiten an der Fabrik deshalb ein (siehe dazu auch: Tata stoppt Arbeiten am Nano-Werk). Schon länger droht der Konzern mit einer Verlegung des Standortes.

Die Fabrik ist längst zum Symbol für die widerstreitenden Interessen von Industrie und Bauern geworden. Zwar hatte schon Anfang September die Opposition mit der Regierung von Westbengalen verhandelt und erreicht, dass wegen der Fabrik vertriebene Bauern entschädigt werden oder ihr Land zurückerhalten. Einige Bauern waren jedoch mit den angebotenen Entschädigungszahlungen für ihr Land nicht zufrieden. Die teilweise gewaltsamen Proteste hielten an, bis Tata nun tatsächlich die Konsequenzen zog.

Tata hatte in den Bau des Werkes umgerechnet rund 240 Millionen Euro investiert. Der Nano sollte eigentlich im Oktober vom Band laufen. Tata will das Auto für 100.000 Rupien (knapp 1600 Euro) verkaufen und damit den Massenmarkt erobern.

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Eine Debatte, die das Land in Eltern und Kinderlose spaltet, braucht niemand. In der DDR konnten Paare staatliche Wohnungskredite durch Kinder abstottern. Das ist kein Vorbild für eine freiheitliche Gesellschaft. Mehr

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